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Artikel veröffentlicht am 20.08.2021 um 21:07 Uhr
1:1 gegen Forchheim: Vacher Auftritt aller Ehren wert
Mehr als nur verdient hatte sich der ASV Vach am Freitagabend seinen zweiten Punkte der Saison im Heimspiel gegen Jahn Forchheim. Trotz eines klassischen Fehlstarts mit einem frühen Rückstand zeigte das Schlusslicht der Gruppe A der Landesliga Nordost eine leidenschaftliche Leistung, die zumindest noch den Ausgleich nach der Pause brachte, mehr verhinderte eine Sensationsparade des Gäste-Keepers. 
Von Marco Galuska

Die Vorzeichen waren alles andere als gut für den ASV Vach. Neben einer Reihe von verletzter oder aufgrund von Urlaub fehlender Spieler hatte eine desolate zweite Halbzeit beim 2:4 in Bruck wertvolle Punkte, und möglicherweise auch Selbstvertrauen, geraubt. Entsprechend bescheiden ging es auch gleich los für das Schlusslicht. Drei Minuten waren bei herrlichen äußeren Bedingungen gespielt, da foulte Kapp hörbar Dütsch im Strafraum am Fuß und Jahn-Kapitän Noppenberger durfte sich den Ball schnappen und sicher vom Punkt verwandeln. Kurz darauf brannte es erneut vor dem ASV-Tor, als Hoffmann per Kopf gegen den Lauf abschloss und Draws auf der Linie für seinen Keeper retten musste (7.).

Timo Noppenberger verwandelte den Strafstoß gleich zu Beginn sicher zur Forchheimer Führung.
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Wer nun eine Fortsetzung der Vacher Schmach aus den zweiten 45 Minuten der Vorwoche erwartete, sah sich aber getäuscht. Die Truppe um den omnipräsenten Kapitän Nico Ott krempelte sprichwörtlich die Ärmel hoch und zeigte auch spielerisch gute Ansätze. Gerade über links mit Pulkrabek kam Schwung in die Offensive. Der fleißige Meleleo blieb beim Dribbling im Strafraum an einem Abwehrbein hängen (20.), Ott prüfte den sicheren Hofmann aus der Distanz (30.) und Schepis schoss drüber (41.), so dass es bei der knappen Führung der nach den Anfangsminuten nur noch auf Konter lauernden Gäste zur Pause blieb.

Gkenios gleicht aus - beide Torhüter auf den Posten

Zumindest einen Punkt durften die Vacher am Freitagabend nach zuvor drei Niederlagen am Stück feiern.
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Dass für die Vacher an diesem Abend durchaus etwas drin war, zeichnete sich bei Halbzeit schon ab, nach der zweiten Hälfte muss man Vach-Coach Rambau zustimmen, dass sogar der Sieg verdient gewesen wäre. Denn die Hausherren legten in allen Belangen noch einen Gang zu, während vom Gast nicht mehr allzu viel kommen sollte. Als in einer Szene Pulkrabek, Gkenios und dann Ott nacheinander über den Ball stolperten, mochte manch Vacher Anhänger der Verzweiflung nahe gewesen sein. Doch eine Zeigerumdrehung später, es war die 56. Minute, durfte in Mannhof gejubelt werden. Die Jahn-Abwehr präsentierte sich reichlich konfus, Gkenios schnappte sich die Kugel, setzte sich im Strafraum auf engstem Raum durch und traf zum 1:1-Ausgleich. Es folgte die beste Phase der Vacher, die nun wirklich alles in die Waagschale warfen. Nachdem Schepis von Tim Hofmann auf dem Weg zum Tor am Trikot gehalten wurde, trat Gkenios den Freistoß aus dem Halbfeld, Pulkrabek sprang in den Ball, aber Axel Hofmann im Gäste-Tor parierte mit einem Reflex sensationell (66.). Ott, Meleleo, Gkenios, Schepis und Pulkrabek gaben noch einmal richtig Gas in der Offensive und versuchten wirklich alles. Doch als Meleleo einmal zu Boden ging, erkannte Referee Hellert richtigerweise auf Weiterspielen (70.), Gkenios schoss noch einmal drüber (73.). Das kräfteraubende Spiel der Vacher machte sich in der Schlussphase dann doch bemerkbar. Und so muss man in der Nachspielzeit sogar noch eine Schrecksekunde überstehen, als Dütsch plötzlich frei vor Izbudak auftauchte, dieser aber mit einer Klassetat die Niederlage abwenden konnte. Das wäre dann auch ein zu bitterer Nackenschlag gewesen für den ASV Vach, der - obwohl weiterhin sieglos - auf diese Leistung aufbauen kann. Am kommenden Freitag geht es dann zum großen Derby nach Stadeln.

Luca Pulkrabek wollte es nicht glauben, dass Axel Hofmann seinen Abschluss aus kürzester Distanz pariert hatte.
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Rambau: Die Truppe ist intakt

Trainer Alexander Rambau war mit der Leistung seiner Elf einverstanden, mit dem Ergebnis nicht so ganz: "Nach dem Spiel in Bruck waren wir unter der Woche zusammengesessen, da habe ich den Jungs gesagt, dass ich ihnen alles verzeihe, aber der Kampf und die Einstellung müssen stimmen - und das hat man heute deutlich gesehen. Ich finde, dass wir sogar mehr verdient hatten als nur den einen Punkt. Wir haben das auch in der ersten Halbzeit schon nicht so schlecht gemacht. Trotz des frühen Rückstands haben wir den Gegner gut im Griff gehabt. Die Leidenschaft, der Biss und der Kampf haben gezeigt, dass die Truppe intakt ist. Ein bisschen hat uns das Glück gefehlt, andererseits wäre es auch typisch gewesen, wenn wir dann in der Nachspielzeit bei der einen Chance noch das Gegentor bekommen."

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Spielstenogramm

Tore: 0:1 Noppenberger, Foulelfmeter (4., Dütsch L.), 1:1 Gkenios (56., Pulkrabek)
Gelbe Karten: Ott - Foulspiel (31.), Meleleo - Foulspiel (84.) / Fuhrmann K. - Foulspiel (12.), Dütsch L. - Foulspiel (58.), Hofmann T. - Halten/Trikotziehen (65.)
Zuschauer: 170 | Schiedsrichter: Wolfgang Hellert (FC Lindach)


Tabelle Landesliga Nordost A


Spieltag Landesliga Nordost A


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