Giuseppe Livadoti steht aktuell zusammen mit Marco Scheder als Interims-Coach in der Verantwortung.
Würzburger FV
Die "Nach-Funsch-Ära" beginnt gegen Coburg
Am vorletzten Wochenende holte der FV 04 Würzburg immerhin ein torloses Unentschieden bei der SpVgg Bayern Hof. Dennoch legte Coach Harald Funsch danach sein Amt nieder. Diesbezüglich befinden sich die Verantwortlichen aktuell im "luftleeren" Raum. Die bisherigen Co-Trainer Marco Scheder und Giuseppe Livadoti fungieren im Heimspiel gegen den FC Coburg jedoch als Interims-Übungsleiter. Auf der Suche nach einem neuen Coach geben sich die Verantwortlichen die notwendige Zeit, auf der Suche nach den nächsten Punkten eifern ihnen die Spieler hoffentlich nicht nach. Aufgrund der kritischen Tabellensituation können die "Nullvierer" jeden Zähler gut gebrauchen. Immerhin gewannen sie das Hinspiel in Coburg mit 4:1. Für Marco Scheder hinkt der Vergleich allerdings: "Ich erwarte Coburg mit einem völlig anderen Gesicht. Aber im Prinzip ist die Tabelle wirklich nur zweitrangig. Wir müssen uns auf jeden Gegner einstellen und wirklich von Spiel zu Spiel schauen. Es bringt ja nichts, wenn andere Kellerkinder verlieren, aber wir ebenfalls nicht punkten." Zuletzt analysierten die Verantwortlichen den kommenden Kontrahenten anhand von Videomaterial. Nun hoffen alle Beteiligte auf eine Trendwende, ein Heimsieg wäre dafür sicherlich hilfreich. Ein kurzfristiges Ziel gibt Scheder dann doch noch in Hinblick auf die Tabelle aus, nämlich den direkten Abstiegsrang schnell zu verlassen.
Aufgebot letztes Spiel Würzburger FV (SpVgg Bayern Hof, 11.05.2024):
Koob (46.
Pérez Hintermeier),
Wagner N. (70.
Zuljevic),
Obrusnik P.,
Wagner L. (74.
Lechner),
Illig (70.
Conte),
Lotzen,
Schäffer (70.
Hock N.),
Imgrund,
Röthlein,
Michel,
Wild /
Geier,
Kuß,
Herbert,
Krettek,
Gündling
Expertentipp von Florian Geiger
2:0
Bei dieser Szene aus dem Hinspiel packte FC-Keeper Luis Krempel sicher zu.
Mirco Schuberth
FC Coburg
Die 1:4-Schmach aus dem Hinspiel wettmachen
Würzburger FV? Da war doch was? 1:4 hieß es im Juli aus Sicht des FC Coburg. Eine mehr als deutliche Schlappe im ersten Bayernliga-Spiel nach Jahrzehnten. "Da waren wir noch nicht bayernliga-reif", erinnert sich Lars Müller an die Heimniederlage. Gut drei Monate später geht es erneut gegen den einstigen Zweitligisten und die Vorzeichen haben sich deutlich geändert. Während die Vestekicker längst in der Liga angekommen sind und am Ende der Hinrunde einen Platz im vorderen Mittelfeld belegen, gibt es an der Zellerau tiefe Sorgenfalten. Das Team ist Vorletzter und Trainer Harald Funsch vor etwas mehr als einer Woche zurückgetreten. Es gibt schlechtere Vorzeichen für das Ziel, das Lars Müller für den Rückrundenauftakt ausgibt. "Wir wollen auf jeden Fall etwas Zählbares aus Würzburg mitnehmen und die Schmach vom ersten Spieltag wettmachen." Bei bereits sechs Dreiern auf des Gegners Platz und Rang eins in der Auswärtstabelle sicher machbar. Auch wenn es am vergangenen Wochenende die dritte Niederlage auf fremdem Geläuf gab. "Unsere Punkte müssen wir gegen andere holen", blickt Lars Müller noch einmal auf das 0:2 in Hankofen, das aus seiner Sicht ein "verdienter Sieg" für den Regionalliga-Absteiger war. Vor allem vor der Pause seien die Coburger nur schwer ins Spiel gekommen und hätten Glück gehabt, dass es "nur" 0:1 stand. Nach dem Wechsel habe man den Gegner dann besser angelaufen und auch zu Fehlern gezwungen. Allerdings vergab Aykut Civelek den möglichen Ausgleich und man kassierte noch das 0:2. Damit beträgt der Abstand auf die Schleuderplätze nach unten nach der Hinrunde immerhin acht Zähler. Der auf die direkten Abstiegsränge, genauer gesagt auf den WFV, gar 14. Wenn es nach Lars Müller geht, sollen es am Samstagabend auf keinen Fall weniger sein. "Für mich ist das ein Sechs-Punkte-Spiel, in dem wir verhindern wollen, dass das Ganze enger zusammenrückt", macht der Coach der Vestekicker, der auf den kranken Lars Schilling verzichten muss, klar.
Aufgebot letztes Spiel FC Coburg (SpVgg Hankofen, 18.05.2024):
Krempel,
Dilauro,
Baur,
Kirchner,
Schilling,
Siller,
Civelek A.,
Mayr (62.
Guhling A.),
Knie (82.
Gümeci),
König (68.
Späth),
Seiler (76.
Kling) /
Schäfer,
Sener G.,
Schwarz Dominik.,
Guhling R.
Expertentipp von Marco Heumann
1:3