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Artikel veröffentlicht am 02.07.2026 um 14:15 Uhr
Trauer um Rainer Wölzlein: Mehr als ein herausragender Spielleiter
Der Amateurfußball im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe trauert: Rainer Wölzlein, der allseits beliebte und bis zuletzt engagierte BFV-Gruppenspielleiter, ist im Alter von nur 48 Jahren verstorben. Für die anstehende Saison hatte Wölzlein, der bei seinem Stammverein FV Fortuna Neuses mehr als nur die gute Seele war, noch die Wiedereinführung der Reserve-Runde im Raum Frankenhöhe auf den Weg gebracht. Nun fehlt er sehr.
Von Marco Galuska
Rainer Wölzlein
BFV
Die Corona-Pandemie stand noch am Anfang, als der damalige Kreisspielleiter Thomas Raßbach sein neues Team in der Spielleitung der Herren im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe bekannt gab. "Ich habe damals einen Nachfolger für Wolfgang Stocker gesucht. Rainer hatte schon einen sehr guten Ruf als Vereinsfunktionär und Teamplayer", erinnert sich Raßbach über sechs Jahre zurück und war glücklich darüber, dass Rainer Wölzlein nach kurzer Bedenkzeit schließlich seine Zusage gegeben hatte, auch im Verband tätig zu werden.

Es war ein Glücksgriff für den Amateurfußball an der Basis, den Wölzlein wahrlich aus nächster Nähe kannte – er wohnte nur einen Steinwurf entfernt vom Sportplatz seines FV Fortuna Neuses. Er arbeitete mit viel Herzblut und Fleiß im Verein und seit 2021 eben auch im Verband. "Es war eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Rainer war ein vorbildlicher Mensch, ein Freund, der seinen Vereinen immer zur Verfügung stand. Der Fußballkreis Nürnberg/Frankenhöhe verliert mit ihm mehr als einen herausragenden Spielleiter", sagt Raßbach zum viel zu frühen Abschied Wölzleins.

Ausgerechnet am Tag, an dem offiziell das neue Spieljahr startet, galt es, Abschied zu nehmen von Rainer Wölzlein, der sich für die Saison 2026/27 besondere Gedanken gemacht hatte – persönlich und für das Wohl der Vereine, das für ihn immer im Vordergrund stand. Anfang März sprach er im Interview noch ausführlich mit fussballn.de über seine Pläne: "Es ist jetzt eine neue Periode im Verband gestartet, die vier Jahre dauert. Und da fragt man sich persönlich schon, ob man der Aufgabe über den gesamten Zeitraum noch gerecht werden kann. Ich habe das für mich beantwortet, dass es zumindest nicht mehr für volle vier Jahre sein wird. Die Saison 2026/27 werde ich aber auf jeden Fall noch machen."

In der Winterpause hatte Wölzlein die Sorgen der Vereine im südlichen Raum der Frankenhöhe zum Anlass genommen, um die Wiedereinführung der Reserverunden auf den Tisch zu bringen. Im Frühjahr wurde es konkret. Anfang Juni dann konnte Rainer Wölzlein vermelden, dass es zwei Reserverunden geben würde. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen und dem Funktionärsteam um den neuen Kreisspielleiter Tamer Amet lief hervorragend. "Er war einer der tollsten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Ich vermisse ihn jetzt schon", schrieb Amet unmittelbar, nachdem er die traurige Nachricht von der Familie erfuhr. Wölzlein, der Teamplayer, war über die Verdienste bei seinem Heimatverein hinaus längst ein unverzichtbarer Teil des hiesigen Amateurfußballs geworden. Er kümmerte sich um das Wohlergehen der B-Klassen-Teams, stand aber ebenso auch dem Regionalligisten SpVgg Ansbach mit Rat und Tat zur Seite.

Dabei hatte Wölzlein nicht gerade einen leichten Start ins Leben. Mit einer Stoffwechselkrankheit geboren, bekam er nach langer Wartezeit vor 15 Jahren eine neue Leber und eine neue Lunge. Dankbar für diese Chance setzte er sich aktiv für das Thema Organspende ein. „Nehmt eure Organe nicht mit in den Himmel“, lautete seine Botschaft, „denn auf der Erde werden sie noch gebraucht.“

Dass ihm die Gesundheit nun auf andere Weise dann so unerwartet und plötzlich einen Strich durch die eigenen Pläne mit der Familie, aber auch im geliebten Fußball (in seiner letzten Nachricht haderte er noch mit der aus seiner Sicht "trotzdem nicht guten Einteilung der Kreisklassen", an der er mit Akribie gefeilt hatte) machte, lässt viele Menschen traurig zurück. "Ich will den Vereinen gerecht werden und den Spielbetrieb auch gut hinterlassen", hatte er im März noch gesagt. Dass das Vermächtnis schon vier Monate später Realität wird, ist erschütternd.

Mach's gut, Rainer, du warst ein echter Gewinn und mehr als nur ein herausragender Spielleiter!

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Leser-Kommentare

Steckbrief R. Wölzlein

Rainer Wölzlein
Alter
48
Todestag
01.07.2026
Geburtsort
Neuendettelsau
Wohnort
Neuses
Nation
Deutschland
Beruf
Finance Specialst
Hobbies
Hund, Fußball
Lieb.-Position
Sturm


BFV-Funktionär R. Wölzlein

25/26
Gruppenspielleiter Kreisklasse 1, A-Klasse 1, 2, B-Klasse 1, 2
24/25
Gruppenspielleiter Kreisklasse 1, A-Klasse 1, 2, B-Klasse 1, 2
23/24
Gruppenspielleiter Kreisklasse 1, A-Klasse 1, 2, B-Klasse 1, 2
22/23
Gruppenspielleiter Kreisklasse 1, 2 A-Klasse 1, 2, B-Klasse 1-3
21/22
Gruppenspielleiter Kreisklasse 1, 2 A-Klasse 1, 2, B-Klasse 1-3

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