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Artikel veröffentlicht am 24.06.2020 um 06:00 Uhr
Ein Blick hinter die Kamera: Liebe und Leidenschaft auf dem Hamesbuck
Rollt das runde Leder, so stehen stets die Akteure auf dem grünen Rasen im Mittelpunkt. Die spielfreie Zeit eröffnet nun die Möglichkeit eines Perspektivwechsels - gerichtet auf jene Menschen, die mit großem Engagement das Geschehen auf dem Platz einfangen. Weiter geht es mit Linde Bitzenbauer, die beim ASV Veitsbronn in jeglicher Hinsicht ihr Glück gefunden hat.
Von Michael Watzinger
Linde Bitzenbauer ist beim ASV Veitsbronn mit ihrer Kamera nicht mehr wegzudenken.
privat
Lange Anreise nach Veitsbronn

Linde Bitzenbauer ist aufgrund ihrer klasse Fotos beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf schon lange nicht mehr wegzudenken. Gerade die "Anreise" nach Veitsbronn ist aber eine lange und eine besondere, berichtet die heute 32-Jährige: "Geboren wurde ich in Reps in Rumänien. Mit zwei Jahren sind meine Familie und ich dann nach Franken gezogen. Dadurch, dass der Umzug schon so früh in meinem Leben war, fühle ich mich hier komplett heimisch. Wir fahren zwar immer mal wieder nach Rumänien in den Urlaub - auch um Verwandte zu besuchen, aber hier ist meine Heimat." Der Fußball spielte in Lindes Leben bereits relativ früh eine Rolle - wenn auch zunächst noch keine allzu große. "Ich mag den Fußball eigentlich schon immer. Als Kind habe ich mit meinem Vater zusammen auf der Couch immer Länderspiele angesehen. Als ich 14 oder 15 war, hat mich dann meine ältere Schwester Erika mit zu spielen des ASV Veitsbronn mitgenommen, um ihrem damaligen Freund und heutigen Ehemann zuzusehen. Seitdem hat sich auch bei mir einiges getan und der ASV ist zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden", blickt Bitzenbauer zurück.

Das Brautpaar Michael und Linde Bitzenbauer schaute beim ASV Veitsbronn vorbei.
privat

Wenn der Verein zur Familie wird

In der Gemeinschaft auf dem Hamesbuck fühlte sich die 32-Jährige Verwaltungsfachangestellte von Beginn an wohl: "Der ASV ist einfach sehr familiär und wenn man dann regelmäßig dabei ist, findet man schnell Anschluss und Freunde." Für Linde Bitzenbauer hatte der Verein gar eine noch deutlich tiefgreifende Begegnung auf Lager. "Im Laufe der Zeit habe ich auch meinen Mann Michael, der auch heute noch für den ASV am Ball ist, immer besser kennen und lieben gelernt. Die Verbundenheit zum Verein ist also auf ganz vielen unterschiedlichen Ebenen gegeben. Von daher war es uns auch ein Anliegen als frisch vermähltes Ehepaar auf dem Hamesbuck vorbeizuschauen", lacht Linde. Gemeinsam mit dem dreijährigen Sohn Eric wird Papa und das Team Woche für Woche unterstützt. "Eric ist ebenfalls ein großer Fußballfan, wünscht sich selbst bald damit anzufangen. Das macht natürlich vieles einfacher. Für mich als Mama war es am Anfang aber gar nicht immer so einfach, das kleine Kind mit dem Fotografieren in Einklang zu bringen. Trotzdem hat es insgesamt gut funktioniert und nach und nach hat man dann schon auch seine Routine damit", erläutert Bitzenbauer.

Eine ASV-Familie: Michael (l.) und Linde (r.) gemeinsam mit Sohn Eric im Veitsbronn-Dress.
privat

Das Fotografieren als große Leidenschaft

Neben der Familie ist die Fotografie die große Leidenschaft der 32-Jährigen - und auch hier spielte der ASV eine zentrale Rolle: "Ich habe schon immer gerne fotografiert, allerdings immer mit einer damals üblichen kleinen Digitalkamera. Irgendwann hat mir dann der damalige Trainer, Markus Hütter, seine Spiegelreflexkamera in die Hand gedrückt - und ab da war es um mich geschehen. Es war für mich faszinierend zu sehen, was für tolle Fotos man damit machen kann. So kam es dann, dass ich mir irgendwann selbst eine angeschafft habe und seitdem ist sie mein Baby. Die Kamera gebe ich nur selten aus der Hand und habe sie ohnehin ziemlich oft dabei. Es macht mir einfach große Freude, besondere Momente damit einzufangen."

So viele Highlights

Und besondere Momente gab es für Linde Bitzenbauer und den ASV Veitsbronn so einige. Kein Wunder also, dass die 32-Jährige hier kein spezielles Highlight hervorheben möchte: "Im Laufe der Jahre ist da so vieles zusammengekommen, da kann man einfach keines hervorheben. Die Aufstiege waren natürlich besonders, aber auch die gemeinsamen Fahrten und die Gemeinschaft im Allgemeinen sind nicht selbstverständlich. Insgesamt ist es einfach der Wohlfühlfaktor, der mir unglaublich viel bedeutet."

Einer von vielen schönen Momenten am Hamesbuck: der ASV Veitsbronn im Aufstiegsjubel.
Linde Bitzenbauer

Ein Ende ihrer Leidenschaft ist für Linde Bitzenbauer deshalb nicht in Sicht: "Gerade die Corona-Pause hat noch einmal deutlich gemacht, dass einfach etwas fehlt, wenn keine Spiele sind. Ich freue mich wirklich drauf, wenn es endlich wieder los geht!"

Dass Linde Bitzenbauer mit einem weiteren Jungen schwanger ist, macht dabei keinen Unterschied - vielmehr ist anzunehmen, dass auch er in die ASV-Familie integriert wird. Auch wenn die 32-Jährige betont, dass sich die Kinder frei für Sport und Hobbys entscheiden können, die besondere Gemeinschaft wird auch das zweite Kind miterleben. Und wer weiß, vielleicht lösen die beiden Söhne in Zukunft dann auch einfach Vater Michael als Motiv auf dem Spielfeld ab.

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Daten ASV Veitsbronn

ASV Veitsbronn
Gründung: 1946
Mitglieder: 2000
Farben: Grün-Weiß


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