Zum Abschied: Gute Ansbacher unterliegen Würzburg zu deutlich - fussballn.de
Das Amateurfußballportal aus
der Region Nürnberg/Fürth
 
Artikel veröffentlicht am 16.05.2026 um 16:00 Uhr
Zum Abschied: Gute Ansbacher unterliegen Würzburg zu deutlich
SPIELTAG AKTUELL Freilich, die ganz große Spannung war beim regulären Saisonabschluss in der Regionalliga Bayern nicht mehr gegeben: Die SpVgg Ansbach empfing vor 1285 Zuschauern die Würzburger Kickers und erlebte durch Kroiß (2.) einen Blitzstart, den die Gäste noch in der Anfangsphase drehten. Dass es am Ende eine 1:4-Niederlage wurde, gab die gute Ansbacher Leistung eigentlich nicht her, war aber letztlich auch kein Beinbruch.
Von Marco Galuska
Niklas Seefried zeigte bei seinem Abschied noch einmal eine gute Leistung, wie die SpVgg Ansbach überhaupt, nur im Ergebnis spiegelte es sich nicht wider.
fussballn.de
Der Fokus beim Saisonabschluss lag beidseitig nicht mehr komplett auf dem Resultat. Schließlich waren die Ansbacher seit Wochen rechnerisch gerettet, die Würzburger Kickers spätestens mit dem Verzicht der SpVgg Unterhaching der definitive Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga, sodass die Gäste noch einmal die Chance zum Durchrotieren nutzten. Gerade bei den Nullneunern war das letzte Heimspiel dafür da, von zwei langjährigen Stammkräften Abschied zu nehmen: Neben Niklas Seefried wurde auch Sven Landshuter rechtzeitig fit, um noch einmal in die Startelf zu rücken. Auch für Jan Mottl war es das letzte Spiel im Ansbacher Tor. Zudem wurden vor dem Spiel Salih Sen und Luca Glanz verabschiedet. Für 200 Spiele wurde Riko Manz ausgezeichnet, Patrick Kroiß gar für 300 Einsätze geehrt.

Mit Torwart Jan Mottl, Sven Landshuter und Niklas Seefried (v.l.n.r.) stand ein Trio letztmals in der Ansbacher Startelf.
fussballn.de

Eine Kombination der Geehrten bzw. Verabschiedeten bescherte den Ansbachern dann gleich einen Traumstart. Manz spielte den Ball aus der Defensive über die linke Außenbahn auf Seefried, der sah, dass der herausgeeilte Kickers-Keeper Guttenberger weggerutscht war, und brachte den Heber aus dem Halbfeld aufs verwaiste Tor. Kroiß setzte entscheidend nach, um die Kugel zum 1:0 über die Linie zu drücken. Würzburg zeigte sich davon so gar nicht geschockt. Mit etwas Glück in der Entstehung kam Nischalke an den Ball, vernaschte Oberseider und glich nach sieben Minuten aus. Dann patzte Mottl, als er außerhalb des Strafraums an der Grundlinie den Ball an Hemmerich verlor, der maßgenau aus spitzem Winkel ins verwaiste Tor traf und die Partie nach acht Minuten auf 1:2 gestellt hatte.

Niklas Seefried hatte bei seinem Abschiedsspiel zur frühen Führung vorgelegt, die Jubilar Patrick Kroiß (im Hintergrund) zum 1:0 verwertete.
fussballn.de

Nach der wilden Anfangsphase beruhigte sich das Spiel etwas, ehe Mitte des ersten Durchgangs der nächste Chancen-Dreierpack folgte: Für Würzburg verfehlten Schmidt per Schlenzer knapp und Cisse per Kopf (22.,23.), bei den Hausherren geriet Landshuters Abschluss etwas zu unplatziert und landete in Guttenbergers Armen (24.). Kurz vor der Pause schnupperten die Ansbacher dann am Ausgleich, als Lukas Schmidt scharf den Ball vors Tor zog und dort gerade noch vor Kroiß zur Ecke gerettet wurde. Dieser hatte es dann auch in sich: Landshuter wurde jedoch noch im letzten Moment geblockt (41.). Insgesamt ging die Würzburger Führung in einem munteren Spiel zur Pause aber durchaus in Ordnung, zumal Mottl noch einmal gegen Schmidt im kurzen Eck stark parieren musste (43.).

Eigentlich gaben die Ansbacher um Lukas Oberseider nach der Pause die Richtung vor, trotzdem ging der Sieg an Jermain Nischalke (l.) und die Würzburger Kickers.
fussballn.de

Nach dem Seitenwechsel gehörte wieder die erste Chance den Hausherren, nachdem der Ball über Schmidt und Müller zu Landshuter gelangte, der aus 14 Metern knapp das lange Eck verfehlte und damit seinen perfekten Ausstand verpasste, denn kurz darauf wurde er unter großem Applaus von Björn Angermeier ersetzt (54.). An der Stundengrenze war es dann Thomann, der per Freistoß aus 20 Metern den rechten Pfosten des Ansbacher Gehäuses zittern ließ. Praktisch im Gegenzug tankte sich Seefried im Strafraum durch, scheiterte an Guttenbergers klasse Fußabwehr. Bei Angermeiers Schlenzer wäre der Würzburger Torwart machtlos gewesen, aber der linke Pfosten rettete (65.). Der Ausgleich wäre nun längst verdient gewesen, zumal Müller im Zweitversuch am stark reagierenden Gäste-Keeper scheiterte, der auch bei der folgenden Schmidt-Ecke gefordert war (67.). Mit dem ersten Ballkontakt zwang der eingewechselte Nuhanovic abermals Guttenberger zu einer Flugparade, der ein starker Hipper-Vertreter war (78.). Das 2:2 wollte nicht mehr fallen, stattdessen nutzte Cisse einen Patzer mit etwas Glück zum 1:3 (88.) und Omore legte mit dem Abpfiff noch das 1:4 nach, das freilich ein deutlich zu hohes Ergebnis war.

