Artikel vom 27.03.2026 11:00 Uhr
Die DJK BFC (in grau) will im Kampf um den Aufstieg noch den einen oder anderen Konkurrenten aus dem Weg räumen.
Die DJK BFC legte in der A-Klasse 7 einen bärenstarken Saisonstart hin, dessen Grundstein bereits in der vorherigen Saison nach dem Abstieg aus der Kreisklasse gelegt wurde. Nach einer Schwächephase befinden sich die Ziegelsteiner mittlerweile in der Rolle des Jägers und wollen sich die verlorenen Punkte ohne Druck zurückholen.
Die DJK BFC stieg 2024 aus der Kreisklasse ab und erklärte die vergangene Saison in der A-Klasse 6 im Rahmen des Umbruchs zu einer Übergangsspielzeit, in der man sich für eine erfolgreiche Zukunft neu aufstellen wollte. Jener Prozess ging dann schneller vonstatten als gedacht und so stand am Ende ein respektabler fünfter Tabellenplatz zu Buche. Durch die Umgruppierung verschlug es die Concorden zur aktuellen Saison in die A-Klasse 7, wo man mit sechs Siegen am Stück einen Auftakt nach Maß hinlegen konnte, der sich in gewisser Weise bereits abgezeichnet hatte.
„Wir haben uns gut auf die Saison vorbereitet und unsere Neuzugänge gut integrieren können. Dazu kam auch, dass wir bereits in der vergangenen Saison nach dem Abstieg die komplette Rückrunde nicht verloren hatten – außer ein Spiel, das dann zu dem Zeitpunkt für uns nicht mehr relevant war. Diese Energie haben wir dann zur neuen Saison mitgenommen und konnten so mit dem Kader wunderbar aufspielen. Wie schon erwähnt, kamen dann noch die überragenden Verstärkungen dazu, die es uns in den ersten sechs Spielen leicht gemacht haben", berichtet Nando Pfeiffer, spielender Co-Trainer bei der DJK BFC, vom verlustpunktfreien Traumstart in die aktuelle Spielzeit.
Co-Trainer Nando Pfeiffer und die DJK BFC (in rot) ließen sich zu Saisonbeginn nicht von der Siegesstraße abbringen.
fussballn.de
Leistungsdichte und Verletzungspech münden in Durststrecke
Nach dem halben Dutzend Dreiern – der sechste Saisonsieg gelang ausgerechnet im Derby gegen den ASV Buchenbühl (4:1) – mussten die Ziegelsteiner allerdings eine Durststrecke von vier Partien ohne Punktgewinn durchstehen. „Rund um das Spiel gegen Buchenbühl hat man dann schon in der Mannschaft gemerkt, dass wir einen überragenden Kader haben, und es war klar, dass jeder spielen will, vor allem wenn man nicht nur wie die meisten Teams aus der A-Klasse gerade so elf bis 13 gute Kicker zusammenkratzen muss, sondern eben 15 bis 19 überragende Spieler hat. Das führte dann intern zu Diskussionen und die Jungs wollten wissen, warum es dann nicht in die erste Elf gereicht hat oder warum man ausgewechselt wird und so nahm die leichte Unzufriedenheit dann langsam ihren Lauf“, skizziert Pfeiffer die Probleme des dichten Leistungsniveaus im Kader, der in der Folge weiter ausgedünnt wurde: „Es kam der ein oder andere Spieler nicht mehr regelmäßig und uns ereilten sehr schlimme Verletzungen. Zu allem Überfluss mussten auch noch zwei unserer Neuzugänge aus privaten und beruflichen Gründen kürzertreten bzw. erstmal pausieren.“
BFC-Coach Alfred Walter brachte seine Truppe nach der kurzen Durststrecke wieder auf Kurs.
Dominik Geiswinkler
Zwischenzeitlich hat sich die Truppe von Trainer Alfred Walter aber wieder gefangen und konnte aus den seit Mitte Oktober absolvierten sieben Partien fünf Siege und ein Remis einfahren. Die Dauerkarte an der Tabellenspitze aus dem ersten Saisonviertel ist man zwar wieder los, mischt jedoch als Tabellenvierter mit sechs Zählern Rückstand auf Platz zwei und einem Spiel in der Hinterhand noch voll mit im Aufstiegsrennen. „Wir haben keinen Druck mehr, den hatten wir nach den ersten sechs Spielen und haben ihn dann nicht ganz freiwillig an die anderen drei starken Teams vor uns weitergeben müssen“, sagt der 32-jährige Führungsspieler und ist sich mit seinem Cheftrainer bei der Bewertung des bisherigen Saisonverlaufs einig: „Wir sind mit der aktuellen Saison relativ zufrieden. Das Einzige, was uns enorm wehtut, sind unsere verletzten Jungs, die lange zuschauen mussten, aber langsam wieder mit an Bord sind.“
Die DJK BFC um Kapitän Enes Rexhepi (in rot) geht nach dem 3:0-Sieg bei Flügelrad II und dem darauffolgenden spielfreien Wochenende ausgeruht ins Derby gegen Buchenbühl.
Dominik Geiswinkler
Derby-Spitze und Kampfansage im selben Atemzug
Als nächste Aufgabe steht für die DJK BFC am kommenden Sonntag das Derby-Rückspiel gegen den ASV Buchenbühl an. Für die Elf von Alfred Walter ergibt sich gegen dessen Ex-Verein die Chance auf den dritten Sieg in Folge. „Wie genau wir vorgehen, werde ich hier natürlich nicht preisgeben. Die Buchenbühler können bestimmt auch lesen, zumindest ein paar“, will sich Pfeiffer mit einem Augenzwinkern stellvertretend für das Trainerteam vor dem Nachbarschaftsduell nicht in die Karten schauen lassen und spricht unabhängig vom kommenden Gegner eine Kampfansage an die Konkurrenz aus: „Eins kann ich sagen: Wir haben uns für die Rückrunde einiges vorgenommen, vor allem wird es bei uns zu Hause, egal wer noch vorbeischauen wird, richtig brennen. Die Punkte, die wir in der Hinrunde liegen gelassen haben, holen wir uns zurück. Wir sind die Jäger und so lässt es sich auch am einfachsten Fußball spielen. Wir können uns nur selbst Druck machen und das bekommen die Jungs auch von uns vermittelt. Wenn es uns gelingt, an die Rückrunde aus der vergangenen Saison anzuknüpfen, heißt es am Ende definitiv nicht Platz 3 oder 4.“ Das Gefühl, weiter oben zu stehen, kennt man an der Hofer Straße ja bereits vom Anfang der Saison.