Generationen-Reihe: Der große Wurf gelang beim Handball - fussballn.de
Das Amateurfußballportal aus
der Region Nürnberg/Fürth
 
Artikel veröffentlicht am 29.01.2014 um 08:08 Uhr
Generationen-Reihe: Der große Wurf gelang beim Handball
Handball-Nationalspieler Steffen Weinhold und seine sportlichen Wurzeln in der Region - Einen kleinen, dafür umso prominenteren Exkurs gehen wir in unserer Generationen-Reihe. Klaus Weinhold ist den regionalen Fußballern der 1970er-Jahre noch ein Begriff als Spieler des ASV Fürth und FSV Stadeln.
Von Marco Galuska

Mindestens zu nationaler Berühmtheit brachte es sein Sohn Steffen, der einst beim TSV Altenberg kickte, sich jedoch dann früh für Handball entschied, wo er mittlerweile längst zum Nationalspieler und Europapokalsieger reifte und im Sommer von der SG Flensburg-Handewitt zum wohl besten Handballverein der Welt, dem THW Kiel, wechseln wird.

"Klaus Weinhold war ein guter Fußballer und ist ein ganz feiner Kerl", berichtet Rudi Hirschmann, Vorstand des FSV Stadeln, über seinen früheren Mitspieler, mit dem er einst gemeinsam den Bezirksliga-Aufstieg (damals 5. Liga) 1977 feierte. Noch heute ist Klaus Weinhold Mitglied in Stadeln. Das Fusballspielen begann er in der Jugend des ASV Fürth, dem er über viele Jahre die Treue hielt, ehe er 1975 zum FSV Stadeln wechselte, wo er bis zu seinem Karriereende spielte. Besonders die hochkarätig besetzten internationalen Osterturniere des ASV Fürth mit mehreren Nachwuchsteams von Bundesligisten, die an den Finaltagen weit über 1000 Zuschauer an die Magazinstrase lockten, sind Weinhold, der heute noch als Gymnasial-Lehrer in Nürnberg arbeitet, in Erinnerung geblieben. In der eigenen Schulzeit konnte Klaus Weinhold 1972 mit dem Hardenberg-Gymnasium Fürth die Nordbayerische Schulhausmeisterschaft gewinnen. Als Mannschaftskameraden in der Schule und Gegner bei ihren Vereinen kennen sich Klaus Weinhold (FSV Stadeln) und Thomas Wedel (ASV Zirndorf) seit vielen Jahren.


Rudi Hirschmann


Aufstieg in die Bezirksliga 1977: Mit dem FSV Stadeln wurde Klaus Weinhold (stehend 5.v.r.) Meister der Saison 1976/77 in der A-Klasse Nürnberg/Fürth - mit Kapitän Rudi Hirschmann (unten 2.v.r.).
Foto: Archiv FSV Stadeln

Als Weinholds Sohn Steffen über die Feiertage in der fränkischen Heimat bei den Eltern in Oberasbach vorbeischaute, nutzte Wedel die Gelegenheit, um ein außergewöhnliches Treffen für die Generationen-Reihe zu organisieren. Die fußballerische Laufbahn des 27-Jährigen ist nur Insidern bekannt - schließlich blieb sie auch nur ein überschaubares Kapitel in der sportlichen Vita des Handball-Profis. Die erfolgreiche Laufbahn als Handball-Nationalspieler begann streng genommen mit einem Fußball-Training beim TSV Altenberg. Weil jenes Training ausfiel, begleitete der 6-jährige Steffen seine ein Jahr ältere Schwester zum Handball-Training und fand prompt Gefallen daran Bälle fortan zu werfen. Eine Zeit lang spielte er Fußball und Handball gleichzeitig in Altenberg, wo der Vater oftmals schon mit laufendem Motor den Filius vom Fußballplatz zum nächsten Handballspiel chauffieren musste. Der Handball sollte aber mehr und mehr in den Vordergrund rücken. In der D-Jugend wechselte er im Handball zum TSV Zirndorf. Bei den Altenberger Fußballern spielte er dann noch drei Jahre gleichzeitig weiter, allerdings nicht mehr ganz regelmäßig - daran konnte auch einer seiner Trainer, Martin Hermann, nichts ändern - denn die Verpflichtungen in diversen Handball-Auswahlmannschaften ließen sich mit dem Kicken nicht mehr vereinbaren.


Im Alter von 15 folgte dann der nächste Schritt mit dem Wechsel zum regional führenden Handball-Klub HC Erlangen. 2007 gelang Steffen Weinhold der große Sprung in die Bundesliga, wo er mit der HSG Nordhorn den EHF-Pokal gewann und von Bundestrainer Heiner Brand erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde. Über den TV Großwallstadt, für den er drei Jahre spielte, ging es weiter in den hohen Norden zur SG Flensburg-Handewitt. Für den besten Werfer des DHB bei der WM 2013 folgte im vergangenen Sommer ein weiterer Höhepunkt der Karriere: Steffen Weinhold unterschrieb für die kommende Saison beim THW Kiel, wo er bis 2017 unter Vertrag stehen wird. Darauf wird man auch in Fürth, Oberasbach und Altenberg stolz sein.


Kommentar abgeben

Kommentare werden unter Deinem Nicknamen und erst nach Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht.

Leser-Kommentare

Hintergründe & Fakten

Keine Daten vorhanden


Zum Thema


Meist gelesene Artikel


Neue Kommentare

01.06.2026 10:39 Uhr | Chaostruppe
01.06.2026 09:20 Uhr | wopfi
01.06.2026 09:19 Uhr | Josef66
31.05.2026 10:27 Uhr | Ahnungsloser 67
30.05.2026 19:32 Uhr | Michl1972


Diesen Artikel...