Somit tankten die Kickers noch einmal Selbstvertrauen vor den Aufstiegsspielen gegen Nordost-Meister Lok Leipzig. Die Nullneuner schließen die Saison auf Rang 10 ab.

Kommentar abgeben

Kommentare werden unter Deinem Nicknamen und erst nach Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht.

Leser-Kommentare

34. Spieltag Regionalliga Bayern



Tabelle Regionalliga Bayern

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
34
72:30
70
4
34
72:46
64
5
34
49:44
51
6
34
49:45
49
7
34
48:37
48
10
34
54:65
46
11
34
54:69
46
12
34
43:47
42
13
34
36:53
38
14
34
37:48
34
18
34
31:74
23
* Dem FC Bayern München 2 wurde ein Punkt wegen des Einsatzes von Leuchtraketen sowie eines Rauchtopfs im Spiel gegen den SV Wacker Burghausen abgezogen.
Bei Punktgleichheit: Torverhältnis

Stenogramm Regionalliga Bayern

Tore: 1:0 Moll (24.), 2:0 Fischer (28.), 3:0 Grimm (34.), 4:0 Schmidt N. (51.)
Gelbe Karten: Sturm (22.) / -
Zuschauer: 559 | Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (TSV Karlburg)
Tore: 0:1 Bahar Sam., Foulelfmeter (12.)
Gelbe Karten: Spies (11.), Schraufstetter (46.), Lamprecht (87.) / Gashi (77.), Ivelj (90.+3)
Zuschauer: 350 | Schiedsrichter: Raphael Salzberger (FC Mühldorf)
Tore: 0:1 Akhalaia (23.), 1:1 Jünger, Foulelfmeter (25.), 2:1 Jünger, Foulelfmeter (41.), 2:2 König (51.), 3:2 Özbay (52.), 4:2 Sedlaczek (64.), 5:2 Fambo (90.)
Gelbe Karten: Haas (13.), Grauschopf (27.), Goß (45.+1), Blümel (90.) / Hack (90.+5), Scholz (90.+5)
Zuschauer: 684 | Schiedsrichter: Christopher Knauer (SpVgg Isling)
Tore: 0:1 Kirsamer (90.)
Gelbe Karten: Lindermeir (85.) / Hill (78.), Fusaro (87.)
Zuschauer: 427 | Schiedsrichter: Stefan Treiber (FC Zell-Bruck)
Viktoria Aschaffenburg: Verstappen, Ehmann (77. Nene), Borger, Berg, Desch (46. Bozan), Kleiner (84. Schneider), Baier, Asani (46. Kallo), Held (63. Biehrer), Cassaniti, Obolkin / Derwein, Kohlert, Seitz, Schwarz
FC Bayern München 2: Pavic, Assomo (63. Gashi), Heindl (46. Schäfer), Schmitz, Yanda (75. Codjo-Evora), Rüger (63. Schuhbauer), Heinz / Pavlic, Bärtl, Darboe, Sadat
Tore: 0:1 Assomo (27.), 0:2 Heinz (40.), 0:3 Heinz (58.), 0:4 (69.), 0:5 (80.)
Gelbe Karten: Nene (85.) / Schuhbauer (73.), Codjo-Evora (78.)
Zuschauer: 1807 | Schiedsrichter: Maximilian Riedel (FC Horgau)
Tore: 1:0 Seefried N. (3.), 1:1 Nischalke (7.), 1:2 Hemmerich (9.), 1:3 Cissé (88.), 1:4 Omore (90.)
Gelbe Karten: Althaus (19.), Dietrich (29.), Manz (74.) / Kraus (66.), Kurzweg (74.)
Zuschauer: 1285 | Schiedsrichter: Peter Dotzel (TSV Heidenfeld)
Tore: 1:0 von der Hitz (16.), 2:0 Ebner (43.), 2:1 Pex (71.), 2:2 Pex (77.)
Gelbe Karten: Hagmeyer (7.), Beetz (37.) / Sommersberger (39.), Stockinger (67.)
Zuschauer: 174 | Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV 1862 Scheßlitz e.V.)
Tore: 1:0 Rühle, Foulelfmeter (4.), 2:0 Rühle (28.), 2:1 Krug, Foulelfmeter (84.)
Gelbe Karten: Zeller (49.) / Heiß (12.), Krug (90.+1)
Zuschauer: 321 | Schiedsrichter: Marcel Krauß (FC Bayern Fladungen)
Tore: 1:0 Stiefler (23.), 2:0 Skarlatidis (51.), 3:0 Pfeiffer C. (72.), 4:0 Obermeier (86.)
Zuschauer: 2225 | Schiedsrichter: André Denzlein (FC 1927 Hochstadt)

Torschützen Regionalliga Bayern


Meist gelesene Artikel



Diesen Artikel...