Zwei Endspiele vor der Brust: Deutenbach will das Abstiegsgespenst vertreiben - fussballn.de
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Artikel veröffentlicht am 17.04.2026 um 13:00 Uhr
Zwei Endspiele vor der Brust: Deutenbach will das Abstiegsgespenst vertreiben
Der STV Deutenbach erlebt in der Kreisliga Nürnberg bislang eine durchaus wellenförmige Saison. Nach einem sehr ordentlichen Start rutschten die Jungs vom Weihersberg in der Tabelle nach und nach ab, ehe man nach drei Niederlagen zum Restart 2026 nur noch knapp über der Abstiegszone stand. Zuletzt gelang dem STV aber der Trendwechsel und in zwei nun folgenden Endspielen soll der Klassenerhalt perfekt gemacht werden.
Von Michael Watzinger
Trainer Markus Krensel konnte mit seinem STV Deutenbach zuletzt wichtige Zähler im Kreisliga-Abstiegskampf verbuchen.
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Wellenförmige erste Saison unter dem neuen Coach

Martin Krensel blickt als Trainer bisher auf eine durchaus wechselhafte erste Spielzeit beim STV Deutenbach zurück, nachdem er erst recht kurzfristig vor Rundenbeginn das Amt übernommen hatte. Nach zwei Niederlagen zum Start folgten starke 16 Punkte aus den folgenden sechs Partien und die Mannen vom Weihersberg schoben sich zwischenzeitlich auf einen beachtlichen 4. Tabellenplatz. Nach und nach rutschten die Deutenbacher dann allerdings im Klassement nach unten, ehe man nach der Winterpause nach drei Niederlagen in Folge plötzlich unmittelbar über der Abstiegszone platziert war.

Keine einfache Situation, wie Coach Krensel in der Nachschau zugibt: "Es war bislang definitiv eine Saison, die wellenförmig verlief. Nach den zwei Auftaktniederlagen haben wir sehr gut gepunktet. Im weiteren Verlauf haben wir zwar teilweise nicht schlecht gespielt, es fehlte uns aber in der Offensive an der nötigen Durchschlagskraft. So sind wir nach und nach abgerutscht. 2026 ging es dann zunächst so weiter: Gegen Altenberg, Türkspor und Bayern Kickers setzte es drei Pleiten, auch wenn zwei Niederlagen aus meiner Sicht absolut vermeidbar gewesen wären. Gegen Türkspor haben wir völlig zu Recht verloren, gegen Altenberg hatten wir aus meiner Sicht trotz langer Unterzahl eigentlich die besseren Möglichkeiten, gegen BaKi haben wir gleich zwei Elfmeter verschossen und verlieren am Ende mit 0:3. Das hat uns wehgetan und dann kommt man schon ein wenig ins Grübeln. Solche bitteren Phasen machen etwas mit dem Selbstvertrauen einer Mannschaft."

Markus Krensel (r.) hatte mit seinem STV Deutenbach bislang alle Hände voll zu tun. In einer wechselhaften Saison haben sich die Mannen vom Weihersberg zuletzt wieder gefangen und blicken kurz vor dem Ende der Spielzeit dem Klassenerhalt entgegen.
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Die Trendwende ist geglückt

Anschließend zog die Krensel-Elf in den folgenden drei Partien den Kopf aus der Schlinge, behielt in den Kellerduellen gegen den SV Eyüp Sultan (4:1), den TSV Burgfarrnbach (1:1) und zuletzt gegen den ESV Rangierbahnhof (2:0) die Nerven und verschaffte sich mit sieben von möglichen neun Punkten wieder ein kleines Polster auf die Abstiegszone. "Meine Jungs haben wirklich einen super Charakter und haben die Situation absolut angenommen. Gegen Eyüp Sultan konnten wir unsere Chancen endlich mal entsprechend nutzen und der Sieg hat natürlich gutgetan. Gegen Burgfarrnbach hätte ich das Ergebnis im Vorfeld wohl so unterschrieben. Nach dem Spielverlauf – in der 85. Minute konnte unser Keeper einen Elfmeter parieren, wir gingen in der 93. Minute sehr spät in Führung und kassierten in der 96. Minute dann aber doch noch den Ausgleich – hätten wir den Lucky Punch natürlich auch über die Zeit bringen sollen. Trotzdem können wir mit den sieben Punkten zuletzt natürlich zufrieden sein. Unsere Ausgangslage hat sich durch diese Zähler deutlich verbessert", ordnet Krensel die jüngsten Ereignisse ein.

