Artikel vom 01.04.2026 22:35 Uhr
Der SC Feucht erwischte einen Traumstart und legte früh den Grundstein zum Auswärtssieg in Bruck.
SPIELTAG AKTUELL Im Nachholspiel vom 22. Spieltag der Landesliga Nordost setzte sich der 1. SC Feucht am Mittwochabend mit 4:2 beim FSV Erlangen-Bruck durch. In einer über weite Strecken intensiven Begegnung stellten die Gäste früh die Weichen auf Auswärtssieg. Es war der erste Dreier für die Zeidler nach der Winterpause.
Die Betroffenheit in Bruck ist auch einige Tage nach dem tödlichen Unfall am Sportplatz immer noch greifbar. Nach einer Gedenkminute sollte im Nachholspiel erstmals wieder der Ball bei der 1. Mannschaft der Brucker im Heimspiel rollen. Dabei zeigten sich die bis dahin in 2026 noch sieglosen Feuchter beim Favoriten eiskalt. Bereits in der 10. Minute brachte Julian Rauch die Gäste in Führung, als er nach einem abgefälschten Ball aus kurzer Distanz traf. Nur acht Minuten später legte Feucht nach: Nach einem Freistoß nutzte Philip Nutz die Verwirrung und erhöhte auf 0:2. Die Brucker bemühten sich um eine Antwort, hatten ein optisches Übergewicht, ohne dabei zwingend zu werden. Ganz anders die Feuchter: Erneut war es Nutz, der nach einer Unsicherheit in der Defensive der Gastgeber trocken zum dritten Treffer einschob. Das 0:3 war eine gewaltige Hypothek für den FSV, der zwar zweimal traf, aber beide Male wurde das Tor nicht anerkannt, einmal wegen einer Abseitsstellung, ein anderes Mal nach einem Stürmerfoul an Feuchts Torwart Iosifidis. In der 38. Minute gelang schließlich Nikolas Boukouvalas nach einem Abpraller immerhin der Anschlusstreffer zum 1:3.
Feuchts Kapitän Jannik Schneider im Kampf um den Ball mit Daniel Lustig. Die Gäste gaben den Bruckern gleich eine ordentliche Hypothek mit, die der FSV aber beinahe noch wettgemacht hätte.
Dominik Geiswinkler
Nach der Pause wollte Bruck freilich mehr und sorgte prompt für echte Spannung, als Torjäger Nikola Milovski nach einer Flanke sehenswert mit der Hacke auf 2:3 verkürzte (52.). Jener Milovski hatte eine Viertelstunde später den Ausgleich auf dem Silbertablett, genauer auf dem Elfmeterpunkt, liegen, scheiterte aber erst an Iosifidis und schoss die Kugel dann im Nachschuss nur an die Latte.
Nikola Milovski scheiterte per Elfmeter und in dieser Szene im Nachschuss am möglichen 3:3 für seine Brucker.
Sebastian Baumann
So ließen die Brucker das Elfmetergeschenk aus und kassierten stattdessen in der Schlussphase selbst den vierten Treffer, den der eingewechselte Joel Teukam Noumessi erzielte. Trotz einer hektischen Schlussphase samt Zeitstrafen auf beiden Seiten brachte der SC Feucht die Führung souverän nach Hause und feierte einen wichtigen ersten Dreier nach der Winterpause, wodurch die Zeidler vorerst wieder neun Punkte vor dem ersten Relegationsrang liegen. Die Brucker indes verpassten den Anschluss an den Relegationsplatz nach oben und verharren vorerst auf Platz drei. Nach den Partien gegen Mögeldorf am Karsamstag und in Münchberg an Ostermontag dürfte man beim FSV genauer wissen, ob der Zug in Richtung Bayernliga noch zu erreichen ist.