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Artikel veröffentlicht am 22.05.2020 um 06:00 Uhr
Mögliche Verlängerung: Das verrückte letzte Jahr von Uwe Paul beim BFV
Schon seit einiger Zeit war klar, dass Uwe Paul in seiner Rolle als BFV-Gruppenspielleiter in seine letzte Spielzeit gehen würde, der Abschied war für den 30. Juni 2020 geplant. Aufgrund der Corona-Krise könnte es für Paul aber zu einer außerplanmäßigen Verlängerung seiner Tätigkeit kommen, denn diese Spielzeit will er definitiv zu Ende bringen. Anschließend rücken dann andere Dinge in den Vordergrund. 
Von Michael Watzinger
Uwe Paul legt als BFV-Funktionär eigentlich zum 30. Juni sein Amt nieder- aufgrund der Corona-Krise könnte sein Engagement aber in die Verlängerung gehen.
fussballn.de / Strauch
Mögliche Verlängerung

Der Ausstieg von Uwe Paul als BFV-Gruppenspielleiter stand eigentlich schon länger fest: zum 30. Juni sollte die Amtszeit ursprünglich enden. Nun aber ist dieses Vorhaben aufgrund der Corona-Zeit für den heute 76-Jährigen mit einigen Fragezeichen versehen. "Eigentlich war ja alles schon geregelt, Ende Juni sollte Schluss sein. Durch die Corona-Pause hat sich aber natürlich auch für mich einiges verändert und es stehen einige Fragezeichen im Raum. Für mich ist klar, dass ich diese Spielzeit zu Ende bringen werde - es kann also durchaus sein, dass ich, wenn man so will, in die Verlängerung gehe", blickt Paul auf die Unklarheiten der aktuellen Spielzeit und sein damit verbundenes Engagement.

Die Corona-Zeit ist für ihn andererseits schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was nach dieser Saison kommen wird. "Im Moment vermisse ich das Ganze gar nicht so sehr. Ich kann aber nicht sagen, ob das nach meinem tatsächlichen Abschied dann auch wirklich so bleiben wird, oder ob es mich nicht doch irgendwie juckt."

Uwe Pauls Zeit als BFV-Gruppenspielleiter läuft allmählich ab. In seiner letzten Spielzeit könnte es für ihn aber aufgrund der Corona-Krise noch einmal in die Verlängerung gehen.
fussballn.de / Watzinger

Teilzeitfußballer und Unparteiischer

Für Uwe Paul endet mit seinem Amt auch ein bedeutender Abschnitt rund um das Thema Fußball. In der Jugend bei der SpVgg Fürth mit dem Fußballspielen begonnen, legte er aufgrund seiner Militärzeit eine Pause ein, um anschließend in verschiedenen Privatmannschaften wieder dem runden Leder hinterherzujagen. Nebenbei machte er auch seinen Schiedsrichterschein und nimmt - wenn auch deutlich seltener als früher - an den Sitzungen der Unparteiischen noch teil: "Den Schein habe ich zu Zeiten der Privatmannschaft gemacht, gemeinsam mit ein paar Mitspielern. Im Laufe der Jahre sind zwar einige abgesprungen, aber eine Handvoll ist immer noch dabei. Deshalb ist es für mich jedes Mal etwas Besonderes vor Ort zu sein - und ich werde das auch wieder häufiger machen, sobald mein Amt endet und ich dadurch etwas mehr Zeit habe. Es ist außerdem schön für mich, den Nachwuchs heranwachsen zu sehen. Auch wenn ich nicht mehr so oft da bin, versuche ich immer ein offenes Ohr zu haben."

