Artikel vom 20.03.2026 12:00 Uhr
Spielertrainer Tamas Dencs und seine DJK Falke II wollen sich ins Zeug legen, um erneut den Klassenerhalt zu packen.
Die DJK Falke II zitterte in der Saison 2024/2025 bis nach Abpfiff des letzten Spieltages um den letztlich erfolgreichen Klassenerhalt und möchte jenes Szenario unter Spielertrainer Tamas Dencs im kommenden Sommer möglichst vermeiden. Der 3:2-Mentalitätssieg gegen Zirndorf versprüht dabei positive Zuversicht, dass man in der A-Klasse 6 in der Endabrechnung auch über dem Strich stehen wird.
Die 2. Mannschaft der DJK Falke erlebte in der abgelaufenen Saison 2024/2025 ein wahres Herzschlagfinale, als man am allerletzten Spieltag zeitgleich mit dem ESV Flügelrad II im Fernduell um den letzten Platz am rettenden Ufer bangen musste. Weil sowohl die Falken als auch die Eisenbahner ihre Partien jeweils verloren hatten, blieb der hauchdünne Vorsprung der DJK-Reserve von drei Zählern zum Abstiegsrelegationsplatz erhalten.
„Die vergangene Saison ist in vielerlei Hinsicht nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht hätten. Erst am letzten Spieltag – nach unserem eigenen Spiel – hatte sich entschieden, ob wir in der Liga bleiben können“, berichtet Tamas Dencs von seinem ersten Jahr als Spielertrainer der 2. Mannschaft, die er damals noch gemeinsam mit Kevin Lau zu einem Happy End coachte: „Es ist nicht einfach, gleichzeitig als Spieler und Trainer auf dem Platz zu stehen oder im Training immer 100 % zu geben. Die Zusammenarbeit zwischen uns war gut, allerdings leider nicht so erfolgreich, wie wir es uns erhofft hatten. Am Ende ist aber alles gut ausgegangen, wir haben es geschafft.“
Generationswechsel in beiden Mannschaften – gute Zusammenarbeit im Trainerteam
Auch in der laufenden Spielzeit stehen die Falken nach dem Sportgerichtsurteil gegen den TSV Azzurri Südwest II und dem ersten Spieltag im neuen Jahr genau über dem Strich. „Wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, finde ich, dass wir aktuell in einer besseren Situation sind als im letzten Jahr – obwohl die Liga insgesamt stärker geworden ist“, resümiert Dencs die aktuelle Ausgangslage und war mit seiner Truppe mehrfach nah dran, die Bilanz von bislang vier Saisonsiegen positiver zu gestalten: „In der Vorrunde haben wir viele Spiele mit nur einem Tor Unterschied verloren oder in den letzten Sekunden noch Punkte abgegeben. Mit etwas mehr Glück hätten wir deutlich mehr holen können.“
Mangelnden Einsatz konnte man der DJK Falke II (in lila) im bisherigen Saisonverlauf nicht vorwerfen, vielmehr fehlte wiederholt das Spielglück in engen Partien.
Lisa Paul
Dabei gibt es rund um den Verein an der Sudetendeutsche Straße derzeit mehrere Herausforderungen, mit denen alle Beteiligten umgehen müssen. „Bei Falke befinden wir uns aktuell in einem Generationswechsel, der beide Mannschaften betrifft und sich auch in der kommenden Saison noch stärker bemerkbar machen wird. Als 2. Mannschaft ist es zudem schwierig, jede Woche mit dem gleichen Kader auf dem Platz zu stehen“, beschreibt Dencs die Widrigkeiten, für deren Bewältigung man jedoch gut aufgestellt ist: „Umso wichtiger ist die hervorragende Zusammenarbeit zwischen mir und Gerd Boetticher, dem Trainer der 1. Mannschaft. Wir stimmen uns regelmäßig ab und tauschen uns mehrmals pro Woche darüber aus, wie wir Training und Spiele vorbereiten. Das hilft mir auch persönlich sehr in meiner Rolle als Trainer. Zusätzlich unterstützt die 2. Mannschaft Roland Bader von außen. Wenn ich am Wochenende auf dem Platz stehe, ist er quasi mein Auge an der Seitenlinie. Auch diese Zusammenarbeit ist für uns sehr wertvoll. Die Jungs ziehen sehr gut mit, und für mich ist die Einstellung nach wie vor das Wichtigste.“
Auftaktsieg gegen Zirndorf für die Moral vor harten Wochen
Auch nach der langen Winterpause und der witterungsbedingt schwierigen Vorbereitung war die Einstellung bei der DJK-Reserve auf dem richtigen Niveau, als man sich im ersten Punktspiel zu Hause gegen den favorisierten TSV Zirndorf trotz mehrfacher Rückschläge mit 3:2 durchsetzen konnte. „Schon in der gesamten Vorbereitung und eigentlich über die ganze Saison hinweg haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir gegen jede Mannschaft die Möglichkeit haben, Punkte zu holen“, sagt der 41-jährige Routinier und stellt insbesondere die geistige Komponente in den Vordergrund: „Das muss immer im Kopf bleiben. Wenn die Mentalität und die Einstellung stimmen und man an einem Spieltag alles gibt, können wir auch erfolgreich sein. Der Sieg am Sonntag war daher sehr wichtig für unsere Moral. Wir sind dreimal in Führung gegangen und das zeigt mir, dass wir an diesem Tag auch mental stark genug waren.“
Falke-Spielertrainer Tamas Dencs (in weiß) blickt nach dem Mentalitätssieg gegen Zirndorf positiv auf die kommenden Wochen.
Katharina Reiser
Für den weiteren Saisonverlauf versprüht Dencs aufgrund der Entwicklung seiner Mannschaft eine positive Energie, die freilich auch weiter in Zählbarem münden soll. „Ich hoffe, dass wir diesen Weg weitergehen und in den kommenden Wochen noch für positive Überraschungen sorgen können. Jetzt stehen zwei Auswärtsspiele in Folge an, aber wir werden alles daransetzen, auch dort erfolgreich zu sein“, richtet der spielende Coach den Blick auf die kommenden Aufgaben, die bei der DJK Oberasbach, bei der DJK Fürth und nach Ostern zu Hause gegen Megas Moldova anspruchsvolle Brocken bereithalten.
Zitterpartie aus dem Vorjahr vermeiden
Trotz des undankbaren Spielplans liegt der Fokus bei der Falke-Reserve auf demselben Ergebnis wie im Vorjahr, wenngleich man sich das große Zittern gerne ersparen würde. „Unser Saisonziel bleibt unverändert: Wir wollen so früh wie möglich die Klasse halten und das möglichst ohne den Umweg über die Relegation. Unser Ziel ist es, die beiden verbleibenden Heimspiele zu gewinnen. Und wie bereits gesagt werden wir auch auswärts alles daransetzen, erfolgreich zu sein.“ Wenn die Mannschaft den positiven Spirit des Trainers umsetzen kann, steht einem ruhigeren Saisonende 2025/2026 wenig im Weg.