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Artikel veröffentlicht am 27.03.2026 um 09:00 Uhr
Zwischen den Topspielen: Petersaurach will sich einfach treu bleiben
Die berühmten Wochen der Wahrheit bringt das Frühjahr in der Fußballsaison per se mit sich. In der Kreisklasse 2 lautet das Motto für die SG Petersaurach/Großhaslach schon jetzt: "Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel!" Nach dem 1:1 gegen Losaurach geht es für die Günes-Elf am Sonntag zum RSV Sugenheim im reizvollen Vergleich der besten Offensive gegen die beste Defensive der Liga.
Von Marco Galuska
Izzet Günes befindet sich als Trainer der SG Petersaurach/Großhaslach zwar auf Abschiedstour, will diese mit seinem Team aber bestmöglich abschließen.
fussballn.de / Strauch
Mit etwas sorgenvollen Fragezeichen hätte man auf die Vorbereitung bei der SG Petersaurach/Großhaslach blicken können. Zum einen forderte der Wintereinbruch Kreativität und besondere Einsatzbereitschaft, andererseits stand auch fest, dass es die letzte Vorbereitung sein würde, die unter der Regie von Izzet Günes läuft, der bekanntlich zu Beginn der Winterpause seinen Abschied verkündet hatte, um in der kommenden Saison eine neue Herausforderung anzunehmen. "Natürlich lief es jetzt zwangsläufig auf viel Grundausdauer und relativ wenig Fußball hinaus. Wir hatten Lauf- und Krafteinheiten, aber auch mal ein Tischtennis-Turnier, als bei uns auf dem Hartplatz wegen des Schnees kein Fußballtraining mehr möglich war", berichtet der Coach und sagt zufrieden: "Alle haben top mitgezogen! Das Trainer-Thema ist geklärt (Christoph Huber wird im Sommer übernehmen, Anm. d. Red.), wir ziehen jetzt gemeinsam das Ding durch, jeder möchte die Saison so gut wie möglich zu Ende bringen. Und für mich hat das hier natürlich auch einen besonderen Stellenwert, weil es die erste Trainerstation nach meinem Umzug aus NRW ist und ich in der Nähe wohne."

Ein Sieg und eine gefühlte Niederlage trotz guter Leistung

Im ersten Spiel nach der langen Pause gelang ein 1:0-Sieg bei der SG Sachsen/Windsbach – jenem Gegner, der zwar tief im Abstiegskampf steckt, aber auch der letzte war, der die Günes-Truppe besiegen konnte. "Grundsätzlich sind die ersten Spiele nach dem Winter immer etwas kompliziert. Wir hatten aber gerade nach der Halbzeit ein klares Chancenplus und der Sieg war, auch wenn er spät kam, absolut verdient", lobt der Coach, der auch mit dem Auftritt eine Woche später zu Hause gegen den Tabellenführer Losaurach absolut einverstanden war, wenngleich sich der späte Gegentreffer zum 1:1-Endstand "wie eine Niederlage anfühlt."

Der SV Losaurach schaffte auf den letzten Drücker noch den 1:1-Ausgleich in Petersaurach und konnte damit die Tabellenführung verteidigen.
SV Losaurach / Rene Hofmockel

Nach torloser erster Hälfte, in der beide Teams auf Fehlervermeidung aus waren "und Losaurach deutlich defensiver als gewohnt" agierte, sah Günes nach dem Seitenwechsel schon die Vorteile bei seiner Truppe: "Wir waren etwas agiler, haben in meinen Augen auch mehr investiert. Gefühlt war unser Tor zum 1:0 in der 86. Minute dann der Sieg, aber ein echtes Traumtor, das für uns deshalb besonders bitter war, weil ich doch ein Foulspiel zuvor gesehen habe, hat dann noch den Ausgleich gebracht." Ohne das späte Gegentor hätte die SG den Spitzenrang übernommen.

Kollektiv als großer Trumpf

Unterm Strich überwiegt aber für den SG-Coach absolut das Positive: "Die Leistung hat gestimmt. Es war ein 60:40-Spiel für uns gegen eine so gute Mannschaft wie Losaurach. Wir sind seit 14 Spielen ungeschlagen. Aber was ich ganz besonders stark finde, ist die Haltung der Jungs: Wir bleiben uns treu, denken von Spiel zu Spiel. Wir haben bei der Partie gegen Sachsen/Windsbach nicht an Losaurach gedacht. Wir leben von dieser Mannschaftsstärke und machen uns keinen Druck, weil wir wissen, wo wir herkommen. Wir haben vergangene Saison lange gegen den Abstieg gekämpft."

Vom Abstiegskampf der Vorsaison brachte sich die SG Petersaurach/Großhaslach dank einer überragenden Defensivleistung ins Aufstiegsrennen.
TSC Neuendettelsau Social Media

Lob hat Günes aber auch für den kommenden Gegner parat, der sogar ein Liganeuling ist und vom Durchmarsch träumen darf: "Sugenheim war für mich die mit Abstand spielstärkste Mannschaft bisher, obwohl wir das Hinspiel 2:0 gewonnen haben. Sie haben ein starkes Fundament und die beste Offensive der Liga. Wir haben die beste Defensive. Die aktuelle Lage ist für beide Teams eine super Situation, sodass wir uns auf das Spiel freuen dürfen." Sollte man den starken Aufsteiger erneut bezwingen, könnte sich allmählich der Spruch mit der Defensive mehr und mehr bewahrheiten. Aber so weit will man freilich nicht vorausblicken, sondern weiter von Spiel zu Spiel schauen.  

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Team
Sp
Tore
Pkt
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19
42:25
40
2
19
54:40
40
6
19
41:39
28
9
18
27:26
25
10
19
37:37
21
11
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29:42
18
14
19
20:70
5
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