Schwabachs Trainer Christopher Hofbauer spricht von verschenkten Punkten und will mit seinem Team wieder in der Tabelle klettern.
fussballn.de / Strauch
SC 04 Schwabach
Zu Hause wieder den Ton angeben
Ein 2:2 gab es für die Schwabacher gegen Weißenburg in einem Spiel mit Wendungen, Höhen und Tiefen. Irgendwie sinnbildlich für den
Saisonverlauf des SC 04, wie auch Trainer Christopher Hofbauer findet und von "verschenkten Punkten" im Nachgang spricht: "Bei beiden
Gegentoren tun wir alles dafür, dass der Gegner erfolgreich abschließen kann.
Das ärgert mich und uns alle schon sehr! Einfach weil es total unnötig war. Der
0:1-Rückstand resultiert aus einem offensiven Freistoß für uns im gegnerischen
Strafraum. Danach haben wir eine gute Phase und drehen innerhalb weniger
Minuten die Partie. Dann lassen wir den Gegner wieder aus dem Nichts den
Ausgleich schießen. Wir haben mehr als 65 % Ballbesitz und teilen uns am Ende
wegen Unachtsamkeiten die Punkte." Tabellarisch gehören die Schwabacher zu einem Quintett im gesicherten Mittelfeld. Die Motivation, am Freitag mit einem Sieg wieder zu
klettern, hat auch Hofbauer beim Blick auf die Tabelle, sagt aber auch: "Wir wollen nicht dauernd nur
schwarz und weiß sehen. Es läuft nicht alles schlecht, am Ende kann man von uns
trotzdem mehr erwarten. Definitiv wollen wir ein paar Plätze weiter nach oben
in den verbleibenden Spielen." Gegner Weisendorf musste noch am Dienstag ran (0:3 bei Quelle Fürth). Hofbauer will die kurze Regenerationszeit für den ASV nicht überbewerten: "Solange ich das Geschehen in
Weisendorf verfolge, hat der Bernd mit seinem Trainerteam es immer hinbekommen,
dass die Spieler extrem fit sind. Natürlich kann es im Verlauf des Spiels ein
kleiner Vorteil werden, wenn die Beine anfangen, schwer zu werden. Uns allein
darauf zu verlassen, halte ich für falsch. Wir wollen trotzdem zuhause den Ton
angeben und wieder befreiter nach vorn spielen. Defensiv gut stehen und
entschlossen verteidigen, sonst wird es trotz der kurzen Pause für Weisendorf
schwer."
Aufgebot letztes Spiel SC 04 Schwabach (TSV Burgebrach, 24.04.2026):
Zierock,
Zillmann (69.
Arnold),
Weiß,
Woleman,
Wackersreuther,
Abu-Baji (70.
Blum),
Götz,
Riegel (57.
Omoregbee),
Papp (85.
Schneider L.),
Sauerstein,
Herger (88.
Schuster) /
Azizou,
Schipke,
Gubesch
Expertentipp von Marco Galuska
2:1
Andreas Schmidt freut sich auf das dritte Flutlichtspiel in Serie.
Sebastian Baumann
ASV Weisendorf
ASV will defensiv stabiler stehen
Der ASV Weisendorf steht vor dem dritten Flutlicht-Auswärtsspiel binnen weniger Tage. Nach der deutlichen Niederlage bei Quelle Fürth fordert nun der SC 04 Schwabach die Mannschaft. Der Blick geht klar nach vorne – mit einem Schwerpunkt, der zuletzt Probleme bereitet hat.
Die Niederlage bei Quelle Fürth fiel deutlich aus – und sie war aus Sicht des ASV Weisendorf auch verdient. „Das war völlig verdient verloren, auch in der Höhe“, stellte Co-Trainer Andreas Schmidt klar. Die Gastgeber präsentierten sich über die gesamte Spielzeit hinweg aggressiver und konsequenter in den Zweikämpfen.
Quelle setzt Weisendorf früh unter Druck
Vor allem das intensive Pressing stellte Weisendorf vor große Probleme. „Quelle war deutlich zweikampfstärker und bissiger. Sie sind teilweise mit zwei, drei Leuten auf den Ballführenden gegangen“, erklärte Schmidt. Seine Mannschaft fand dagegen kaum Mittel, um sich aus diesen Situationen zu lösen. Viele zweite Bälle landeten beim Gegner, das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch – allerdings mit Vorteilen für die Hausherren.
Besonders bitter: Die Gegentore fielen zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten. „Erste gefährliche Aktion gleich das 1:0 und direkt nach der Halbzeit wieder die erste Aktion zum 2:0“, so Schmidt. Zwar versuchte Weisendorf im Anschluss, noch einmal Druck aufzubauen, kam auch zu einzelnen Möglichkeiten, blieb aber ohne Erfolg. „Wir haben es nicht geschafft, ein Tor zu machen – und dann geht die Niederlage auch so in Ordnung.“
Schwabach wartet mit starker Offensive
Viel Zeit zur Analyse bleibt nicht, denn bereits das nächste Auswärtsspiel steht an – erneut unter Flutlicht, diesmal beim SC 04 Schwabach. Die Aufgabe wird anspruchsvoll. „Ich erwarte einen sehr guten Gegner mit hoher Qualität im Kader“, sagte Schmidt. Besonders die Offensive der Schwabacher schätzt er als gefährlich ein: „Das sieht man auch an den geschossenen Toren.“
Für den ASV wird es entscheidend sein, defensiv kompakter aufzutreten. „Wir haben in den letzten Spielen immer wieder frühe Gegentore bekommen. Das gilt es unbedingt zu vermeiden“, betonte der Co-Trainer. Der Fokus liege klar auf einer stabileren Defensivarbeit und mehr Konsequenz in den Zweikämpfen.
Neben der taktischen Ausrichtung spielt auch die Belastung eine Rolle. Drei Flutlichtspiele innerhalb einer Woche verlangen der Mannschaft einiges ab. „Das wird wieder ein intensives Spiel“, ist sich Schmidt sicher, blickt aber dennoch positiv voraus: „Wir freuen uns auf einen guten Gegner und auf ein gutes Spiel.“
Aufgebot letztes Spiel ASV Weisendorf (SpVgg Mögeldorf 2000, 25.04.2026):
Limmeroth (74.
Schütz),
Scharschmidt (70.
Weße),
Fierus T.,
Prell,
Schieb (59.
Selmani Ar.),
Geyer (59.
Selmani Ad.),
Schmidt,
Rastoder A.,
Beuschel,
Bogade (46.
Ademi) /
Oldenburg K.,
Wild,
Mehic
Expertentipp von Sebastian Baumann
1:1