Artikel vom 18.06.2026 12:00 Uhr
Die Verantwortlichen und Neuen beim TSV Kornburg zur Saison 2026/27.
Nach einem Umbruch im Kader und Veränderungen auf dem Trainerposten ist der TSV Kornburg in die Vorbereitung auf seine fünfte Saison in der Bayernliga Nord gestartet. Die ersten Eindrücke stimmen den neuen Cheftrainer Florian Bauer zuversichtlich. Gemeinsam möchte man weiter an entscheidenden Stellschrauben drehen, um eine gute Saison zu spielen, wobei in die Bewertung nicht allein der Tabellenplatz einfließen soll.
Auf ein Wiedersehen freut sich Florian Bauer beim TSV Kornburg besonders, auch wenn es nicht von allzu langer Dauer sein wird. "Bastian Herzner wird am Freitag seinen Ausstand mit einem Grillabend geben, das zeigt seinen Charakter, da geht mir das Herz auf. Er ist einfach ein sehr guter Junge, wir hatten schon früher eine gute Zeit in Seligenporten", sagt der neue Chefanweiser im Nürnberger Süden über den Abgang des Routiniers, der seine höherklassige Karriere ausklingen lässt und zum TSV Marktbergel in die Kreisklasse wechselt, wo sein früherer Ansbacher Teamkollege Michael Belzner seit vergangener Saison als Spielertrainer fungiert.
Eine Gruppe, mit der aktiv an relevanten Stellschrauben gedreht werden soll
Herzner ist nicht der einzige Abgang in Kornburg. Bekanntlich hatte sich das Quartett um Christian Kestel, Jannis Sauer, Laurin Klaus und Justin Kussmann für einen Wechsel zum SC 04 Schwabach entschieden. Bei Marcel Schelle und Fatjon Collari ist das Ziel noch unbekannt, Marco Janz wird seine Karriere wohl beenden. Justin Mrozek ist durch seine Polizeiausbildung kaum mehr verfügbar.
Marcel Götz ist dem TSV Kornburg erhalten geblieben und machte auch beim 6:0-Sieg im ersten Test gegen den 1. SC Feucht gleich auf sich aufmerksam.
Dominik Geiswinkler
Dass die erreichten 40 Punkte und der Tabellenplatz 12 in der Vorsaison nicht der erhofften Steigerung in der Kornburger Bilanz entsprachen, muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Bauer will aber nicht nachkarten, sondern hatte für sich bei der Zusammenstellung des Kaders bereits entsprechende Schlüsse gezogen: „Ich denke, wir haben hier einen guten Umbruch geschaffen, das passt! Wir haben genau auf die Profile geschaut, haben uns viele Spieler im Scouting angesehen – da auch ein Dank an meinen Vorgänger Hendrik Baumgart, dass wir die Jungs im Trainingsbetrieb anschauen konnten –, ich denke, wir haben uns für gute Typen und Charaktere entschieden, die zu unserer Spielidee passen und Qualität mitbringen. Wir wollen gemeinsam an den relevanten Stellschrauben aktiv drehen und mit dieser Gruppe eine gute Runde spielen – was auch immer das heißt … Freilich spielt der Tabellenplatz eine Rolle, aber man kann es auch an einer gelebten Kameradschaft, einem gelebten Miteinander und einer gewissen DNA und Mentalität, für die wir auf und neben dem Platz stehen wollen, messen."
Fabian Klose ist als spielender Co-Trainer beim TSV Kornburg am Ball.
Dominik Geiswinkler
Die Mischung sieht Bauer als gelungen an: "Wenn man beispielsweise von Moos, Götz, Schuster, Weber, Neuerer, Mintal, Olschewski oder Klose spricht, sind das schon ganz viele erfahrene Spieler. Freilich haben wir auch eine ganze Reihe junger Spieler hinzubekommen. Ich bin Stand heute super zufrieden!" Zu den Neuzugängen im Team gehören nämlich neben Fabian Klose, der gemeinsam mit Bauer vom SC Großschwarzenlohe kommt und diesen zusammen mit Tim Olschewski als spielenden Co-Trainer unterstützen wird, Wallace Omoregbee (SC 04 Schwabach), Timo Göllner (SpVgg Ansbach, U19), Torwart Jonas Fischer (1. FC Nürnberg, U19), Nico Zietsch (Eintracht Bamberg), Niklas Held (Jahn Forchheim), Andac Ginyol (VfB Eichstätt) und Dominik Healy (SGV Nürnberg-Fürth 1883).
Zwei Siege in den ersten beiden Partien, mehrere Highlights in der Vorbereitung
Gleich nach dem Trainingsstart gab es am vergangenen Wochenende schon das erste Testspiel gegen den Landesligisten SC Feucht (6:0). Auch am vergangenen Dienstag wurde gespielt und mit 5:2 beim Bezirksligisten ASV Zirndorf gewonnen. Der nächste Test folgt am Samstag bei der SGV Nürnberg-Fürth 1883, dann geht es ins Trainingslager und man bekommt es mit höherklassigen Gegnern zu tun: Nach dem Test gegen die SpVgg Ansbach (27.6., in Gnotzheim) folgt das Pokalmatch gegen den SC Eltersdorf (5.7., 13 Uhr) und zum Abschluss der Höhepunkt mit dem Spiel zu Hause gegen die Profis des 1. FC Nürnberg (8.7., 19 Uhr).
Florian Bauer freut sich auf die kommenden Wochen und Aufgaben mit seinem neuen Team.
Dominik Geiswinkler
"Wie es kommen wird, wird die Zukunft zeigen. Die Jungs haben sich bisher aber schon gut eingelebt und zeigen ein gutes Energielevel. Wenn wir das so beibehalten, wird das eine gute Zeit", freut sich Bauer auf seine zweite Bayernliga-Saison als Trainer. Die seine erste mit dem TSV Kornburg wird.