Ab der Saison 2012/2013 ist die zweigleisige Bezirksliga die höchste Spielklasse in Mittelfranken
Am Montagabend stand der Beschluss fest: Ab der Saison 2012/2013 gibt es im Fußballbezirk Mittelfranken keine Bezirksoberliga mehr. Damit kamen die Vereinsvertreter dem ausdrücklichen Wunsch des Bayerischen Fußballverbands (BFV) nach, sich im Sinne einer einheitlichen Spielklassenregelung unterhalb der Landesliga festzulegen. Mittelfranken ist nach Oberbayern der zweite Fußballbezirk, der die Reform formal abgesegnet hat.
Es wurde eine überraschend kurze Angelegenheit im Nebenraum der Gaststätte des Süd-Bezirksligisten FV 1923 Wendelstein. Bezirksspielleiter Ludwig Beer („Der Vorschlag gefällt mir“) und Verbandsspielleiter Josef Janker („Man muss diese Chance nutzen“) versuchten die „Informationsveranstaltung“ zu nutzen, um noch einmal in kurzen Zügen die Vorteile der Neuregelung zu erläutern und verwiesen auf den deutlichen Wunsch seitens der Verbandsspitze, in allen Bezirken eine einheitliche Regelung zu finden. Oberbayern war diesem bereits nachgekommen, in den anderen Bezirken gibt es mündliche Absichtsbekundungen des Bezirksausschusses. Hätte man sich gegen die Abschaffung der Bezirksoberliga entschieden, wäre nur dem dortigen Meister auch ein Startplatz in der nächsthöheren Landesliga sicher.
In einer offenen Diskussionsrunde kritisierten einige Vereinssprecher vor allem die Informationspolitik des Verbandes. Noch vor wenigen Wochen wurde von mehreren Optionen gesprochen, von denen nur eine die Abschaffung der Bezirksoberliga vorsah. Überhaupt sollten die Vereine in den Bezirken völlig unabhängig von den Vorstellungen des Verbandes entscheiden. Nun kam es anders, aus den drei Optionen wurde letztendlich eine und aus einer Informationsveranstaltung wurde eine Abstimmung. Weniger als drei Minuten dauerte es, dann war das Schicksal der BOL besiegelt. Von den 49 Vereinen sandten nur 29 einen Vertreter nach Wendelstein, 28 davon stimmten dem BFV-Vorschlag und damit der Abschaffung der Bezirksoberliga zu.
Somit verbleiben ab der Saison 2012/2013 zwei Bezirksligen auf Bezirksebene, darüber unterstehen fünf Landesligen, zwei Verbandsligen und eine Liga mit dem Arbeitstitel „Regionalliga-Bayern“ direkt dem BFV. Dass Bayern als einziger Landesverband eine eigene Liga als vierthöchste deutsche Spielklasse bekommt, dürfe jedenfalls als Wertschätzung verstanden werden, so Janker. Dagegen müssen sich beispielsweise Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammen die Regionalliga "Südwest" teilen!
Ligensystem
| Alt
| Neu
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1.
| Bundesliga
| Bundesliga
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2.
| 2. Bundesliga
| 2. Bundesliga
|
3.
| 3. Liga
| 3. Liga
|
4.
| Regionalliga Süd
| Regionalliga-Bayern
|
5.
| Bayernliga
| 2 Verbandsligen
|
6.
| 3 Landesligen
| 5 Landesligen
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7.
| Bezirksoberliga Mfr.
| 2 Bezirksligen
|
8.
| Bezirksliga Süd/Nord
| 6 Kreisligen
|
Modus für das Qualifikationsjahr 2011/2012:
- Meister der BOL nimmt an der Qualifikation zur Verbandsliga teil
- Plätze 1-6 sind direkt für die Landesliga qualifiziert
- Plätze 7-12 + die Meister der Bezirksligen spielen um vier freie Plätze in der Landesliga
- Plätze 13-16 steigen in die Bezirksliga ab
Aufstiegsmodus in der zweigleisigen Bezirksliga ab der Saison 2012/2013:
- Beide Meister steigen direkt in die Landesliga auf
- Beide Vizemeister nehmen an der Relegation zur Landesliga teil
- In beiden Ligen steigen vier Mannschaften direkt in die Kreisliga ab
- Sechs Kreisliga-Meister steigen direkt auf
- Sechs Kreisliga-Vizemeister spielen Relegation um zwei freie Bezirksliga-Plätze
- In zwei bis drei Jahren soll die feste Sollzahl von 16 Teams in beiden Bezirksligen erreicht sein