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Artikel veröffentlicht am 14.02.2026 um 11:28 Uhr
Zwischenbilanz nach den Kreistagen: Klare Ergebnisse bei den Meinungsbildern
Das erste Etappenziel im Wahl-Marathon des Bayerische Fußball-Verbandes (BFV) ist erreicht: Mit dem Kreistag Amberg/Weiden ging jetzt im Amberger Congress Centrum der 22. und damit letzte Kreistag des BFV-Wahljahres 2026 über die Bühne – im März stehen die sieben Bezirkstage an, ehe am 8. und 9. Mai 2026 das Hotel „The Monarch“ im niederbayerischen Bad Gögging Schauplatz des 27. Ordentlichen Verbandstages sein wird.
Von PM BFV / MG
fussballn.de / Oßwald
Nach dem Start mit den Zusammenkünften der Vereinsverantwortlichen im November 2025 in den beiden oberbayerischen Fußball-Kreisen Zugspitze und Donau/Isar war es zuletzt mit 20 Kreistagen binnen 33 Tagen ein echtes Mammutprogramm. „Eines, das sich zweifelsfrei gelohnt hat“, bilanziert BFV-Präsident Christoph Kern, der in allen Kreisen selbst vor Ort war: „Die Delegiertenzahlen sind beeindruckend und sie beweisen, dass unsere Vereine mitgestalten und zusammen mit uns den Kurs vorgeben wollen – sowohl personell als auch inhaltlich. Und klar ist auch: Wir erreichen unsere Fußballerinnen und Fußballer vor Ort.“ So gaben 3960 Delegierte – und damit fast doppelt so viele wie noch vier Jahre zuvor – ihre Stimme ab. 2022 war allerdings geprägt von den teils starken Versammlungs-Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Seinerzeit wurden 2140 Delegierte gezählt.

Fünf neue Gesichter an den Kreis-Spitzen

Bei den jetzt zu Ende gegangenen Kreistagen setzten die Wählerinnen und Wähler weitgehend auf Kontinuität. Gleich 17 Vorsitzende sind in ihren Spitzenpositionen bestätigt worden. In fünf Fußball-Kreisen gibt es neue Gesichter an der Spitze: Hans Kroll folgt im Kreis Donau/Isar auf Elisabeth Bauer, in Unterfranken wurden Thomas Kirchner (Rhön) und Xaver Rodenhausen (Aschaffenburg) zu Nachfolgern von Rainer Lochmüller und Adolf Weis gewählt. Im schwäbischen Kreis Donau folgt Rainer Birkhahn auf Josef Wiedemann. Mit Michael Pfauntsch gibt es zudem im Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel einen neuen Vorsitzenden, der das Amt von Siegfried Tabbert übernimmt.

Stimmungsbilder zu Spielbetriebs-Themen bringen klare Ergebnisse

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kreistage waren auch jetzt wieder dazu aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb kundzutun – mit am Ende deutlichen Ergebnissen. So entschieden sich die Vereinsverantwortlichen mit 89,8 Prozent für die Beibehaltung der Verlängerung bei Entscheidungs- oder Relegationsspielen. Nur 10,2 Prozent der Abstimmenden hatten eine Abschaffung der Extra-Zeit und das sofortige Elfmeterschießen analog zum Toto-Pokal-Wettbewerb befürwortet.

Mit einer klaren Mehrheit von 80,2 Prozent votierten die Delegierten gegen die Möglichkeit, dass eine Gelb-Rote Karte im Erwachsenenbereich automatisch eine Sperre von einem Spiel für den betroffenen Spieler oder die betroffene Spielerin nach sich ziehen würde. Bayernweit wussten sich nur 19,8 Prozent mit der Möglichkeit der Gelb-Rot-Sperre anzufreunden.

Enger, wenngleich mit 56,8 zu 43,2 Prozent ebenfalls deutlich, fiel das dritte Stimmungsbild aus: Die Mehrheit votierte für eine Abschaffung der Zeitstrafe, die in der bisherigen Form hätte verändert werden müssen. Die Kriterien waren zuletzt vom International Football Association Board (IFAB) stark modifiziert worden und schließlich von der UEFA und dem Deutschen Fußball-Bund zur verpflichtenden Umsetzung gebracht worden. Anstatt Zeitstrafen fortan nur bei bestimmten Vergehen (Simulieren, absichtliches Verzögern, Protestieren, Verhindern eines aussichtsreichen Angriffs durch Halten, Ziehen, absichtliches Handspiel oder unzulässiges Antäuschen bei der Strafstoßausführung) anzuwenden, votierten die Klubvertreterinnen und -vertreter für die gänzliche Abschaffung.

Sieben von 21 Vereins-Anträgen werden positiv beschieden

Die Ergebnisse der Meinungsbilder, die ausdrücklich keine bindende Wirkung haben, werden nun an den Bezirkstagen nochmals vorgestellt und etwaige Änderungen – soweit Beschlüsse vonnöten sind – schließlich vom Verbandstag gefasst. Bei den Bezirkstagen in Oberfranken, Schwaben, Niederbayern, Mittelfranken und der Oberpfalz haben sich die Delegierten im März jetzt auch mit Vereins-Anträgen zu beschäftigen. Insgesamt waren an den Kreistagen 21 Vereins-Anträge gestellt worden, sieben davon wurden positiv beschieden und werden damit jetzt an den jeweiligen Bezirkstagen behandelt.

Die BFV-Sozialstiftung hilft mit 31.250 Euro

Im Rahmen der Kreistage wurden auch sieben Schecks der BFV-Sozialstiftung in Höhe von insgesamt 31.250 Euro übergeben. Die Sozialstiftung des Bayerischen Fußball-Verbandes hilft bereits seit 2012 unverschuldet in Not geratenen Mitgliedern der bayerischen Fußballfamilie und unterstützt soziale Projekte. Seit ihrer Gründung sprang die BFV-Sozialstiftung in knapp 1200 Fällen Menschen und Vereinen zur Seite und schüttete dabei über zwei Millionen Euro aus. Neben weiteren Spendenaktionen, wie z.B. dem Benefiz-Adventskalender, finanziert sich die BFV-Sozialstiftung aus dem sogenannten „Sozial-Euro“, der bei Entscheidungs- und Relegationsspielen in Bayern sowie bei sämtlichen Partien der Toto-Pokal-Hauptrunde zusätzlich zum Eintritt erhoben wird. Sie ist damit ein echtes Gemeinschaftsprodukt der rund 4500 bayerischen Fußballvereine, ihrer Mitglieder, des Bayerischen Fußball-Verbandes und der Amateurfußballfans. „Diese Gemeinschaft haben wir an den Kreistagen gespürt“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der Vorsitzender des Stiftungs-Vorstands ist: „Mit symbolischen Scheckübergaben wie jetzt sehen unsere Fußballerinnen und Fußballer, dass wir für sie da sind, wenn es das Schicksal nicht gut mit ihnen meint. Längst hat sich der anfangs noch mit Skepsis beäugte Sozialeuro fest etabliert – die Menschen zahlen ihn gerne, weil sie wissen, dass das Geld genau dort ankommt, wo es gebraucht wird!“

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