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Artikel veröffentlicht am 21.04.2026 um 09:00 Uhr
Fortbildung in Hallstadt: Markus Fischer bei der GFT Oberfranken
Mitte April war Markus Fischer, selbst Mitglied der GFT Oberfranken und aktuell Trainer beim Landesligisten SV Buckenhofen, als Referent der Trainergemeinschaft in Hallstadt zu Gast. Auf dem Feld mit der LL-Mannschaft des FC Lichtenfels und im Sportheim vor vollem Haus prästentierte er eine Einheit zum Thema "Aus dem Spielaufbau ins Übergangsspiel bis zum Torabschluss".
Von Markus Schütz

Das Wetter passte, dazu ein motivierter, gut aufgelegter Referent mit einer willen und gut ausgebildeten Vorführ-Truppe. Es sollte eine gute Veranstaltung werden, in deren Zentrum Markus Fischer stand, selbst einst Kicker beim FC Mitwitz, bei dem er seine (Spieler-)Trainerkarriere auch begann. Dann war er vorwiegend im Jugendbereich beim FC Coburg, bei Greuther Fürth und beim Club als Trainer tätig. Aktuell ist der 45-Jährige Trainer beim LLNO-Neunten SV Buckenhofen, mit dem er in der Endphase der Saison zehn Zähler Vorsprung vor der Relegation hat. 

In seiner Praxisvorführung auf dem Hallstadter Kunstrasen leitete er in übersichtlichen Übungs-Schritten zu seinem Thema hin, unterbrach wenn notwendig, um nachzuschärfen, lobte aber auch viel. Das Zusammenspiel mit seiner Vorführmannschaft FC Lichtenfels klappte hervorragend. Aufmerksam verfolgten die zahlreich anwesenden lizenzierten oberfränkischen Trainer den praktischen Teil.


GFT-Vorsitzender Hubert Richter (li.) bei der Vorstellung des Referenten Markus Fischer und der Vorführtruppe des FC Lichtenfels. 
Markus Schütz / anpfiff.info


"Die Zündungsphase"

Im "Maastümpfl" folgte dann wie immer bei den Fortbildungsveranstaltungen die theoretische Aufarbeitung. Dabei stellte Markus Fischer zunächst die Frage, was "Übergangsspiel" bedeutet. Es ist quasi die "Zündungsphase" beim Umschalten, der Bruchteil einer Sekunde, in der entschieden wird, wie das Angriffs- bzw. Umschaltspiel nach Ballgewinn weitergeht. Dieser Wechsel ist entscheidend, um das Tempo im Angriff zu erhöhen. Die Nutzung des Zentrums und der Flügel ermöglicht effektives und variables Umschaltspiel. Übers Zentrum habe man natürlich mehr Möglichkeiten. Grundsätzlich geht es aber darum, freie Räume schnell zu erkennen und zu besetzen, was effektive Kombinationen für den Torabschluss erleichtere, erklärte der Referent. 

Trainingsziele

Dementsprechend formuliert waren auch die Trainingsziele: Präzise Kombinationen und hohes Tempo, Dynamik über die Flügel, weil das Spiel dadurch geöffnet wird und schnelle Positionswechsel, mit denen die Abwehr durchbrochen und Chancen geschaffen werden sollen. Markus Fischer erklärte im Detail, wie diese Ziele im Training und im Spiel erreicht werden können. Durch Tempodribblings, durch diagonal-vertikales Spiel oder durch eine Spielverlagerung. Über allem stehe das wichtigste Spielprinzip im Ballbesitz: "Der Ball muss dahin, wo wir mehr Spieler haben." Das heißt, es geht darum, schnell Überzahl herzustellen und diese Überzahl dann auszunutzen und umzuwandeln in aussichtsreiche Chancen, aus denen dann Zählbares entsteht. 


Erneut war der "Maastümpfl" in Hallstadt bei einer Veranstaltung der GFT voll besetzt mit lizenzierten oberfränkischen Trainern.
Markus Schütz / anpfiff.info


Zur Verdeutlichung hatte Markus Fischer Einspieler mitgebracht, unter anderem von seiner aktuellen Mannschaft Buckenhofen, so dass die anwesenden Trainer sich die Grundsätze am "lebenden Beispiel" und im elf gegen elf nochmal bildlich vorstellen konnten. Auch hier fror der Trainer immer wieder Situationen ein und erklärte detailreich. Insgesamt zeigte Fischer, auch im Gespräch im Anschluss, dass er ein Praktiker ist und vor allem, dass er weiß, von was er redet. Im Training erarbeiten sich Spieler und Mannschaften das Handwerkszeug, um im Spiel bestehen zu können. 
Und die oberfränkischen Trainer bekamen bei dieser Fortbildung wieder einige Aspekte mehr für die Arbeit mit ihren Teams an die Hand.

Vor und nach dem Vortrag von Markus Fischer gaben Vorsitzender Hubert Richter und Vorstandsmitglied Werner Pager einige organisatorische Dinge bekannt. Dabei ging es unter anderem um die Verlängerung der Lizenzen und um eine anstehende Veranstaltung in Weismain, bei der acht Stunden angerechnet werden können. Details dazu erhalten die Trainer per Email. 
Nach der kürzlich erfolgten Kassenprüfung durch die Prüfer Christian Kaiser und Manni Wiltschke wurde die Vorstandschaft aufgrund reibungsloser Kassenführung satzungsgemäß entlastet.

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Sportstätte SV Hallstadt

Sportgelände Hallstadt
Am Sportplatz 26
96103 Hallstadt
Über die Hallstadter Straße in Bamberg gelangt man nach Hallstadt (Staatsstraße 2190, ehem. B4). Kurz vor dem Ortsende befindet sich der "Maastümpfel" an der rechten Seite.


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