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Artikel veröffentlicht am 08.08.2018 um 07:30 Uhr
Manfred Krimm: Seit 30 Jahren Coach im Amateurfußball
1988 begann die Karriere des Manfred Krimm als junger Spielertrainer beim SV Poppenreuth. Auch 30 Jahre später ist der frühere Kicker der SpVgg Fürth im Amateurfußball noch zu Hause, startet mit dem TSV Cadolzburg in seine zweite Saison bei den Sporchern. Wir blicken zurück.
Von Marco Galuska
Manfred Krimm
fussballn.de / Kögel
"Mach doch ruhig auch deinen Trainerschein", hatte man Manfred Krimm Ende der 1980er-Jahre zugerufen und ihn in seiner neuen Rolle bestärkt, als der damals erst 23-Jährige beim SV Poppenreuth als junger Spielertrainer angeheuert hatte. "Ich bin da wegen der Kumpels hin - und ehrlich gesagt auch, weil sich das Engagement in Ansbach aus finanziellen Gründen zerschlagen hatte", erinnert sich Krimm 30 Jahre zurück an seine Anfänge als Coach im Amateurfußball.

Begonnen hatte er mit dem Fußball spielen im Alter von sechs Jahren 1971 beim MTV Fürth. Dieser wurde 1979 nach Fusion mit dem SC Grundig zum MTV Grundig Fürth. In der Stadtmeisterschaft der A-Jugend besiegte man die große SpVgg Fürth mit 3:0, zweifacher Torschütze Manfred Krimm. "Edgar Burkart hat mich daraufhin kontaktiert und wir haben über den Wechsel verhandelt - was man damals so verhandeln nannte", lacht Krimm rückblickend.

Manfred Krimm (stehend Vierter von links); Mannschaftsfoto der A-Jugend des MTV Grundig Fürth aus dem Jahre 1980/81.
privat

Ab 1983 kickte Krimm unter Trainer Günter Gerling in der Bayernliga, die dritthöchste Spielklasse Deutschlands. In der Saison 84/85 reichte es nur zu wenige Einsätzen, es folgte im Winter der Wechsel eine Liga tiefer zum ASV Herzogenaurach, ehe Paul Hesselbach ihn 1987 noch einmal an den Ronhof holte. "Als junger Spieler war das natürlich schon toll, mit solchen Größen wie Roland Kastner oder Franz Weber zu spielen. Mein Vater war besonders stolz, da ja auch schon mein 17 Jahre älterer Bruder Klaus beim Kleeblatt gespielt hatte."

Manfred Krimm (stehend Vierter von rechts); Mannschaftsfoto der SpVgg Fürth aus dem Jahre 1987/88.
fussballn.de

Obwohl Krimm absoluter Stammspieler war, wollte er unter Hesselbach nicht mehr. "Wir hatten da Leichtathletik-Trainer", lacht Krimm in der Rückschau auf intensive Laufeinheiten während seiner Zeit bei der SpVgg. Der geplante Wechsel nach Ansbach platzte, die Freunde vom SV Poppenreuth riefen. 

Meister mit dem SV Poppenreuth 1991/92. Nach dem Sieg beim ESV Flügelrad war der Aufstieg in die frühere A-Klasse gesichert: Manfred Krimm (hinten 3.v.l.), rechts daneben Thomas "Bulle" Streng und links stehend Heiko Thiel, der heutige Trainer der DJK Oberasbach.
privat

Vier Jahre war Krimm Spielertrainer beim SVP, verabschiedete sich 1992 mit dem Aufstieg in die A-Klasse (heutige Kreisliga). Jener Aufstieg gelang ihm auch mit dem TSV Altenberg, wo er auch vier Jahre am Ball blieb. Die erfolgreiche Arbeit blieb auch in den höheren Klassen nicht unentdeckt und so ging es in die BOL zum ASV Zirndorf und über die Stationen SV Seligenporten, TSV Ammerndorf zum FSV Erlangen-Bruck, wo Krimm aber nur noch sporadisch selbst die Fußballschuhe schnürte.

Der FSV Erlangen-Bruck mit Trainer Manfred Krimm (stehend links).
privat

Von Bruck ging es 2003 als Trainer zum TSV Buch, ab 2005 zum ASC Boxdorf und drei Jahre später zum SV Schwaig. Nach der Rückkehr zum TSV Altenberg Ende 2010 ging es nach fast fünf Jahren weiter zur SpVgg Mögeldorf 2000 und schließlich 2017 zum TSV Cadolzburg. "Natürlich hat man schon viel gesehen und viel erlebt in all den Jahren. Aber es gibt immer wieder etwas Neues - zum Beispiel hab ich erst letzte Woche zum ersten Mal bei meinem Freund Jörg Tauchmann in Puschendorf gespielt."

Manfred Krimm trainiert aktuell den TSV Cadolzburg.
Florian Gitzing

Veränderungen erlebte Krimm im Laufe der letzten 30 Jahre im Amateurfußball hautnah: "Es ist schon so, dass sich die Einstellung zum Fußball geändert hat. Man muss sich damit arrangieren, dass eben Urlaub und Events vorgezogen werden. Man muss auch viel an der Tafel oder unter vier Augen erklären, weil eben praktisch nie alle Mann im Training verfügbar sind", fasst der 53-Jährige zusammen und ergänzt zugleich: "Und dennoch muss ich sagen, dass es weiterhin richtig Spaß macht, es hält jung!"

Thomas Wedel (rechts) traf Vater Manfred und Sohn Niklas Krimm.
privat

Beim TSV Cadolzburg ist Manfred Krimm in der zweiten Saison nun auch Trainer von Sohn Niklas. Dieser begann in der Ammerndorfer Jugend, spielte beim TSV Altenberg und das letzte Jugendjahr bei der SG Cadolzburg/Ammerndorf. Nach einem halben Jahr bei den Herren des TSV Ammerndorf wechselte er in der Winterpause zu den Sporchern. "Niklas sieht seine Fußballkarriere relaxed, er will seinen Spaß haben und das nicht zu verbissen angehen", zeigt Manfred Krimm als Vater Verständnis, auch wenn sich der Trainer vielleicht das anders wünschen würde. 

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