Groß war zuletzt die Freude von Torschütze Yannick Müller und dem STV Deutenbach über sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen. Damit verschaffte sich die Krensel-Elf Luft im Abstiegskampf.
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Zwei Endspiele für das Klassenziel

Inzwischen haben sich die Deutenbacher einen Vorsprung von sechs Punkten auf den ersten Relegationsplatz, derzeit vom FC Bosna belegt, erarbeitet. Für den STV stehen nun zwei richtungsweisende Partien an: Erst geht es zur DJK Eibach, dann empfängt man zuhause eben jenen FC Bosna. Die Marschroute für die Krensel-Schützlinge ist angesichts des abschließenden Restprogramms mit Vatanspor, Spitzenreiter TSV Johannis 83 und dem furios aufspielenden Post SV klar: "Die nächsten zwei Duelle sind für uns absolute Endspiele! Wir wissen, dass es schwer wird – Eibach ist wie wir eine äußerst heimstarke Mannschaft und wird uns sicher mächtig fordern. Danach geht es dann zuhause gegen Bosna. Da haben wir nach der 1:2-Hinspielniederlage etwas gutzumachen und wollen den direkten Vergleich auf unsere Seite ziehen. Einen Punkt in Eibach und einen Sieg gegen Bosna, das würde ich so definitiv unterschreiben. Dann könnten wir relativ entspannt in die übrigen drei Partien gehen, in denen es natürlich gegen drei richtige Brocken geht. Es wäre gut, wenn wir in diesen Duellen nicht unter einem enormen Druck stehen würden. Wir haben es selbst in der eigenen Hand und werden alles reinwerfen – das machen meine Jungs aber ohnehin in jedem Spiel. Sie lassen ihr Herz auf dem Feld!"

Das Ligapokal-Halbfinale gegen den TB Johannis 88 (in blau) hatte angesichts der engen Ausgangslage in der Kreisliga für den STV Deutenbach (in schwarz) nicht die oberste Priorität.
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Dem Klassenziel ordnen die Deutenbacher derzeit alles unter. Im Ligapokal-Halbfinale trat der STV beim TB Johannis 88 unter der Woche mit einer umgekrempelten Mannschaft an. Die 0:1-Niederlage ist aus Sicht des Trainers zu verkraften: "Wir hatten ein paar angeschlagene Spieler und wollten vor unseren Endspielen da kein Risiko eingehen. Deshalb kamen Jungs zum Einsatz, die zuletzt nicht ganz so viele Spielminuten abbekommen haben, und auch ein paar Jungs der 2. Mannschaft und den Junioren konnten sich zeigen. Der Auftritt war völlig in Ordnung, auch wenn wir knapp verloren haben. Unsere Priorität liegt in dieser heißen Frage natürlich ganz klar auf der Liga."

Mal sehen, ob die Rechnung am Weihersberg aufgeht und der STV mit zwei erfolgreichen Endspielen das Abstiegsgespenst vorzeitig und endgültig vertreiben kann.

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Tabelle Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
23
62:34
45
4
23
44:32
42
6
25
57:38
38
9
25
47:47
33
10
25
39:36
32
11
24
42:49
30
14
22
24:48
19
15
24
16:58
13
16
24
16:73
9
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Formbarometer Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Tore
Pkt
3
13:3
9
 
7:5
7
 
2:13
0
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.

Tabellenverlauf Deutenbach


Teamvergleich

 
vs
Tabellenplatz
9
 
10
gewonnene Spiele
10
 
9
Zu-Null-Spiele
4
 
5
Spiele ohne Treffer
6
 
5
Formbarometer*
8
 
7
erzielte Tore
47
 
39
versch. Torschützen
13
 
15
Direkte Duelle **
5
5
5
Team-Vergleich
4
:
3
* Punkte aus den letzten vier Spielen, ** nur Pflichtspiele berücksichtigt.

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