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Artikel veröffentlicht am 17.04.2026 um 15:00 Uhr
Nicht zu weit nach vorne blicken: Post II muss weiter seine Hausaufgaben machen
In der A-Klasse 8 ist der Dreikampf um die Spitze auch fünf Spieltage vor Schluss weiterhin noch im vollen Gange. Der Post SV II darf sich als Tabellenzweiter im Aufstiegsrennen keine Blöße geben und will den Blick folglich nicht zu weit nach vorne richten: Vor dem Kracher gegen Spitzenreiter TSV Altenberg II müssen die Ebenseekicker um Trainer Stefan Kiendl schließlich noch dreimal ihre Hausaufgaben erledigen.
Von Michael Watzinger
Trainer Stefan Kiendl blickt in der A-Klasse 8 auf eine bislang starke Runde seines Post SV II.
fussballn.de / Strauch
Die A-Klasse 8 biegt fünf Spieltage vor dem Ende auf die Zielgerade ein. An der Spitze ist dabei ein Dreikampf um die Meisterschaft nach wie vor im vollen Gange. Der Post SV II hat dabei als Tabellenzweiter mit 46 Punkten noch hervorragende Aussichten auf die Meisterschaft, hat aber mit Spitzenreiter TSV Altenberg II (49 Zähler) sowie dem SC Germania II (45) starke Konkurrenz im Aufstiegsrennen. Der Restart nach der Winterpause verlief aus Sicht der Ebenseekicker optimal: Nach dem Auftaktsieg im Kracher bei Germania II (4:2) konnte auch gegen Johannis 83 II ein Dreier eingefahren werden (3:1). Anschließend ließ sich die Truppe von Trainer Stefan Kiendl auch von einer Spielpause nicht ausbremsen und siegte am vergangenen Sonntag beim KSD Hajduk II klar und verdient mit 6:1.

"Das spielfreie Wochenende haben wir für ein Testspiel gegen Burgfarrnbach III genutzt. Dabei kamen auch einige Jungs zum Zug, die zuletzt trotz Trainingsfleiß weniger Spielzeit erhalten hatten. Wir waren also in der Spielpause nicht untätig. Bei Hajduk II haben wir eine wirklich gute Leistung abgeliefert, haben auch in der Höhe verdient gewonnen und konnten so wichtige Punkte im Aufstiegsrennen verbuchen. Zwar waren zwei, drei Phasen mit ein paar Unkonzentriertheiten dabei, aber insgesamt war das schon eine ansprechende Leistung der Jungs. Darauf lässt sich weiter aufbauen", blickt Trainer Kiendl auf den jüngsten Auswärtssieg am Sigena-Sportplatz zurück.

Leon Kühnlein (r.) und der Post SV II ließen am vergangenen Sonntag auf dem Sigena-Kunstrasen nichts anbrennen und siegten beim KSD Hajduk II (in dunkelblau) deutlich mit 6:1. Die Ebenseekicker mischen damit auch weiterhin voll im Dreikampf um die Meisterschaft mit.
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Spannung bis zum Schluss?

Vieles läuft in der A-Klasse 8 auf ein Herzschlagfinale an der Spitze hinaus, schließlich marschierten die drei Aufstiegsanwärter schon die ganze Saison über nahezu im Gleichschritt. Viele Patzer darf sich die Post-Zweitvertretung im Rennen um die Meisterschaft aus Sicht des Übungsleiters folglich nicht erlauben: "Es ist schon eine interessante und nicht alltägliche Situation, dass drei Mannschaften derart konstant sind und sich fast keine Schwäche erlauben. Wenn ich auf unsere bisherige Runde blicke, bin ich mit dem Geleisteten auch absolut zufrieden – auch wenn wir vielleicht sogar noch den einen oder anderen Punkt etwas unnötig liegengelassen haben. Trotzdem muss man auch vor unseren Konkurrenten den Hut ziehen, denn die spielen beide auch eine wirklich tolle Saison! Ich gehe auch nicht davon aus, dass in den letzten Spieltagen plötzlich jemand das Wackeln anfängt. Ich erwarte definitiv ein enges Rennen bis zum Schluss!"

