von fussballn.de / Watzinger
Der Post-SV übernahm auf dem heimischen Kunstrasen – das Heimrecht wurde bei der Nachholpartie des 12. Spieltags getauscht – von Beginn an die Spielkontrolle. Nach neun Minuten allerdings unterlief dem Gastgeber ein kapitaler Fehlpass im Aufbauspiel, welchen Mario Tsaridis eiskalt zur Hellas-Führung in die kurze Ecke nutzte. Mit dem Treffer im Rücken standen die Gäste fortan recht tief und ließen kaum Lücken im Defensivverbund. Nach 17 Minuten kam ein tiefer Rhouma-Freistoß aus der eigenen Hälfte über Umwege zum freistehenden Sezer, dessen Schuss gerade noch von der Linie gekratzt wurde. Die folgende Ecke von rechts fand anschließend wiederum Rhouma, der sehenswert in der Luft stand und auf 0:2 stellte. Der zweite Gegentreffer hinterließ bei der Heimelf kurzzeitig Spuren: Nach einem Missverständnis spitzelte Routinier Stefan Kühnlein den Ball am herauslaufenden Keeper Tischhöfer vorbei, Rupprecht lief jedoch energisch hinterher und klärte in höchster Not (31.). In der Folge arbeitete sich der Post-SV dann aber spürbar besser ins Spiel: ein erster Abschluss durch Moumouni geriet deutlich zu zentral und wurde für Hellas-Keeper Gräf zur einfachen Beute (33.), Schneiders Kopfball nach Döring-Flanke flog knapp über die Latte hinweg (36.). Fünf Minuten vor der Pause drückte Moumouni nach einer Ecke zum vermeintlichen Anschluss ein, wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen. Und auch 120 Sekunden später landete ein starker Angriff der Hausherren über links im Kasten der Griechen, doch wieder ging die Fahne hoch - so blieb es beim 0:2-Halbzeitstand.
Auch nach dem Seitenwechsel war den Ebensee-Kickern das Bemühen klar anzumerken. Der erste Abschluss im zweiten Abschnitt gehörte allerdings den Gästen, als Tsaridis mit einem Schuss aus spitzem Winkel PSV-Schlussmann Tischhöfer vor keinerlei Probleme stellte (51.). Auf der Gegenseite rutschte ein Niklaus-Freistoß aus dem Halbfeld durch, der eingewechselte Brülls verpasste aber am zweiten Pfosten denkbar knapp (53.). Die Heimelf war in der Folge klar am Drücker, nach einer scharfen Hereingabe des ebenfalls zur Pause gekommenen Hrissopoulidis von rechts wurde aber gerade noch vor dem einschussbereiten Dogru geklärt (56.). In der 64. Minute fiel aber doch der verdiente Anschlusstreffer: Nach einem Foul von Rhouma erfolgte eine starke Vorteilsauslegung des Unparteiischen Marcel Gumbrecht und Renè Schneider gelangte an den Ball. Aus 22 Metern halblinker Position fasste dieser sich ein Herz und schlenzte sehenswert zum 1:2 in die lange Ecke. Erneut nur drei Zeigerumdrehungen kam jener Schneider im Gästestrafraum zu Fall, auf den Pfiff wartete die Heimelf aber vergeblich. In der Folge drückte Post immer weiter nach vorne, klare Torchancen erspielte sich die Wieczorek-Elf dabei aber kaum. Dennoch rannten die Gastgeber selbst bei zwischenzeitlicher Unterzahl - Brülls hatte nach einem harten Einsteigen gegen Koulouris in der 82. Minute eine Zeitstrafe kassiert – immer wieder an und wollte den Ausgleich erzwingen. In der 86. Minute setzte Stefan Kühnlein, inzwischen als Innenverteidiger in das Sturmzentrum beordert, einen Hrissopoulidis-Chip klar über das Tor, wurde abschließend aber ohnehin wegen Abseits zurückgepfiffen. In der insgesamt achtminütigen Nachspielzeit verteidigten die Griechen das Powerplay der Hausherren mit allen Mitteln, der eingewechselte und bereits verwarnte Iosifidis ließ sich bei seiner Auswechslung allerdings zu viel Zeit und sah dafür die Ampelkarte (95.). Mit der letzten Aktion des Spiels köpfte Leon Kühnlein die Kugel knapp am Gäste-Tor vorbei und das Spiel war entschieden. Durch den Dreier schieben sich die Griechen vom Tabellenende und reichen die Rote Laterne an Tuspo Nürnberg weiter.
Spielbericht eingestellt am 30.11.2024 19:35 Uhr