Neuer Bezirksspielleiter im Podcast: Tittmann übernimmt – das hat er vor - fussballn.de
Artikel vom 17.04.2026 12:00 Uhr
Neuer Bezirksspielleiter im Podcast: Tittmann übernimmt – das hat er vor
Michael Tittmann stellt seine Vorstellungen im Podcast vor.
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PODCAST In Folge 77 des Podcasts „die amateurschreiber“ ist mit Michael Tittmann der neue Bezirksspielleiter für Mittelfranken zu Gast. Im Gespräch mit Uwe Kellner und Sebastian „Basti“ Baumann blickt er auf seinen Weg vom Spieler zum Schiedsrichter und Funktionär zurück, spricht offen über seine neue Aufgabe und skizziert, welche Themen er im Bezirk anpacken will.
Von Sebastian Baumann
Tittmann erzählt, dass er ursprünglich selbst als Fußballer angefangen hat, ehe ihn Ausbildung und Beruf vom aktiven Spielbetrieb wegführten. 1993 wechselte er an die Pfeife und machte sich als Schiedsrichter schnell einen Namen. Rückblickend beschreibt er seine Entwicklung sehr offen: „Du merkst dann im Laufe der Jahre und im Laufe der Erfahrung, dass es viel, viel besser ist, Moderator zu sein.“ Aus dem anfangs eher strengen Schiedsrichter sei mit der Zeit einer geworden, der den Dialog mit Spielern und Trainern gesucht habe.

Auch sein ehrenamtlicher Weg nimmt breiten Raum ein. Vom Lehrwart über den Obmann der Schiedsrichtergruppe Neumarkt bis hin zu Tätigkeiten auf Verbands- und Kreisebene sammelte Tittmann viel Erfahrung. Über seine Motivation sagt er: „Die Schiedsrichtergruppe, das war Schiedsrichterfamilie.“ Genau dieses Umfeld habe ihn geprägt und dazu gebracht, Verantwortung zu übernehmen.

Ein größerer Themenblock ist Futsal, mit dem Tittmann seit Jahren eng verbunden ist. Dabei räumt er ein, dass die Einführung in Bayern nicht glücklich lief. „Das war am Anfang eine sehr harte Nummer“, sagt Tittmann und erklärt, dass viele Vereine damals überrumpelt worden seien. Heute sieht er die Lage etwas entspannter, weil inzwischen eine Generation nachrückt, die Futsal von klein auf kennt. Gleichzeitig zeigt er sich offen für Anpassungen, etwa im Jugendbereich.


Michael Tittmann ist der neue Bezirksspielleiter in Mittelfranken.
Jürgen Igelspacher/BFV

Ziel: Ruhe im Spielbetrieb

Im Mittelpunkt des Podcasts steht aber natürlich seine neue Rolle als Bezirksspielleiter. Tittmann macht deutlich, dass er nach unruhigen Monaten wieder Stabilität in den mittelfränkischen Spielbetrieb bringen will. „Wir schauen müssen, dass wir Ruhe reinbringen in den Spielbetrieb, in den Bezirk“, sagt er. Die ersten Rückmeldungen aus den Vereinen seien durchweg positiv gewesen, was ihn besonders gefreut habe.
Spannend wird es auch bei der Relegation. Tittmann deutet an, dass er sich ein neues Modell vorstellen kann: weg von Dreiergruppen, hin zu einfachen Spielen auf neutralem Platz und mit stärkerem regionalem Zuschnitt. „Ich finde, eine Relegation ist einfach ein Vergleich zwischen zwei Spielklassen“, sagt er. Ziel sei es, attraktivere Partien mit kürzeren Wegen und mehr Zuschauern zu schaffen.

Daneben spricht Tittmann weitere Baustellen an. Dazu zählen mögliche Folgen einer Regionalliga-Reform, die Gewaltproblematik auf den Sportplätzen und die schwierige Personalsituation in manchen Bereichen des Amateurfußballs. Beim Thema Gewalt kündigt er an, genau hinsehen und mit den Vereinen in den Austausch gehen zu wollen. Insgesamt vermittelt Folge 77 den Eindruck, dass Tittmann sein neues Amt mit großer Erfahrung, klaren Vorstellungen und der nötigen Bodenhaftung angeht.


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