Denis Civic (am Ball) und der Post SV II zählen zu den Aufstiegsanwärtern in der A-Klasse 8. Vieles deutet im spannenden Dreikampf um die Meisterschaft auf Spannung bis zum Schluss hin.
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Noch keine Gedanken an den Kracher in Altenberg verschwenden

Im Saisonendspurt wirft das Spitzenspiel beim TSV Altenberg II schon ein wenig die Schatten voraus. Am vorletzten Spieltag könnte es schließlich zum Endspiel um die Meisterschaft auf der Hans-Reif-Sportanlage kommen. Jenen Gedanken wollen die Ebenseekicker allerdings noch zur Seite schieben, wie Kiendl verrät: "Wir müssen davor erstmal unsere Hausaufgaben machen! Mit dem ASV Fürth II, der zuletzt ordentlich das Punkten angefangen hat, der SGV Nürnberg-Fürth 1883 III Merl Bau, die auf dem Kunstrasen immer schwer zu bespielen ist und zuletzt beinahe Germania II hat stolpern lassen, und dem SV Maiach-Hinterhof, der ebenfalls keine Laufkundschaft ist, haben wir davor schon drei Endspiele vor der Brust! Wir unterschätzen keinen unserer Gegner, denn dafür ist die A-Klasse 8 qualitativ zu dicht beisammen."

Rein auf die individuelle Klasse seiner Jungs – mit René Schneider haben die Ebenseekicker beispielsweise mit herausragenden 29 Treffern den Toptorjäger in den eigenen Reihen – möchte sich Kiendl derweil nicht verlassen. "Sicher haben wir individuell starke Spieler in unseren Reihen und darüber sind wir froh! Trotzdem bin ich schon immer der Meinung gewesen, dass mannschaftliche Geschlossenheit in unseren Ligen immer eine gewisse individuelle Qualität schlagen kann. Wir sind bisher als absolute Einheit aufgetreten und das ist für mich das entscheidende Erfolgsrezept! Gemeinsam wollen wir nun die nächsten Schritte gehen."

René Schneider ist mit 29 Toren in 19 Partien der Toptorjäger der A-Klasse 8 und ein wichtiger Erfolgsfaktor des Post SV II. Trotz der individuellen Klasse seiner Spieler sieht Trainer Stefan Kiendl aber vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit als wichtigsten Erfolgsfaktor.
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Gibt es ein Finale um die Meisterschaft?

Auch wenn der Fokus zunächst auf den kommenden Aufgaben liegt, einem Finale um die Meisterschaft wären Kiendl und seine Jungs natürlich nicht abgeneigt. Nach der 2:3-Hinspielniederlage hätten die Ebenseekicker auch durchaus noch etwas gutzumachen: "Altenberg II ist ein unheimlich homogenes Team, das aufgrund seiner Kompaktheit auch sehr schwer zu bespielen ist. Das haben wir bereits im Hinspiel gemerkt. Sie finden immer Wege, auch knappe Spiele auf ihre Seite zu ziehen – das ist ganz klar eine große Qualität! Ich hoffe, dass in diesem Fall nicht das bekannte Motto 'Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften' gilt. Wir wollen uns die Möglichkeit auf diesen Showdown um die Meisterschaft erspielen. Wir werden versuchen, bereit zu sein und – sollte es zu diesem Endspiel kommen – alles auf dem Platz zu lassen. Unabhängig vom Ausgang können am Saisonende drei Mannschaften auf eine wirklich gute Saison zurückblicken."

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Die A-Klasse 8-Partien der Woche



Tabelle A-Klasse 8

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
19
46:20
49
7
19
41:31
27
10
20
36:68
17
11
20
36:66
16
13
20
24:53
11
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Formbarometer A-Klasse 8

Pl.
Team
Tore
Pkt
 
10:2
12
8
10:12
4
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.

Teamvergleich

 
vs
Tabellenplatz
2
 
11
gewonnene Spiele
15
 
5
Zu-Null-Spiele
3
 
1
Spiele ohne Treffer
1
 
4
Formbarometer*
12
 
7
erzielte Tore
75
 
36
versch. Torschützen
18
 
19
Direkte Duelle **
4
0
3
Team-Vergleich
7
:
1
* Punkte aus den letzten vier Spielen, ** nur Pflichtspiele berücksichtigt.

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