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Artikel veröffentlicht am 14.06.2020 um 14:46 Uhr
Vorschlag für Bezirksligen: Fünf Aufstiegsplätze aus Ligapokal
Analog zur Regional-, Bayern- und Landesliga schlägt die Unter-Arbeitsgruppe „Bezirksspielklasse Herren“ vor, pro Bezirksliga einen zusätzlichen Ligapokal-Wettbewerb mit Vor-, Zwischen und Finalrunde einzuführen, der während der spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ausgetragen wird und zusätzliche sportliche Anreize bieten soll. Insgesamt fünf Aufstiegsplätze für die Landesligen stehen dabei in Aussicht.
Von Marco Galuska
Die Unter-Arbeitsgruppe „Bezirksspielklasse Herren“ der Lösungs-Arbeitsgruppe (LAG) „Spielbetrieb Liga und Pokal Erwachsene“ hat sich in ihrer zweiten Sitzung am Sonntagvormittag noch einmal intensiv mit der weiteren Gestaltung der aktuell aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit auseinandergesetzt, die – sofern durch staatliche Vorgaben erlaubt – ab dem 1. September fortgesetzt werden soll. Aus einer intensiven und zielorientierten Diskussion ist dabei ein konkreter Vorschlag entstanden, den alle LAG-Mitarbeiter befürworten und der nun in den kommenden Tagen allen bayerischen Bezirksligisten vorgestellt wird.

Die Empfehlung der LAG sieht – analog der Regional-, Bayern- und Landesliga – pro Bezirksliga einen zusätzlichen Ligapokal-Wettbewerb mit Vor-, Zwischen und Finalrunde vor (flexible Gestaltung je nach Pandemie-Verlauf möglich), der während der spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ausgetragen wird und zusätzliche sportliche Anreize bieten soll. In jedem Bezirk spielen die jeweiligen Ligapokal-Sieger zudem einen Bezirkssieger aus, der im Anschluss mit den sechs weiteren Bezirkssiegern in einer Relegationsrunde um insgesamt fünf direkte Aufstiegsplätze in die Landesliga kämpft. Aus der Unter-Arbeitsgruppe kam unter anderem noch die Anregung, ob man denn diese fünf Aufstiegsplätze noch erhöhen könne.

Ligapokale mit fünf Aufstiegsplätzen

Auf die Ergebnisse der regulären Saison hat der Zusatzwettbewerb keinen Einfluss. Sollte eine Mannschaft über den Ligapokal den Aufstieg schaffen, die bereits über die Liga den Sprung in die Landesliga erreicht hat, greift ein Nachrücker-Prinzip. Geht eine Mannschaft, die über die Liga absteigen würde, als Aufsteiger aus dem Ligapokal-Wettbewerb hervor, steigt diese nicht in die Landesliga auf, sondern hält als Belohnung die Klasse.

Wir wollen einen Wettbewerb mit hohem sportlichem Wert und vielen Spielen mit Derbycharakter, der sich zugleich flexibel gestalten lässt. All das bietet der Ligapokal! Natürlich ist der Wettbewerb kein vollständiger Ersatz für eine reguläre Saison, das ist uns bewusst. Wir befinden uns aber in einer außergewöhnlichen Situation – und aus dieser müssen wir das Beste machen“, erklärte Michael Tittmann, der als Mitglied im Verbands-Spielausschuss die Unter-Arbeitsgruppe leitete.

„Das ist all das, was wir wollten!

Ein Ligapokal als zusätzlicher Wettbewerb ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll. Gerade weil er für alle Vereine einen hohen sportlichen Anreiz bietet: Teams, die aktuell um den Abstieg kämpfen, haben eine weitere Chance auf den Klassenerhalt. Und Mannschaften im Tabellenmittelfeld können über diesen Weg sogar noch aufsteigen. Außerdem bleiben wir mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie flexibel“, sagte Alois Wittenzellner von der SpVgg Ruhmannsfelden (Niederbayern). Oliver Dotterweich vom 1. FC Oberhaid (Oberfranken) ergänzte: „Das ist all das, was wir wollten! Mit dem von uns vorgeschlagenen Ligapokal-Wettbewerb ist alles abgedeckt: Ein hoher sportlicher Wert und viele Spiele. Wie der Ligapokal-Wettbewerb dann genau gestaltet wird, gilt es jetzt weiter auszuarbeiten – vorausgesetzt die Bezirksliga-Klubs sehen das wie wir und stimmen dem Vorschlag zu.“ Neben Wittenzellner und Dotterweich waren als Vereinsvertreter außerdem Hans Gietl (ESV Freilassing, Oberbayern), Klaus Assum (TSV Gersthofen, Schwaben), Maximilian Biehler (SC Luhe-Wildenau, Oberpfalz), Fabian Lämmermann (1. FC Hersbruck, Mittelfranken) und Heike Stephan (TSV Forst, Unterfranken) direkt am Lösungsvorschlag der LAG beteiligt.

Im nächsten Schritt wird der erarbeitete Lösungsvorschlag den Klubs der 15 bayerischen Bezirksligen präsentiert und ein Meinungsbild abgefragt. Sollte hier ein Konsens bestehen, ginge es an die Ausarbeitung der weiteren inhaltlichen und terminlichen Gestaltung des Ligapokal-Wettbewerbs.

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