Artikel vom 19.03.2026 23:05 Uhr
Spitzenreiter TSV Johannis 83 (in grün-weiß) ließ bei Kellerkind ESV Rangierbahnhof nichts anbrennen und siegte mit 4:0.
SPIELTAG AKTUELL Die beiden Nachholpartien der Kreisliga Nürnberg boten am Donnerstagabend klare Ergebnisse: Während Spitzenreiter TSV Johannis 83 beim ESV Rangierbahnhof schon im ersten Abschnitt alles klar machte und 4:0 gewann, unterstrich am Ebensee der Post SV durch ein 5:1 gegen den SV Türkspor Reichelsdorf seine blendende Form, fuhr den dritten Sieg im Jahr 2026 ein und verschaffte sich damit weiter Luft nach unten.
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ESV Rangierbahnhof / MW
ESV Rangierbahnhof – TSV Johannis 1883 0:4 (0:4)
Der Matchplan der Rangers war im Nachholspiel am Donnerstagabend schon nach drei Minuten für die Katz. Johannis konterte wie eine Spitzenmannschaft eiskalt und traf durch Rudt früh zum 0:1. Im Laufe der ersten Halbzeit konnte Johannis den Vorsprung dann erst nach zwei individuellen Fehlern der Rangers auf dem erneut sehr schwer zu bespielenden Ackerplatz durch einen Fotiadis-Doppelpack zum 0:3 ausbauen (25., 37.), ehe eine Standardsituation sogar noch vor der Halbzeit in Person von Burgutzidis zum 0:4 führte.
In der zweiten Halbzeit nahm Johannis etwas Tempo raus – am Wochenende steht das Spitzenspiel gegen Vatanspor an – die Rangers hielten in den Zweikämpfen mehr dagegen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Halbchancen auf beiden Seiten. Die größte Rangers-Chance auf den Ehrentreffer vergab Wurzinger kurz vor Schluss, als er einen Aufbaufehler von Johannis gegen den überragend parierenden Nadolski nicht nutzen konnte. Während Johannis für das Topspiel gerüstet ist, dürfen sich die Rangers nicht erneut so eine desolate erste Halbzeit erlauben, wenn sie im Auswärtsspiel beim ASV Fürth etwas mitnehmen wollen.
Routinier Heinrich Rudt (in grün-weiß) traf bereits in den Anfangsminuten für den TSV Johannis 83 zur Führung und leitete damit eine starke erste Hälfte des Primus beim ESV Rangierbahnhof (in blau-schwarz) ein. Die 83er siegten beim Kellerkind letztlich souverän mit 4:0.
fussballn.de / Strauch
Post SV – SV Türkspor Reichelsdorf 5:1 (1:0)
Im zweiten Spiel des Abends unterstrich der Post SV auf dem Kunstrasen am Ebensee seine blendende Form und feierte durch ein 5:1 gegen den SV Türkspor Reichelsdorf seinen dritten Sieg im dritten Ligaspiel des Jahres. Den besseren Start erwischten aber zunächst die Gäste, die in den Anfangsminuten aber zwei gute Chancen auf die Führung vergaben. Anschließend arbeitete sich die Heimelf besser ins Spiel und verzeichnete ebenfalls erste Offensivaktionen. In einer insgesamt chancenarmen ersten Hälfte sorgte Post-Kapitän Tim Niklaus unmittelbar vor der Pause mit einem Geniestreich für die 1:0-Pausenführung seiner Mannschaft, als er bei einem Freistoß von der Mittellinie Gäste-Keeper Niedermeier zu weit vor dessen Kasten sah und äußerst sehenswert im hohen Bogen traf.
Post-Kapitän Tim Niklaus (3.v.r.) brachte sein Team unmittelbar vor der Pause mit einem Geniestreich in Führung.
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Nach dem Seitenwechsel machten die Ebensee-Kicker zunächst den gefälligeren Eindruck. Niklaus schloss allerdings aus aussichtsreicher Position zu zentral ab (50.) und Hrissopoulidis traf nach 54 Minuten, alleine vor Niedermeier angekommen, nur den Außenpfosten. Vier Zeigerumdrehungen später zeigte sich auf der Gegenseite Türkspors Winterneuzugang Celahmetovic kaltschnäuziger, als er bei seinem Sololauf quer durch die gegnerische Hälfte nicht richtig gestört wurde und schließlich trocken von der Strafraumgrenze aus halbrechter Position ins lange Eck traf. Die Partie nahm an Fahrt auf und wurde nach einer Stunde kurzzeitig hitzig, als die Gäste eine Tätlichkeit gegen Außenbahnspieler Gürcan erkannt haben wollten, was letztlich zur kurzzeitigen Anwendung des Stopp-Konzeptes und einer Gelben Karte für Post-Akteur Christiansen führte. Nach 65 Minuten scheiterte Öten mit seinem Flachschuss an Post-Keeper Rinnhöfer, ehe Dogmus den Abpraller unter arger Bedrängnis am Tor vorbei bugsierte.
Ugur Öten (in rot) und der SV Türkspor Reichelsdorf waren nach dem Ausgleich am Drücker. Mitten in diese Drangphase traf dann aber der Post SV (in gelb) und entschied die Partie am Ende verdientermaßen für sich.
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Als die Partie etwas zu kippen drohte, schlugen die Gastgeber entscheidend zu: Erst vollstreckte Englhard ein schönes Milchutskyi-Anspiel überlegt zur erneuten Führung (71.), wenig später legte der eingewechselte Tatalovic per Kopf umgehend das 3:1 nach (73.). Eine Vorentscheidung war gefallen und die Heimelf bestrafte die Fehler der Gäste in der Folge weiter konsequent. Milchutskyi nach zuvor katastrophalem Rückpass (83.) und Culjak (86.) sorgten für den zu hohen, aber keinesfalls unverdienten 5:1-Endstand. Der Post SV klettert damit in der Tabelle bis auf Rang 8 und verschafft sich weiter Luft im Abstiegskampf. Die Gäste aus Reichelsdorf mussten dagegen die zweite deutliche Niederlage nach der Winterpause hinnehmen.
Und so geht's weiter...
Am Sonntag eröffnet der ASV Fürth den 21. Spieltag schon um 13 Uhr gegen den ESV Rangierbahnhof, der dringend Punkte im Abstiegskampf benötigt. Ab 14 Uhr empfängt der TSV Altenfurt den FC Bayern Kickers und will nach dem Derbysieg in Deutenbach gleich weiter nachlegen. Um 15 Uhr wird es in Veitsbronn heiß hergehen, wenn der ASV den TSV Burgfarrnbach begrüßt. Viele Augen werden derweil sicherlich auf den Zeisigweg gerichtet sein, wo Spitzenreiter TSV Johannis 83 Verfolger Vatanspor zum absoluten Kracher des Tages willkommen heißen wird. Türkspor will derweil durch einen Heimsieg gegen Deutenbach erstmals Zählbares im Jahr 2026 einfahren, während der KSD Hajduk mit einem Sieg gegen Eibach weiterhin ganz vorne dabei bleiben möchte. Abgerundet wird der 21. Spieltag mit dem Heimspiel des Post SV gegen den FC Bosna. Bauen die Ebensee-Kicker ihren tollen Lauf weiter aus?