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Artikel veröffentlicht am 29.09.2016 um 12:54 Uhr
Sportplatz Original - Alfred Stiegl: Der Alf - außerirdisches Engagement am Kornburger
Als langjähriger Fußballer, Pressewart, der über 2.000 Berichte über seinen TSV Kornburg verfasst hat, und Schiedsrichter, der sich auch vor Doppel-Einsätzen nicht scheut, kennt Alfred Stiegler die Sportplätze aus verschiedenen Perspektiven - und man kennt ihn. Ein Sportplatz Original der besonderen Sorte!
Von TSV Kornburg Fußball

Die Fußballabteilung des TSV Kornburg würdigt ihr Sportplatz Original:

Fußballverrückt muss ein Sportplatz Original schon sein; auf jenes des TSV Kornburg trifft dies zweifelsohne zu! Ein Tag von Alfred Stiegler am Sportplatz beginnt nicht selten mit einem Jugendspiel, das er am Vormittag leitet. Noch ein kurzer Trikotwechsel für ein Reserve-Spiel gegen Mittag, dann erst werden Pfeife und Karten gegen Stift und Notizblock eingetauscht, wenn die Landesliga-Kicker ihre Künste demonstrieren und der Pressewart wiederum auf Ballhöhe sein muss.


Der "Alf" ist seit 25 Jahren Schiedsrichter. Und bereits seit 1985 - und damit ein Jahr bevor sein berühmter außerirdischer Namensvetter in der US-Sitcom mit seinem Ufo in die Garage der Familie Tanner krachte - bedient er die klassischen und nun auch neuen Medien als Kornburger Pressewart. Und das fast schon mit Kultstatus. Über 2000 Berichte über die Kicker des TSV Kornburg von der damaligen B-Klasse bis zur Landesliga sind so im Laufe der Jahre entstanden - jeder Bericht eine kleine Geschichte!


Den Werdegang seines TSV hat der 1951 ins Nachkriegs-Nürnberg geborene Stiegler wie kaum ein Zweiter miterlebt. Als Spieler, der von den Schülern bis zu den Herren 30 Jahre lang die Fußballschuhe für seinen TSV Kornburg schnürte, lernte er die anfangs noch recht primitiven Sportanlagen kennen, die sich über die Jahre doch entwickelt und verändert haben. Selbst half er beim Steine klopfen mit, als in den 1970er-Jahren an der Kellermannstraße die Sportanlage der Kornburger auf Vordermann gebracht und mit einem Spiele gegen den 1.FC Nürnberg eingeweiht wurde.


In seiner aktiven Zeit im Herrenbereich spielte er meist in der Reservemannschaft, mit der er auch einige Meisterwimpel gewann. Sein größtes Spiel erlebte er aber 1968 im Nürnberger Stadion, wo er mit dem Team der Peter-Vischer-Realschule vor rund 6000 Zuschauern die mittelfränkischen Schulmeisterschaften gewann und beim 3:1-Sieg über Wassertrüdingen selbst zwei Tore beisteuern konnte. Sein Trainer war damals der legendäre Hans Ebersberger, ein Schuldirektor und Schiedsrichter ("Spiel ohne Grenzen"), der im FIFA-Regelausschuss saß.


Für viele ehemalige und auch aktuelle Fußballspieler ist der Alf die Identitätsfigur des TSV Kornburg. Dies verstärkt sich auch durch seine Aktivitäten bei diversen Feierlichkeiten. Nicht nur die selbst gereimten Gedichte auf die TSV-Fußballer bei der Weihnachtsfeier bleiben in Erinnerung.


Über den Alf könnte man noch so viel berichten. Beispielsweise, dass er einen Samba Club auf die Beine stellte und bei etlichen Meisterfeiern in der Region mit seinen Tänzerinnen ein Highlight lieferte und vor Jahren gar als Reiseleiter bei der Feuchter Aufstiegsfeier in Rio de Janeiro fungierte.


Ausgeschlafen ist der Alf praktisch immer, wenn es um seinen TSV Kornburg geht, nur einmal musste nachgeholfen werden: Als die Mannschaft mit dem Bus zum Skifahren aufbrach, verschlief er die Abfahrt, weil er tags zuvor bis spät in die Nacht beim Karteln war. Seine Mutter weckte ihn verwundert: "Vor unserem Haus steht ein Bus, wollen die zu dir?" Fünf Minuten später saß der Alf im Bus. Zur Wiedergutmachung verzechte er in den drei Tagen mit den Fußballern 1.500 Mark, aber die Summe konnte er verschmerzen. Immerhin hatte er sie gerade erst beim Karteln gewonnen.


Und auch in seiner Rolle als Sportplatz Original verschafft Alfred Stiegler seinen Fußballern vom TSV Kornburg eine Fördersumme von 250 Euro. Die Prämie für seine außergewöhnliche Story kommt von der Sparkasse Nürnberg. Mit Nürnbergs ältestem Kreditinstitut verbindet den Alf übrigens mehr als nur die Liebe für den Amateursport in der Region. Bei der Sparkasse Nürnberg erlernte er einst den Beruf des Bankkaufmanns - ausgebildet vom später langjährigen Vorstandsvorsitzenden Hubert Weiler.


Habt auch Ihr ein SPORTPLATZ ORIGINAL in Eurem Verein? Dann bewerbt Euch noch bis 30. September 2016 per Mail an sportplatz-originale@fussballn.de.

Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen findet ihr hier! 


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