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Artikel veröffentlicht am 11.07.2018 um 07:00 Uhr
Bekannte Gesichter in Altenfurt: Daniel Heyn macht Spielertrainer
Der TSV Altenfurt hat mit Daniel Heyn einen alten Bekannten als Spielertrainer für die neue Saison verpflichtet. Unterstützt von Max Kleemeyer tritt er die Nachfolge von Franz Gehle an, welcher weiter als Spieler zur Verfügung stehen wird. Der Trainer ist aber nicht das einzige neue Gesicht an der Wohlauer Straße – Zeit zum Teambuilding bietet da ein Trainingslager in Österreich. 
Von Michael Watzinger
Altenfurts Trainerteam: Torwarttrainer Bruno Breinbauer, die beiden Spielertrainer Daniel Heyn und Max Kleemeier sowie Christian Reich (2. Mannschaft)
TSV Altenfurt
Heyn übernimmt von Gehle, der als Spieler bleibt

Keine Frage, in Altenfurt weht zur neuen Saison ein frischer Wind. Der TSV konnte als Nachfolger für Franz Gehle in Daniel Heyn ein bekanntes Gesicht als neuen Spielertrainer für sich gewinnen. Der vom Rivalen TSV Fischbach kommende Defensivspezialist erhält dabei (wie auch sein Trainer-Vorgänger) tatkräftige Unterstützung von Max Kleemeier, der ebenfalls als Spielertrainer tätig sein wird. Franz Gehle indes bleibt den Altenfurtern weiterhin als Spieler erhalten.

Franz Gehle (links im Bild) macht auf dem Trainerposten Platz für Daniel Heyn, bleibt dem TSV Altenfurt aber als aktiver Spieler weiterhin erhalten.
Heidi Huber

Wunsch nach offensiver Spielweise

Für Heyn ist Altenfurt die erste Station als Trainer. Auch wenn er nach vielen Jahren den TSV Fischbach schweren Herzens verließ, freut er sich merklich auf die neue Aufgabe. „In Fischbach hatte ich eine super Zeit, hatte neben dem Fußballspielen auch andere Tätigkeiten, wie die des Platzwarts, übernommen und habe viele besondere Momente miterleben dürfen wie zum Beispiel zwei Aufstiege. Jetzt bin ich aber in einem Alter, in dem ich erste Trainererfahrungen sammeln wollte und da kam das Angebot der Altenfurter zu einem perfekten Zeitpunkt“, erklärt der 35-jährige.

Angesprochen auf seine Vorstellungen als Trainer hat Heyn klare Vorstellungen. Mutig und mit zielstrebigem Umschalten nach Ballgewinnen möchte er spielen lassen - weniger Ballbesitz, mehr Pressing und mehr Zug zum Tor. „Unsere besten Torschützen hatten letzte Saison acht Tore erzielt – da ist sicherlich Steigerungspotential vorhanden“, analysiert der neue Mann auf der Kommandobrücke. Außerdem soll der Spaß am Fußball in Altenfurt weiter im Vordergrund stehen, auch wenn für ehrgeizige Ziele auch die nötige Disziplin und Ernsthaftigkeit nicht fehlen dürfen.

Güßregen einziger Abgang - gegenüber vielen Neuzugängen

Dass ihm bei diesem Unterfangen eine gerade in der Offensive ausgesprochen wichtige Stütze wegbrechen wird, ist Heyn dabei bewusst. Nicolas Güßregen verabschiedet sich beruflich in Richtung München und wird dem TSV in Sachen Kreativität aber auch als Führungspersönlichkeit sicherlich fehlen.

