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Artikel veröffentlicht am 05.03.2026 um 15:00 Uhr
Mit Schwung ins Jubiläumsjahr: TSV Wilhermsdorf will sich weiter verbessern
In der Relegation schnupperte der TSV Wilhermsdorf in der vergangenen Saison an der Kreisklasse, diese scheint vor dem Restart in der A-Klasse 5 außer Reichweite. Dennoch will Trainer Rico Reinhold mit seinem Team gut aus der Winterpause kommen und noch einmal Schwung aufnehmen, der dann idealerweise über das Spieljahr hinaus anhält. Am Sonntag steht erst einmal ein Kräftemessen im Ligapokal bevor.
Von Marco Galuska
Rico Reinhold will mit seinem TSV Wilhermsdorf weiter nach vorne schauen.
fussballn.de / Oßwald
Der Blick auf die Tabelle der A-Klasse 5 zeigt in dieser Saison mal wieder: Man darf sich nicht allzu viele Schwächen erlauben, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Der TSV Wilhermsdorf, der im Vorjahr erst in der 2. Runde der Relegation am SV Hagenbüchach gescheitert war, erwischte aber wahrlich keinen guten Start ins Spieljahr 2025/26. Nur vier Punkte gab es aus den ersten vier Partien. "Wir sind schwer in die Saison gekommen. Die Ferienzeit haben wir doch arg gemerkt, weil wir doch einige Familienväter in der Mannschaft haben. Wir hatten sogar ein Spiel dabei, in dem uns eine ganze Elf gefehlt hat. Ich muss aber meinen Hut ziehen vor den Jungs der Zweiten, die das toll gemacht haben, aber natürlich leidet dann auch die 2. Mannschaft entsprechend darunter", schaut Coach Rico Reinhold zurück auf die ersten Wochen des Spieljahres, das bekanntlich früher begonnen hatte, was die Sache nach der Relegation der Vorsaison nicht einfacher machte. Derweil sind die SG Puschendorf/Tuchenbach und die SG Münchsteinach/Diespeck den Verfolgern auf den Aufstiegsrängen enteilt.

Nach dem Fehlstart den Primus geschlagen und Serie gestartet

Dennoch ist der Übungsleiter, der im Winter 2024/25 aus Münchsteinach für seine zweite Amtszeit nach Wilhermsdorf zurückgekehrt ist, weit davon entfernt, über die Umstände zu jammern: "Die Jungs bleiben weiter am Ball und haben alle nach wie vor Bock auf Fußball!" Das war freilich eine Voraussetzung dafür, dass man direkt nach dem Fehlstart gegen den Ligaprimus SG Puschendorf/Tuchenbach mit 2:1 gewinnen konnte. Zudem blieb man danach bis zum letzten Spiel vor der Winterpause ungeschlagen.

Die einzige Saisonniederlage brachten die Wilhermsdorfer dem Primus SG Puschendorf/Tuchenbach bei. Zum Auftakt 2026 gibt's das Wiedersehen.
Sportfoto Zink

Die letzte Partie im Jahr 2025 brachte eine (zu) deutliche 2:7-Heimpleite gegen Münchsteinach/Diespeck, wo man schon im Hinspiel eine 1:7-Packung kassiert hatte. Angesprochen auf die deutlichen Schlappen gegen den Ex-Verein, mit dem er vor zwei Jahren noch den Kreisklassen-Aufstieg schaffte, sagt Reinhold schelmisch: "Die hatten wohl vorher 'nen guten Trainer!" Und schiebt dann nach: "Ich freue mich auch ehrlich für die Jungs! Sie sind gut, haben Qualität – und das wohl auch begriffen."

Dennoch, die 14 Gegentreffer schmerzen den Wilhermsdorfer Chefanweiser doch und zahlen auf eine Bilanz ein, die es dringend zu verbessern gilt: "35 Gegentore sind definitiv zu viel. Vor allem auch in der Entstehung tun die weh, weil da vieles zu einfach war. Da brauchen wir mehr Stabilität. Deshalb waren auch die Defensivarbeit und Fitness Schwerpunkte in unserer Vorbereitung." Dieser gibt Reinhold, wie viele seiner Kollegen nach diesem Winter, das Prädikat "durchwachsen". Und dennoch hat man auch beim TSV das Bestmögliche aus den Bedingungen gemacht: "Wir konnten auch in die Halle gehen, waren aber auch auf Schnee am Platz, um Kraft zu tanken. Es war sicher nicht eintönig, auch wenn wir nur zwei Testspiele hatten."

So gesehen kommt das LLigapokalspiel am Sonntag gegen den Nachbarn aus Laubendorf ganz gelegen. "Es ist ein Spiel mit Testcharakter gegen einen höherklassigen Gegner, da wollen wir alles reinhauen, um uns gut zu verkaufen", sagt Reinhold, der in der folgenden Woche beim Liga-Restart gleich zum Primus nach Puschendorf mit seinem Team fährt. "So ein Spiel nach dem Winter ist immer ein bisschen Wundertüte, aber das Hinspiel haben wir verdient gewonnen und warum sollen wir das nicht noch einmal schaffen!?"

Platz drei noch im Visier – Verein feiert 140-jähriges Bestehen

Zu viele Remis leistete sich der TSV Wilhermsdorf – wie auch beim 1:1 in Ammerndorf – um noch einmal ganz oben angreifen zu können.
Sportfoto Zink

Dass es auch bei einem neuerlichen Erfolg gegen den Spitzenreiter nicht mehr zu den begehrten Plätzen reichen wird, scheint klar. Neben dem verkorksten Start schlagen insgesamt sechs Remis durch. "Davon hätten wir den Großteil gewinnen müssen – hätte, wenn und aber zählen jedoch nicht", sagt der Coach und hat mit seinem Team zumindest Rang drei, den der TSV Wachendorf mit fünf Punkten voraus belegt, noch im Visier. "Wir wollen ihnen noch gefährlich werden, das ist unser Ziel! Und das bringt auch etwas in Hinblick auf die nächste Saison", will Reinhold mit seiner Truppe gut starten, was dann auch für das kommende Spieljahr gelten soll. Dazu könnte sich – anders als jetzt im Winter – auch noch etwas im Kader tun.

Im Verein, der in diesem Jahr sage und schreibe 140 Jahre alt wird und zu diesem Anlass ein Retrotrikot herausgebracht hat, tut sich was. Die Abteilungsleitung befindet sich im Prozess einer Neustrukturierung, auch an der Infrastruktur soll gearbeitet werden. "Der Verein will besser werden, das finde ich klasse!" Es klingt danach, als sollte die zweite Amtszeit von Rico Reinhold beim TSV Wilhermsdorf noch eine Weile weitergehen.

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Hintergründe & Fakten

Personendaten


Tabelle A-Klasse 5

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
17
64:14
46
2
17
86:21
42
3
17
55:27
35
5
17
34:37
28
7
17
28:30
23
9
17
30:40
19
10
17
19:30
17
12
17
19:44
15
13
17
18:51
14
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Trainerstationen R. Reinhold

25/26
AK
 
21/22
AK
 
17/18
BOL
 
16/17
AK
 
15/16
AK
 
14/15
KK
 

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