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Artikel veröffentlicht am 25.09.2013 um 06:51 Uhr
Immer für ein Tor gut: Oberasbacher Torgaranten
In unserer "Generationen-Reihe" beschäftigen wir uns diesmal mit der Familie Penz. Vater Oliver Penz war über viele Jahre ein gefürchteter Strafraum-Knipser bei der DJK Oberasbach und schoss zum Karriereende auch den TSV 61 Zirndorf mit einer fast schon fabelhaften Trefferbilanz zum Aufstieg. Über Zirndorf und Vach ist Sohn Niklas als Torjäger zur DJK Oberasbach zurückgekehrt.
Von Marco Galuska /TW

Fast so sicher wie das Amen in der Kirche war über viele Jahre bei den Torschützen der DJK Oberasbach jener Name zu finden, der noch immer im Sturm des Kreisklassisten für Furore sorgt. In der Familie Penz wandelt mittlerweile Niklas auf den Spuren von Vater Oliver. Oliver Penz (Jahrgang 1967) spielte in der Jugend für den TSV 61 Zirndorf, TSV Altenberg und die SpVgg Fürth. 1984 begann seine Laufbahn bei den Herren im Trikot der DJK Oberasbach. War seine Torbilanz in Jugendjahren - in seiner ersten Saison als Fusballknirps brachte er es schon auf 120 Saisontore, beim D-Jugend-Aufstieg in Altenberg auch noch auf 78 Treffer - bereits ausergewöhnlich, so sollte der waschechte Mittelstürmer mit sage und schreibe über 1200 Punktspieltoren (!) in 34 Jahren Angst und Schrecken in gegnerischen Strafräumen verursachen.

 

Bis 1992 spielte Penz senior in Oberasbach, ehe er für zwei Jahre in die Bezirksliga zum FC Herzogenaurach wechselte, wo er natürlich auch bester Torschütze sein sollte. Dennoch zog es ihn 1994 zurück zur DJK. Wegen Schichtarbeit lies sich das Hobby Fusball trotz zweifellos ausergewöhnlichen Talents nicht mit den Anforderungen in höheren Spielklassen vereinbaren. So musste er auch ein Angebot aus der Bayernliga von der SG Quelle Fürth ausschlagen. Stattdessen blieb er zusammen mit Torwart Peter Ohr und später mit Sturmpartner Bernd Hiltl so etwas wie die Lebensversicherung der DJK. In der Saison 1997/98 steuerte er ganze 56 Tore zum Aufstieg in die Kreisklasse bei. Bemerkenswert war auch seine letzte Station im Herrenbereich, als er ab 2002 für den TSV 61 Zirndorf auf Torejagd ging und zum Ausklang seiner Karriere 2006 im Alter von 38 Jahren noch stolze 43 Tore zum Aufstieg der Bibertstädter in die Kreisklasse beitrug. Heute ist Vater Penz zwar nicht in einer offiziellen Funktionärstätigkeit bei der DJK, steht aber mit Rat und Tat zur Seite und hilft, wenn er gebraucht wird, bei Feierlichkeiten und Events gerne mit.


Sohn Niklas (Jahrgang 1990) führt seit Jahren die Penzsche Fusballtradition fort. Die Laufbahn des Juniors begann freilich bei der DJK Oberasbach, im Jahr 1994. Dabei zog es Niklas über die Jahre immer weiter in die Offensive. In der E-Jugend spielte er eine Saison im Tor, über den Libero-Posten und Aufgaben im Mittelfeld landete er dann auch doch dort, wo der Vater seine Kreise auf dem Spielfeld zog. Der Torriecher wurde in der Familie sozusagen vererbt. Im zweiten C-Jugend-Jahr wechselte Niklas zur SG Quelle Fürth. In der C- und B-Jugend schaffte er mit den Dambachern den Aufstieg in die Bayernliga. Im Winter 2007/08 zog es den A-Jugendlichen aber der Freunde wegen - die im Übrigen wie Keene, Lechner, Arold, Zucker oder Denninger noch heute (wieder) Mitspieler in Oberasbach sind - zum TSV 61 Zirndorf, wo er in der folgenden Saison 2008/09 als A-Jugendlicher den doppelten Aufstieg schaffte. Am Samstag kickte er für die A-Jugend, am Sonntag durfte er dann bei den Herren ran. Am Ende des Jahres gelang mit beiden Teams der Aufstieg. Im Jahr darauf trainierte er mit Christian Schramm sogar selbst die A-Jugend der Zirndorfer.

Niklas Penz
Niklas Penz (in weiß) mischt mittlerweile als Kapitän bei der DJK Oberasbach um die vordersten Plätze in der Kreisklasse mit. 
Jasmin Stark

 

2010 wagte Niklas Penz dann erstmals den Sprung zum ASV Vach, mit dem der direkte Wiederaufstieg in die BOL gelang. 2011 kehrte er zu seinem Heimatverein nach Oberasbach zurück und wurde dort - unterbrochen von einem kurzen Intermezzo in der Landesliga beim ASV Vach zu Beginn der Saison 2012/13 - zu einer festen Größe im Team. Mit 22 Jahren trägt Niklas Penz seit dieser Saison die Kapitänsbinde bei der DJK. Gerne würde er mit seiner Truppe in diesem Spieljahr den Aufstieg ins Kreisoberhaus packen, was seinem Vater trotz der zahlreichen Tore über die Jahre verwehrt blieb. "Es war zwar jetzt kein primäres Ziel, das zu schaffen, was mein Vater nicht geschafft hat, aber es ist natürlich das Ziel, den Verein endlich in die Kreisliga zu führen", sagt der DJK-Kapitän, der die Vergleiche mit seinen Vater bescheiden relativiert: "Ich will mich jetzt nicht schlecht machen, aber mein Vater war für die Spielklasse schon unfassbar begabt. Er war ein absoluter Torjäger, ich sehe mich eher als 'falscher 9er', der auch Angriffe selbst einleitet und auflegt." Vereinsinterne Hinweise, dass sein Vater früher öfter über 40 Tore pro Saison erzielt habe, und er doch "nur" bei rund 20 Treffern läge, kontert Niklas mit einem lässigen Augenzwinkern: "Dafür lege ich im Jahr wahrscheinlich auch 20 Tore auf." Unterm Strich dürfte die Statistik den Oberasbachern aber auch relativ egal sein, wenn Penz junior, als Spielführer, und Penz senior, als Zuschauer und Fan, den ersehnten Aufstieg am Saisonende bejubeln könnten.


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