Auf die Dienste von Nicolas Güßregen (in rot) muss der TSV Altenfurt zukünftig verzichten, den Offensivmann zieht es berufsbedingt nach München.
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Auf der anderen Seite achtete der neue Trainer bei den Neuzugängen darauf, auch den Angriff zu verstärken: „Wir haben einige neue Spieler, die zu uns gestoßen sind und einige davon sind offensiv-orientiert. Wir wollen einfach attraktiven Fußball spielen und ich glaube, dass uns die neuen Spieler da gut zu Gesicht stehen werden.“

In der Tat kann sich Heyn über einige neue Akteure freuen: Vom ASN Pfeil-Phönix kommen Angreifer Patrick Leykam und André Horn, aus Ergolding stieß vor rund fünf Wochen Marcel Petersohn zum TSV, ebenso wie Faruk Deskaj, der zur gleichen Zeit in Altenfurt aufschlug (zuvor ohne Verein). Weitere Zugänge sind Matthias Siebauer (Privatmannschaft Franken-Pegnitz-Kicker), Kai-Louis Höhre (VfR Moorenbrunn), Semih Demir (Türk. SV Röthenbach) und Dominik Szepesi zuletzt (DJK Berg). Außerdem rücken aus der Jugend Tim Besigk, Leon Sterner und Abir Aliyi zu den Senioren auf und sorgen für frisches Blut. Außerdem freut sich Heyn auf vier weitere Akteure, die den Altenfurtern in der jüngeren Vergangenheit aufgrund diverser Verletzungen schmerzlich gefehlt haben: „Mit Mark Gschrey, Marvin Kammer, Sebastian Schuller und Stefan Walther stehen vier Spieler wieder in den Startlöchern, die verletzungsbedingt lange gefehlt haben, nun aber wieder langsam Fuß fassen. Sie könnten uns qualitativ sicher noch einmal deutlich voran bringen.“

Trainingslager als Teambuildingmaßnahme

Bei all den neuen Gesichtern liegt der Fokus des neuen Trainers erst einmal darauf, das Team schnell zusammenwachsen zu lassen. Erste ausführliche Möglichkeit bietet hierzu das am Donnerstag anstehende Trainingslager in Kelchsau (Österreich). „Wir werden voraussichtlich 26 Mann im Trainingslager dabei haben. Natürlich steht auch die eine oder andere Einheit auf der Tagesordnung, aber eben auch das Teambuilding. Wir sind oben auf einer Hütte unter uns und können uns alle besser kennenlernen – hierzu wird unter anderem ein gemütlicher Grillabend veranstaltet“, gibt Heyn einen kurzen Ausblick auf die viertägige Fahrt.

Heyn erwartet schwere Saison, ist aber positiv gestimmt

Dass den Altenfurtern und ihm ein weiter Weg bevor steht, ist dem neuen Trainer durchaus bewusst. Ganz realistisch betrachtet er die Situation in der frisch bekannt gegebenen A-Klasse 6: „Die Liga ist im Allgemeinen sehr ausgeglichen und gut besetzt. Es ist schwer hier eine Prognose abzugeben, weil viele gute Mannschaften, wie zum Beispiel Laufamholz und Glaishammer oder auch die eine oder andere 2. Mannschaft, die immer überraschen können, dabei sind. Wir wollen von Spiel zu Spiel denken und mit dem Ehrgeiz in die Partien gehen, sie auch gewinnen zu können. Toll wäre es natürlich, wenn wir uns im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern könnten.“

Letztes Jahr landete der TSV Altenfurt in der Endabrechnung auf dem vierten Tabellenplatz. Man darf gespannt sein, wie sich die Neuzugänge integrieren werden und wie die Mannschaft zusammenwächst.

Baustelle Torhüter - bald behoben?

Eine weitere Baustelle versucht der TSV derweil noch zu schließen: Nachdem sich Torwart-Altmeister Michael Hofmann vor einigen Wochen einen Kreuzbandriss zugezogen hat und eine Rückkehr ins Tor noch in den Sternen steht und auch Lukas Gehle, ein weiterer starker Schlussmann, nicht an jedem Wochenende zur Verfügung stehen wird, suchen die Altenfurter noch nach einem Keeper. Heyn hofft, dass dieses Problem bald behoben sein wird: „Beim Trainingsauftakt haben wir zwei Torhüter dabei, die sich das Ganze bei uns mal ansehen – vielleicht haben wir diese Problemzone dann geschlossen.“ Sollte das tatsächlich gelingen, kann die Saison für den TSV Altenfurt ganz sicher beginnen.  

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Tabelle A-Klasse 6


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