Über den Enkel zum ASV Fürth

Uwe Paul bei seinem ASV Fürth.
fussballn.de

Uwe Pauls Name ist neben seiner Tätigkeit beim BFV auch viele Jahre eng mit dem ASV Fürth verbunden. Der Weg zum Team an der Magazinstraße war dabei durchaus vom Zufall geprägt: "Eigentlich hatte ich erst einmal nicht allzu viel mit dem ASV zu tun. Dann aber hat mein Enkel dort in der Jugend angefangen zu spielen und ich habe öfter zugeschaut. Irgendwann habe ich dann auch das eine oder andere Spiel seiner Jugend gepfiffen. Auf diese Weise bin ich nach und nach zum ASV gekommen und habe schließlich 1989 mein erstes Amt im Verein übernommen. Ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt, bin allgemein gerne unter Leuten. Deshalb bin ich auch lange dabei geblieben, auch wenn ich im Juni 2018 mein Amt niedergelegt habe. Es war eine tolle Zeit, die ich sehr genossen habe."

Gruppenspielleiter aus Leidenschaft 

Nun also steht für Uwe Paul der nächste Abschied von einem anderen Amt an. Mit Blick auf seine Gruppenspielleiter-Tätigkeit wird deutlich, dass der 76-Jährige viel Herzblut investiert: "Ich bin seit 2008 beim BFV tätig und hatte immer unheimlichen Spaß, auch wenn es natürlich viel Arbeit - und auch nicht immer ganz einfach - war." Auf ein Highlight während seiner Zeit beim BFV will sich Paul nicht festlegen, allgemein hat es ihm aber immer gut gefallen, "wenn auch mal kleinere Vereine erfolgreich waren und zum Beispiel als Underdogs in den Toto-Pokal eingezogen sind." 

Dass der so sympathische Gruppenspielleiter aber auch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn besitzt, wird spätestens mit der Aussage deutlich, was sein größtes Ärgernis darstellt: "Insgesamt war es schon ein guter Dialog zwischen den Vereinen und mir. Wenn aber manchmal die Dinge zum eigenen Selbstnutzen missbraucht wurden, wie die eine oder andere Platzsperre, dann ist mir das schon ein wenig sauer aufgestoßen. Ich finde ein faires Miteinander einfach sehr wichtig."

Ein stets engagierter Mitarbeiter mit offenem Ohr für seine Vereine: Uwe Paul (r.), hier bei der Relegationsplanung 2019. 
fussballn.de / Strauch

Mehr Zeit für die Familie

Allzu lange muss ich Uwe Paul mit derartigen Problemen nicht mehr herumschlagen. Wenn er - wann genau auch immer - seine Dienste gegenüber dem BFV getan hat, rücken für den 76-Jährigen andere Dinge in den Fokus. Gerade seine Familie wird dann noch deutlich mehr im Mittelpunkt stehen: "Meine Familie hat in der Vergangenheit schon auch das eine oder andere Mal zurückstecken müssen. Insgesamt würde ich sagen, dass sie sehr verständnisvoll war, auch wenn sich ab und zu Diskussionen natürlich nicht verhindern ließen - das ist aber ganz normal, denke ich. Nach dem Ende meiner Amtszeit werde ich aber sicherlich deutlich mehr Zeit haben und das Beisammensein auch in vollen Zügen genießen." Außerdem will sich Paul in Zukunft noch so manchen Wunsch erfüllen: "Ich habe noch einige Träume und Wünsche und werde die nach und nach angehen. So werde ich mir vielleicht in Zukunft auch wieder ein Aquarium mit Fischen zulegen. Die haben auf mich eine beruhigende Wirkung und gefallen mir einfach sehr gut. Ganz auf die Sportplätze und den Amateurfußball werde ich aber sicher nicht verzichten - dafür liebe ich das Geschehen einfach viel zu sehr."

Wie genau sich die Freizeitgestaltung bei Uwe Paul zukünftig auch darstellen wird, die neu gewonnene Zeit hat er sich allemal verdient - gerade, wenn er dann auch noch eine mögliche Verlängerung hinter sich gebracht haben sollte.

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Hintergründe & Fakten

Personendaten


BFV-Funktionär U. Paul

19/20
Gruppenspielleiter B-Klasse 5-9, Kreisklasse 3-5
18/19
Gruppenspielleiter B-Klasse 5-9, Kreisklasse 3-5
17/18
Gruppenspielleiter B-Klasse 5-9, Kreisklasse 3-5

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