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Artikel veröffentlicht am 04.02.2021 um 12:00 Uhr
Linhardt und Kiymaz gehen im Sommer: Abschied mit Aufstieg beim SV Wacker?
Ende Mai übernahm mit Michael Linhardt und Cihan Kiymaz ein neues Trainer-Duo die Verantwortung beim SV Wacker Nürnberg. Derzeit auf dem dritten Tabellenrang der Kreisklasse 5 beheimatet darf man sich auf der Wacker-Alm nach wie vor noch Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Kreisliga machen. Nach der aktuellen Spielzeit steht dann allerdings abermals ein Positionswechsel an der Seitenlinie an, wie nun erklärt wurde. 
Von Michael Watzinger
Michael Linhardt verlässt den SV Wacker ebenso zum Saisonende wie Co-Trainer Cihan Kiymaz.
fussballn.de/Schlirf
Schnuppern an der Relegation

Seit Ende Mai ist das Trainer-Duo Michael Linhardt / Cihan Kiymaz auf der Kommandobrücke des SV Wacker und lösten damit Ilja Zarkov und Niko Laiker ab. Nach dem überstandenen ersten Corona-Lockdown und darauf folgenden vielversprechenden Testspielergebnissen setzte es zum Pflichtspiel-Auftakt in der Kreisklasse 5 zunächst eine bittere 2:3-Niederlage gegen den TSV 1861 Zirndorf, ehe gegen die DJK Concordia Fürth (6:3) und die SG Eintracht Falkenheim (5:1) zwei deutliche Heimsiege herausspringen sollten. Somit steht der Kreisliga-Absteiger in der Winterpause mit 33 Punkten auf einem aussichtsreichen dritten Tabellenrang und darf sich berechtigte Hoffnungen auf die Aufstiegsrelegation machen. Und auch im Ligapokal liegt der SVW mit einem Sieg und einer Niederlage noch ordentlich im Rennen im neugeschaffenen Wettbewerb.  

Linhardt-Abschied durch Wohnortwechsel 

Trotz der sportlich durchaus vielversprechenden Perspektive entschied sich Cheftrainer Michael Linhardt nun jedoch für einem Abschied zum Saisonende. Jene Entscheidung hatte in erster Linie private Gründe, wie der 34-Jährige erklärt: "Zunächst einmal möchte ich mich beim SV Wacker ganz herzlich für die Chance bedanken, meine ersten Schritte als Trainer im Seniorenbereich gehen zu können. Ich bin nach wie vor dankbar, dieses Vertrauen geschenkt bekommen zu haben und muss klar sagen, dass mein Abschied in erster Linie mit meinem Umzug nach Büchenbach zusammenhängt. Als Vater zweier kleiner Kinder, verbunden mit dem weiteren Anfahrtsweg und einem somit erhöhten Zeitaufwand, habe ich mich daher entschieden, meinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Ich bin ein Typ, der immer 100 Prozent gibt - und genau das kann ich unter den aktuellen Umständen für die neue Spielzeit nicht garantieren. Ich werde mich daher in nächster Zeit eher in Richtung des Kreises Neumarkt/Jura orientieren." 

Aufgrund seines Wohnortwechsels wird Cheftrainer Michael Linhardt den SV Wacker nach dieser Spielzeit verlassen.
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Kiymaz offen für neue Aufgabe

Genauso wie Linhardt wird auch dessen spielender Co-Trainer, Cihan Kiymaz, die Wacker-Alm nach dieser Saison verlassen. "Letztendlich bin ich mit und wegen Linni zum SV Wacker gekommen und habe dort meine ersten Eindrücke als Trainer sammeln können, wofür ich mich noch einmal bei den Verantwortlichen bedanken möchte. Mit seinem Abschied haben sich für mich nun die Voraussetzungen verändert, weshalb ich mich nach dieser Saison ebenfalls neu orientieren werde."

Wie es in Zukunft für den torgefährlichen Offensivmann (19 Treffer in 20 Partien der Kreisliga und Kreisklasse in dieser Spielzeit) genau weitergehen wird, ist derweil noch offen: "Ich kann mir einerseits vorstellen, erneut in einem Trainer-Duo zu arbeiten und hätte hierfür sogar schon einen Bezirksliga-erprobten Bekannten, der das mit mir zusammen machen würde. Allerdings ist das nur eine Möglichkeit und für mich kein Muss, sodass ich mir durchaus auch vorstellen kann, in Zukunft erst einmal wieder als Spieler aktiv zu sein und erst später wieder in den Trainerbereich zu wechseln. Letztlich muss einfach das Gesamtpaket passen - das ist für mich das Wichtigste", führt Kiymaz aus. 

Auch Co-Trainer Cihan Kiymaz wird den SV Wacker nach dieser Spielzeit verlassen - welche Rolle er dabei zukünftig einnehmen wird steht dabei allerdings noch nicht fest.
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Aufstieg als krönender Abschluss?

Trotz des Abschieds zum Saisonende will das Trainer-Duo den Blick aber gar nicht allzu weit in die Zukunft richten. Beide Übungsleiter betonen, die übrigen Partien nutzen zu wollen, um mit dem SV Wacker am Ende einen krönenden Abschluss feiern zu können: "Wir haben eine unheimlich starke Truppe beisammen, die aus wirklich tollen Jungs besteht. Wir sind es ihnen und auch uns selbst absolut schuldig - sobald es wieder zugelassen wird - wieder weiter Vollgas zu geben und alles für den Erfolg zu tun. Unser Ziel ist es natürlich in die Relegation einzuziehen und dort dann einen neuen Anlauf auf die Kreisliga zu nehmen. Ein Aufstieg zum Abschied wäre etwas ganz Besonderes und ein krönender Abschluss", offenbart der scheidende Cheftrainer Linhardt seine Gedanken an ein optimales Ende auf der Wacker-Alm.

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