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Artikel veröffentlicht am 13.08.2020 um 12:00 Uhr
Ein Blick hinter die Kamera: Das andere Grün
Rollt das runde Leder, so stehen stets die Akteure auf dem grünen Rasen im Mittelpunkt. Die spielfreie Zeit eröffnet nun die Möglichkeit eines Perspektivwechsels - gerichtet auf jene Menschen, die mit großem Engagement das Geschehen auf dem Platz einfangen. Weiter geht es mit Detlef Knispel, der schon lange eine Leidenschaft für die Fotografie hegt und in Corona-Zeiten im eigenen Beerengarten Zuflucht findet.  
Von Michael Watzinger
Detlef Knispel ist beim SC Germania seit einigen Jahren an der Kamera und inzwischen kaum mehr wegzudenken.
privat
Durch Sohn Martin zur Stark-Nachfolge

Freude an der Fotografie hatte Detlef Knispel bereits seit seinem 16. Lebensjahr. Ob im Urlaub, auf Familienfeiern, oder einfach nur so, die Kamera spielte beim heute 61-Jährigen schon länger eine Rolle. "Mit der Sportfotografie hatte ich allerdings lange nichts zu tun. Erst als mit Jasmin Stark, die jahrelange Fotografin des SC Germania, nach Poppenreuth weiterzog, mein Sohn Martin 2015 bei Germania landete und mich fragte, ob ich deshalb nicht ab und an Fotos vom Spielgeschehen machen könne, bin ich damit so richtig in Berührung gekommen", schildert Knispel wie es zu seinem Engagement für den SCG kam. Aus der Anfrage zum "gelegentlichen" Fotografieren ist inzwischen schon längst ein "regelmäßig" geworden - wann immer es die Zeit zulässt ist Detlef Knispel bei den Spielen des Kreisklassisten dabei und dokumentiert das Treiben auf dem grünen Rasen: "Mir macht das Ganze einfach einen unheimlichen Spaß, im Laufe der Zeit wächst man immer mehr in die Aufgabe hinein." 

Bei den Partien des SC Germania (hier in rot, im Spiel gegen den TB Johannis 88) ist Detlef Knispel, wann immer es die Zeit erlaubt, anwesend und hält die Geschehnisse auf Bild fest.
Detlef Knispel

Mitglied im Foto-Club

Dass sich Knispel auch über den Fußball hinaus für das Thema Fotografie interessiert, wird anhand seiner Mitgliedschaft im ersten Nürnberger Fotoclub für Amateurfotografen deutlich, zu dem er seit einigen Jahren gehört: "Letztlich ist das eine Community, die sich jede Woche freitags trifft. Es gibt jeden Monat völlig verschiedene Themen und Aufgaben, zu denen man Bilder einsenden kann und diese werden anschließend von der Gemeinschaft bewertet - so gibt es beispielsweise auch immer ein Bild des Monats. Außerdem werden Fahrten veranstaltet, auf denen wir dann verschieden Dinge in den Fokus rücken. Wir waren unter anderem in Venedig und wären ohne Corona nach Wetzlar gefahren. Jeder ist willkommen sich das mal anzusehen - und mir persönlich macht es zum einen große Freude und zum anderen lernt man immer wieder etwas Neues dazu."

Im Fotoclub behandeln Detlef Knispel und die anderen Mitglieder die unterschiedlichsten Themen und betrachten so die verschiedensten Facetten der Fotografie. 
Detlef Knispel

Ehrgeizig auch in Schniegling   

Jenes Engagement zeigt Knispel freilich auch auf dem Sportgelände des SC Germania. "Es kommen ja auch immer mal wieder Jungs, die mich um Fotos bitten oder schon im Vorfeld zu mir gehen und meinen, ich solle ein paar schöne Bilder von ihnen machen - die will man natürlich auch nicht enttäuschen. Zumal ja auch der eine oder andere diese Fotos an seine Verwandten schickt. Deshalb habe ich natürlich schon einen gewissen Anspruch an die Fotos. Für mich persönlich muss auf den Bildern etwas passieren: Ich mag Zweikämpfe ebenso wie Luftduelle - oder auch Szenen, in welchen der Offensivspieler seinen Gegenspieler stehen lässt. Daran habe ich als Fotograf am meisten Freude."

Anderes Grün: Ein Beerengarten als Ablenkung in Corona-Zeiten

Viele packende Szenen konnte Knispel in der letzten Zeit Corona-bedingt dabei freilich nicht einfangen - viel Bewegung war auf dem grünen Rasen schließlich nicht zu beobachten. Auf der Suche nach Ablenkung fand Knispel aber Zuflucht in anderem Grün, seinem eigenen Beerengarten: "Gerade in der Corona-Zeit hatte ich deutlich mehr Zeit als gewöhnlich, um mich um den Beerengarten zu kümmern und aus den verschiedenen Beeren unterschiedliche Gelees herzustellen. Allgemein verbringe ich dort gerne die Zeit, nutze gerne den Grill, auch um zum Beispiel Pizza zu machen. Natürlich vermisse ich den Sport und das Fotografieren an den Wochenenden, allerdings ist der Garten schon auch ein toller Ausweichbereich. Trotzdem freue ich mich schon sehr drauf, wenn es wieder so richtig losgeht."

Produkte aus dem heimischen Beerengarten: Detlef Knispel hat in der Corona-Pause Zuflucht in anderem Grün gefunden und die Zeit auf andere Weise sinnvoll genutzt.
Detlef Knispel

Wie lange Knispel noch für den SC Germania an der Kamera aktiv sein wird, lässt er derweil offen. "Solange ich Spaß daran habe und so lange es die Gesundheit mitmacht", möchte er dabei bleiben. Das Grün des Ausweichquartiers muss in Zukunft also wohl wieder häufiger auf Detlef Knispel verzichten - die Spieler des SC Germania wird das ganz sicher freuen.

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Daten SC Germania Nürnberg

SC Germania Nürnberg
Gründung: 1921
Mitglieder: 700
Farben: blau-schwarz
Abteilungen: Fußball, Gymnastik, Kampfsport

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