Artikel vom 03.04.2026 12:30 Uhr
Mileta Milovanovic gab am Mittwochnachmittag seinen Rücktritt als Trainer von Eintracht Falkenheim bekannt.
Aufsteiger Eintracht Falkenheim muss sich mitten in der Saison der Kreisklasse 4 auf Trainersuche begeben. Denn wie Trainer Mileta Milovanovic gegenüber unserer Redaktion verkündete, verlässt er den Verein mit sofortiger Wirkung und überraschte mit seiner Entscheidung auch die Verantwortlichen. Diese reagierten mit einer Stellungnahme auf die Rücktrittsbegründung des Aufstiegscoaches.
Mileta Milovanovic heuerte zu Saisonbeginn 2024/2025 bei Eintracht Falkenheim an und führte die Mannschaft nach dem Abstieg und einem spannenden Zweikampf mit dem 1. FC Trafowerk als Meister der A-Klasse 7 auf Anhieb zurück in die Kreisklasse. "Was wir in den letzten eineinhalb bis fast zwei Jahren gemeinsam erlebt und erreicht haben, war alles andere als selbstverständlich. Der Aufstieg im letzten Jahr und vor allem der unglaubliche Zusammenhalt in dieser Saison, trotz aller Rückschläge, machen mich wirklich stolz. Die Mannschaft hat immer füreinander gekämpft, sich nie hängen lassen – genau das hat die Spieler als Team ausgezeichnet", bricht Milovanovic eine Lanze für seine Schützlinge und lobt das tadellose Verhältnis zu seinen Akteuren: "Mir hat wirklich jede einzelne Trainingseinheit und jedes Spiel unglaublich viel Spaß gemacht. Und ich habe zu 100 % gespürt, dass die Spieler hinter mir gestanden haben – genauso wie ich immer hinter ihnen stand. Genau dieses Vertrauen und dieser Zusammenhalt waren die Basis für unseren Aufstieg und für alles, was wir gemeinsam erreicht haben."
Mileta Milovanovic führte Eintracht Falkenheim gemeinsam mit Co-Trainer Aljosa Kolundzic (r.) direkt in ihrer Debütsaison als Meister-Trainerteam zurück in die Kreisklasse. Unter der Woche gab das Duo nun seinen Rücktritt bekannt.
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Basis für gemeinsamen Weg nicht gegeben – Auch Co-Trainer Kolundzic verlässt den Verein
Dennoch hat sich der 48-Jährige nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, sein Amt mit sofortiger Wirkung abzugeben, was auch für den spielenden Co-Trainer Aljosa Kolundzic gilt. "Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe in dieser Zeit sehr viel Herzblut, Zeit und Energie investiert, weil mir der Verein und vor allem ihr als Mannschaft am Herzen liegt", leitet Milovanovic die Hintergründe in Richtung seines Teams ein und führt diese näher aus: "Umso ehrlicher möchte ich aber auch sagen, dass mir in den letzten Monaten zunehmend der Austausch und die Perspektive von Vereinsseite gefehlt haben. Während zu Beginn meiner Zeit noch mehr Präsenz und Kommunikation da waren, habe ich den Vorstand und die sportliche Leitung im letzten halben Jahr tatsächlich nur noch zwei- bis dreimal gesehen. Für mich lebt ein Verein aber genau davon: von regelmäßigem Austausch, klarer Ausrichtung und gemeinsamer Weiterentwicklung." Dabei habe sich der Chefanweiser "gewünscht, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen und den nächsten Schritt zu machen. Leider habe ich für mich gemerkt, dass dafür die Basis aktuell nicht gegeben ist." Milovanovic selbst betont bereits, sich bei passenden Anfragen zeitnah eine neue sportliche Herausforderung bei einem ambitionierten Verein vorstellen zu können.
Falkenheim-Vorstand Felix Steinbach zeigte sich vom Rücktritt des bisherigen Cheftrainers überrascht.
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Entscheidung für Verein nicht ganz nachvollziehbar – Nachfolge ungewiss
Der Verein wurde indes vom Rücktritt des Trainers nach dem jüngsten 3:2-Auswärtssieg beim 1. FC Trafowerk vom vergangenen Sonntag auf dem falschen Fuß erwischt. "Die Entscheidung hat uns doch sehr überrascht. Wir hatten erst in der Winterpause und bis zuletzt immer wieder auch Gespräche mit Mile geführt. Es war auch immer mindestens ein Vereinsverantwortlicher bei den Spielen, weshalb wir die Begründung nicht so ganz verstehen. Zur Winterpause haben wir sogar extra noch einen weiteren Betreuer zur Unterstützung und Domi Beer als Spieler reaktiviert. Von daher ist sein Rücktritt für uns nicht ganz nachvollziehbar und wir müssen uns intern jetzt erstmal abstimmen", entgegnet Vorstand Felix Steinbach stellvertretend für den Verein, der aber keineswegs im Groll mit seinem bisherigen Übungsleiter auseinandergehen will: "Wir wünschen ihm aber natürlich für seinen weiteren Weg alles Gute und bedanken uns für sein großartiges Engagement in den letzten eineinhalb Jahren. Er wird bei uns am Sportplatz immer gerne gesehen sein." Wer den Aufsteiger im Auswärtsspiel nach der Osterpause am Samstag in einer Woche bei der SpVgg Mögeldorf 2000 II betreuen wird, steht derzeit also noch in den Sternen.