Artikel vom 13.05.2026 18:00 Uhr
Die DJK-SC Oesdorf verabschiedet mit Andreas Christelsohn, Branislav Dipanov und Furkan Atim drei Spieler.
Die DJK-SC Oesdorf bleibt Bezirksligist. Nach dem entscheidenden 2:2 gegen Germania Nürnberg fiel beim kleinen Dorfverein jede Menge Druck ab. Vereinsurgestein Manfred Vogel sprach über verletzte Spieler, einen Feldspieler im Torwarttrikot, den Konkurrenzkampf im Kasten und erste Personalentscheidungen für die neue Saison.
Die DJK-SC Oesdorf hat den Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord geschafft. Nach einer langen Saison voller Rückschläge und personeller Engpässe durfte beim 2:2 gegen den SC Germania Nürnberg endlich gefeiert werden. Manfred Vogel, langjähriger Abteilungsleiter und graue Eminenz im Hintergrund, wirkte nach dem Abpfiff erleichtert. „Die drei verlorenen Punkte durch den falschen Spielereinsatz von Tennenlohe sind wir die ganze Saison hinterhergerannt. Jetzt sind wir einfach froh, dass wir es geschafft haben“, sagte Vogel.
Dass die Oesdorfer bis zum vorletzten Spieltag zittern mussten, lag auch an der personellen Situation. Vogel verwies auf den wohl kleinsten Kader der Liga. „Wir konnten von der Bank oft nicht nachlegen. Uns hat einfach die Breite gefehlt“, erklärte er. Teilweise musste improvisiert werden. Gegen Germania stand sogar Ersatzkeeper Filip Krischer auf dem Feld. „Filip ist ein sehr guter Fußballer, deswegen konnte er draußen spielen“, berichtete Vogel.
Branislav Dipanov wird Spielertrainer beim BSC Erlangen.
anpfiff.info/Sebastian Baumann
Große Moral trotz vieler Probleme
Wie groß der Wille innerhalb der Mannschaft war, zeigte sich laut Vogel an mehreren Beispielen. „Leo de Puerta hat mit einem Meniskusriss gespielt, um uns zu helfen“, sagte er anerkennend. Dazu avancierte Jonas Paul mit einem gehaltenen Elfmeter zu einem der entscheidenden Akteure. Überhaupt lobte Vogel die Mentalität seiner Mannschaft und auch den Gegner: „Germania gibt nie auf. Das war ein sehr faires Spiel.“
Auch mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte sich der Oesdorfer zufrieden. „Die Schirileistung war sehr gut“, meinte Vogel. Eine besondere Szene gab es zudem um Spielertrainer Branislav Dipanov, der unter Applaus ausgewechselt wurde und später noch Gelb-Rot sah. Für Dipanov endet in Oesdorf ein langes Kapitel, denn der Spielertrainer wechselt im Sommer zum BSC Erlangen.
Mit dem Klassenerhalt setzt die DJK-SC Oesdorf ihre Bezirksliga-Zeit fort. „Wir spielen jetzt das sechste Jahr in der Liga. Für unseren kleinen Ort ist das schon eine Leistung“, betonte Vogel stolz. Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff. „Wir sind nach dem Spiel noch zusammengesessen und haben gemeinsam gegrillt. Das war ein schöner Abschluss.“
Furkan Atim (vorn) wechselt nach Buckenhofen.
anpfiff.info/Peter Tanis
Erste Entscheidungen für die neue Saison
Auch personell laufen die Planungen bereits. Andreas Christelson wird den Verein in Richtung FC Herzogenaurach verlassen. Atim Furkan schließt sich künftig dem SV Buckenhofen an. Gleichzeitig vermeldete Vogel bereits erste Zusagen: „Zwei haben unterschrieben“, sagte er, ohne Namen zu nennen.
Spannend bleibt zudem die Torhüterfrage. Jonas Paul und Filip Krischer lieferten sich zuletzt ein enges Rennen um den Platz zwischen den Pfosten. „Die beiden haben eingeschlagen. Zwei Torhüter tun unserem Training richtig gut, das waren wir gar nicht gewohnt“, erklärte Vogel. Aktuell habe Jonas Paul „die Nase vorn“, eine endgültige Entscheidung gebe es aber nicht. „In der Vorbereitung geht es wieder bei null los. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen den beiden.“
Dass Oesdorf am Ende über dem Strich bleibt, hatte auch mit den direkten Vergleichen zu tun haben können. Vogel wusste genau um die Konstellation: „Der direkte Vergleich hätte gezählt, weil die Wertung nur entfällt, wenn wir einmal schuldhaft abgesagt hätten.“ Soweit kam es nicht – und deshalb durfte die DJK-SC Oesdorf am Ende den Klassenerhalt feiern.