Fürs zweite Bayernliga-Jahr: FSV Stadeln bekommt ein halbes Dutzend hinzu - fussballn.de
Artikel vom 12.06.2026 06:00 Uhr
Fürs zweite Bayernliga-Jahr: FSV Stadeln bekommt ein halbes Dutzend hinzu
Lukas Schmittschmitt kommt vom SV Buckenhofen und konnte zuvor auch bei Eintracht Bamberg auf sich aufmerksam machen.
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Am morgigen Samstag endet die kurze Sommerpause des FSV Stadeln. Als einziger Aufsteiger konnte die Dedaj-Truppe den Klassenerhalt in der Bayernliga Nord schaffen. Für das bekanntlich schwere zweite Jahr haben die Verantwortlichen ein halbes Dutzend an externen Neuzugängen akquirieren können. Die Zielsetzung bleibt unverändert. Dass es in Zukunft weniger Derbys gibt, ist einerseits Fluch, aber wohl sogar mehr Segen.
Von Marco Galuska
Am Pfingstmontag war das große Saisonziel des FSV Stadeln geschafft. Für den Klassenerhalt in der Bayernliga musste der Liganeuling noch einmal kräftig schwitzen. Nach 120 torlosen Minuten in der Relegation entschied das Elfmeterschießen in der Relegation gegen Eintracht Münchberg, dass die Stadelner letztlich als einziger Aufsteiger die Liga halten konnten. Dass die Sommerpause bis zum Trainingsauftakt nicht einmal drei Wochen beträgt, hatte man sich "selbst zuzuschreiben", wie der Sportliche Leiter Joachim "Joe" Schempp anmerkt: "Da waren wir schon selbst schuld, dass wir so eine gute Ausgangslage nach dem Winter verspielt haben. Andererseits ist der Klassenerhalt für uns natürlich insgesamt ein riesiger Erfolg und für mich noch höher anzusiedeln als der Aufstieg aus der Landesliga!"

Über die Relegation schafften die Stadelner den Klassenerhalt in der Bayernliga.
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Nach einem Saisonstart wie im Rausch, mit sieben Siegen aus den ersten neun Partien und zwischenzeitlicher Tabellenführung, überwinterten die Stadelner im Mittelfeld, fanden aber 2026 nur noch ganz schwer in die Spur. Freilich wurden dabei auch Stimmen laut, die anzweifelten, ob die Bayernliga für den FSV nicht doch eine Nummer zu groß sei. "Ich kann nur sagen, dass die Liga schon richtig Spaß macht. Gerade so Spiele wie in Hof oder Würzburg sind schon noch einmal ein anderes Pflaster – und wenn man bedenkt, dass wir dann auch noch gegen Viktoria Aschaffenburg spielen werden, ist das schon besonders", betont Schempp.

Kaum noch ein Derby, aber ein klarer Vorteil auf dem Transfermarkt

Beim Blick voraus weiß man in Stadeln aber auch, dass man den Begriff "Derby" in Zukunft weiter fassen muss: "Außer Kornburg ist da nicht mehr viel geblieben, vielleicht Neumarkt noch", sagt Schempp über die Liga, aus der sich Eltersdorf nach oben und der ATSV Erlangen sowie Großschwarzenlohe nach unten verabschiedet haben. Was einerseits als Fluch zu sehen sein kann, war auf der anderen Seite ein Segen im Hinblick auf den Transfermarkt. Plötzlich ist Stadeln der einzige Bayernligist in der Gegend. "Das war unser Glück, da haben sich einige Spieler angeboten, denen diese Liga schon wichtig ist. Uns ist es gelungen, unseren Kader in Breite und Spitze zu verstärken. Komplett umkrempeln wollten wir die Truppe nicht. Aber dennoch: Es ist ein Riesenglück für uns, dass wir weiter in der Bayernliga spielen", sagt Trainer Manfred Dedaj nach einer dennoch "sehr intensiven Zeit", während der Sommerpause.

Thomas Müller (links) kommt vom ATSV Erlangen zurück nach Stadeln.
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Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass es dem FSV gelungen ist, durchaus vielversprechende Transfers zu landen, die als einer der vielen Landesliga-Standorte in der Nachbarschaft eher schwieriger geworden wären. Die gilt freilich weniger für Thomas Müller, der vom ATSV Erlangen nach Stadeln zurückgekehrt ist. Neben dem Defensivmann kommen aber mit Burak Ayvaz und Lukas Kuschka vom ATSV auch zwei eher offensiv ausgerichtete Akteure. Dies gilt auch für Umut Dogan, der gemeinsam mit Torwart Enis Izbudak vom FSV Erlangen-Bruck an den Kronacher Wald wechselt. Das halbe Dutzend der externen Neuzugänge macht Lukas Schmittschmitt voll. Der Mittelfeldallrounder kommt vom SV Buckenhofen, konnte aber auch schon bei Eintracht Bamberg seine Fähigkeiten in der Bayernliga nachweisen. Zudem wird Kevin Michelis, der auch in der Jugend der SpVgg Greuther Fürth spielte, aus der eigenen U19 aufrücken.

Umut Dogan kommt vom FSV Erlangen-Bruck nach Stadeln.
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Mannschaftsvorstellung am 19. Juni

Vorgestellt wird die neue Mannschaft in der kommenden Woche: Am Freitag (19. Juni) präsentiert sich ab 17 Uhr der neue Kader, im Anschluss folgt um 18.30 Uhr das Testspiel gegen den Landesliga-Aufsteiger FC Wendelstein. Nicht mehr mit von der Partie sind dann Torwart Manuel Döllfelder (TSV Windsbach), Daniel Roth (TSV Buch) und Maurice Reichenauer (neuer Verein noch offen). Verzichten muss man auf unbestimmte Zeit auf Schlüsselspieler Marco Weber, der sich einer Knie-OP unterziehen muss.

Marco Weber war seit längerer Zeit von Knieproblemen geplagt und muss nun operiert werden.
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"Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Kader, der uns zur Verfügung stehen wird. Sollte sich nicht noch kurzfristig etwas ergeben, sehen wir unsere Planungen damit auch abgeschlossen. Wir haben uns gut verstärkt, das Ziel bleibt aber unverändert der Klassenerhalt", sagt Schempp. "Wir spielen grundsätzlich gegen den Abstieg, die Liga ohne Relegation zu halten, wäre unser Traum", ergänzt Dedaj. Für das Ziel geht es im Rahmen der Vorbereitung vom 25. bis 28. Juni wieder ins traditionelle Trainingslager nach Flachau.

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