EM-Kapitän Steffen Weinhold stammt aus Oberasbach, spielte in der Jugend beim TSV Altenberg und beim TSV Zirndorf und hat am Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach sein Abitur gemacht. Als Mannschaftskameraden in der Schule und Gegner bei ihren Vereinen kennen sich Klaus Weinhold, Vater von Steffen Weinhold, und Thomas Wedel seit vielen Jahren. Schon vor zwei Jahren berichteten wir in unserer Generationen-Reihe über die Familie Weinhold. Steffen Weinholds früherer Fußball-Jugendtrainer beim TSV Altenberg, Frank Fechner, äußerte sich erst kürzlich: "Gottseidank hab ich ihn damals nicht überredet weiter Fußball zu spielen."
Das Kurzinterview mit Steffen Weinhold
Thomas Wedel: Hallo Steffen, beschreibe uns doch einmal Deine Gefühlslage nach dem Endspielsieg und beim Empfang in Berlin?
Steffen Weinhold (29):
Es ist schwierig, diese Gefühle zu beschreiben. Alle Spieler haben für einander gekämpft und dabei die Mannschaft über alles gestellt. Und genau das macht den Sieg noch schöner, weil der Teamspirit so groß war.
Wie ordnest Du diesen Erfolg ein, beispielsweise im Vergleich mit dem Champions-League-Sieg mit Flensburg?
Weinhold:
Für Deutschland einen Titel zu gewinnen, ist schon etwas sehr besonderes. Trotzdem fällt es schwer Titel zu vergleichen. Jeder hat seine eigene Geschichte.
Mit der Qualifikation für Olympia geht doch bestimmt ein Kindheitstraum von Dir in Erfüllung, oder?
Weinhold:
Ja, aber ich glaube, in Erfüllung geht der Traum erst, wenn man vor Ort ist und dann wirklich dabei sein kann. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Ich träume aber natürlich schon von Rio.
Wie sieht es mit Deiner Verletzung (Muskelbündelriss im Adduktorenbereich des linken Oberschenkels) aus?
Weinhold:
Ich werde morgen mit meinem Arzt den weiteren Verlauf der Reha besprechen. Jetzt habe ich auf jeden Fall Zeit, an meinem Körper zu arbeiten, um im Sommer topfit zu sein.
Vielen Dank für das nette Interview, Steffen!