Hallenbezirksmeister seit 1983: ATSV Erlangen bleibt der Rekordhalter - fussballn.de
Artikel vom 19.01.2026 12:00 Uhr
Hallenbezirksmeister seit 1983: ATSV Erlangen bleibt der Rekordhalter

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38 Jahre in Serie wurde die Hallenbezirksmeisterschaft in Mittelfranken ausgetragen, dann folgte die Corona-Pandemie und zwei Jahre ohne Hallensaison. Seit 2023 wird wieder gespielt und erstmals gab es einen anderen Bezirkschampion als den ATSV Erlangen, der dennoch in der ewigen Rangliste an der Spitze steht. Wir werfen einen Blick auf die Einträge in Mittelfrankens Siegerliste seit 1983.
Von Marco Galuska
Im Winter 1982/83 startete der Hallenfußball im Bezirk Mittelfranken. Der erste Sieger war der SV Tennenlohe, gefolgt vom TSV Johannis 83 Nürnberg, der als damaliger A-Klassist eine absolute Rarität in der illustren Siegerliste ist. Vergleichbar mit dem Sieg der 83er war – zumindest von der Ligazugehörigkeit - nur noch der Sieg des TSV 1860 Weißenburg im Jahr 2014, in dem erstmals ausschließlich Futsal bei der Verbands-Hallenmeisterschaft gespielt wurde.

Blütezeit ab den 1990er-Jahren

Seine Blütezeit erlebte das Spektakel unterm Hallendach im Laufe der 1990er-Jahre, als sich mit der SpVgg Fürth und dem TSV Vestenbergsgreuth damalige Bayernligisten (dritthöchste Spielklasse Deutschlands) die Hallenkrone aufsetzen konnten. Über viele Jahre blieben die Finalturniere im Bezirk ein echtes Spektakel mit hochklassigem Hallenfußball und Rundumbande. Der TSV Winkelhaid sollte im Jahr 2003 als letzter Bezirksligist den Titel im Hallenfußball gewinnen, ansonsten kamen die Gewinner aus den Spielklassen von der Landesliga aufwärts. Nicht zu schlagen war in den letzten Jahren des klassischen Hallenfußballs der SV Seligenporten um Trainer Karsten Wettberg.


Der SV Seligenporten hatte zum Ende der Hallenfußball-Ära ganz klar das Sagen auf dem Hallenparkett – nicht nur im Bezirk, auch in Bayern waren die Klosterer kaum zu schlagen.
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Kreis Nürnberg/Frankenhöhe noch weit vorne

Neu gemischt wurden die Karten dann ab 2014 im Futsal. Hier spielten sich die Kicker von Türkspor Nürnberg in den Vordergrund. Drei Titel in Folge gingen an den neu gegründeten Klub – der damit in der langen Liste nur eine Krone weniger hat als der ehemalige Rekordchampion SpVgg Fürth. Überholt wurde das Kleeblatt vom ATSV Erlangen, der 2025 seine fünfte Bezirksmeisterschaft seit 2015 gewinnen konnte und seitdem alleiniger Rekordhalter ist.

2018 holte Türkspor Nürnberg seinen ersten Titel im Bezirk.
fussballn.de / Schlirf

Mit relativ deutlichem Abstand am erfolgreichsten waren aber trotzdem noch die Mannschaften aus dem Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, die 18 der 42 Meisterschaften im Bezirk gewinnen konnten. Durch den Sieg des TSV 1860 Weißenburg konnte der Kreis Neumarkt/Jura (13) sich wieder vom Kreis Erlangen/Pegnitzgrund (11) absetzen. Zugleich kamen die meisten Champions zu gleichen Teilen aus der Bayernliga und der Landesliga. Knapp dahinter folgen in der Siegerliste bei den Spielklassen die Gewinner aus der Bezirksliga, die elfmal den mittelfränkischen Hallenmeister stellten.

Alle Sieger im Bezirk Mittelfranken:
 
1983: SV Tennenlohe (Bezirksliga)
1984: TSV Johannis 83 Nbg. (A-Klasse)
1985: TSV Katzwang (Bezirksliga)
1986: SpVgg Fürth II (Bezirksliga)
1987: SG Quelle Fürth (Landesliga)
1988: DJK Schwabach (Bezirksliga)
1989: SG Quelle Fürth (Bezirksoberliga)
1990: SG Quelle Fürth (Landesliga)
1991: Post SV Nürnberg (Bezirksliga)
1992: SpVgg Fürth (Bayernliga)
1993: SpVgg Fürth (Bayernliga)
1994: TSV Vestenbergsgreuth (Bayernliga)
1995: SpVgg Fürth (Regionalliga)
1996: ASV Vach (Landesliga)
1997: SC 04 Schwabach (Bezirksliga)
1998: BSC Erlangen (Landesliga)
1999: ESV Ansbach/Eyb (Bezirksoberliga)
2000: ASV Vach (Landesliga)
2001: SC Eltersdorf (Bezirksoberliga)
2002: ASV Zirndorf (Landesliga)
2003: TSV Winkelhaid (Bezirksliga)
2004: SC 04 Schwabach (Bayernliga)
2005: SC 04 Schwabach (Bayernliga)
2006: SV Seligenporten (Landesliga)
2007: SC Feucht (Bayernliga)
2008: ASV Neumarkt (Landesliga)
2009: ASV Neumarkt (Landesliga)
2010: FSV Erlangen-Bruck (Bayernliga)
2011: FSV Erlangen-Bruck (Bayernliga)
2012: SV Seligenporten (Bayernliga)
2013: SV Seligenporten (Regionalliga)
2014: TSV 1860 Weißenburg (Kreisliga)
2015: ATSV Erlangen (Bezirksliga)
2016: Dergahspor Nürnberg (Landesliga)
2017: ATSV Erlangen (Landesliga)
2018: Türkspor Nürnberg (Bezirksliga)
2019: Türkspor Nürnberg (Bezirksliga)
2020: Türkspor/Cagrispor Nürnberg (Bezirksliga)
2023: ATSV Erlangen (Bayernliga)
2024: ATSV Erlangen (Bayernliga)
2025: ATSV Erlangen (Bayernliga)
2026: TSV 1860 Weißenburg (Landesliga)

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Titel nach Kreise

Anzahl der Titel, die von Vereinen geholt wurden, die aktuell zum jeweiligen Kreis zählen:

Nürnberg/Frankenhöhe: 18
Neumarkt/Jura: 13
Erlangen/Pegnitzgrund: 11

Titel nach Spielklasse

Anzahl der Titel, die von Vereinen geholt wurden, die beim Gewinn in der jeweiligen Klasse spielten:

Regionalliga: 2
Bayernliga: 12
Landesliga: 12
BOL: 3
Bezirksliga: 11
Kreisliga (früher A-Klasse): 2

Titel nach Anzahl

Vereine, die den Titel mehr als zweimal gewinnen konnten:

ATSV Erlangen: 5
SpVgg Fürth: 4
SG Quelle Fürth: 3
SC 04 Schwabach: 3
SV Seligenporten: 3
Türkspor Nürnberg: 3
(2020 als TSCS Nürnberg) 

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