Artikel vom 12.03.2026 12:00 Uhr
Freuen sich auf die gemeinsame Saison beim SC Großschwarzenlohe (von links): Rainer Abraham, Christian Heinloth, Marco Ried, Fabian Schäll, Jonas Fries und Tobias Müller.
Der Abschied von Florian Bauer und Fabian Klose zum TSV Kornburg zur kommenden Saison war schon ebenso fix wie der Verbleib von Fabian Schäll und Christian Heinloth beim SC Großschwarzenlohe. Nun hat der SCG ligaunabhängig sein Trainerteam für die Zukunft mit zwei neuen Gesichtern komplettiert und blickt gemeinsam positiv unter dem Motto "even stronger" auf das kommende Spieljahr.
Im Dezember gab es die ersten Gespräche, im Februar war die Tinte trocken und nun ist auch klar, wie das Trainer-Team des SC Großschwarzenlohe – wohlgemerkt – ligaunabhängig in der kommenden Saison aussieht. Das grundsätzliche Konstrukt, das sich über die Jahre als erfolgreich beim SCG erwiesen hat, soll fortgeführt werden, auch wenn alle Akteure unisono sagen, dass ab dem neuen Spieljahr das "weiße Blatt Papier" neu beschrieben werden soll. Die Überschrift ist indes schon gefunden: Unter dem Motto "even stronger" geht es in die Saison 2026/27, wie Fußball-Abteilungsleiter Rainer Abraham bei der Vorstellungsrunde einleitend erklärte.
Neue Impulse mit zwei neuen Gesichtern im Trainerteam
Freilich, die eine Hälfte des Trainerteams war keine Überraschung: Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Fabian Schäll und dem spielenden Co-Trainer Christian Heinloth stand auch nach dem Abschied von Florian Bauer und Fabian Klose grundlegend fest. Die "ersten Ansprechpartner", die man bei der Suche für die beiden zukünftigen Kornburger im Blick hatte, saßen nicht nur "in guten Gesprächen" mit den Verantwortlichen in Groß'lohe zusammen, sondern letztlich auch beim Online-Pressegespräch am Mittwochabend. "Wir haben uns einen neuen Impuls von draußen geholt", sagte Abraham bei der Vorstellung eines Trainer-Quartetts, das kurioserweise komplett in Hilpoltstein wohnt.
Jonas Fries (in grün) wird vom Kapitän des VfB Eichstätt in der kommenden Saison zum spielenden Co-Trainer beim SC Großschwarzenlohe.
Ernst Blank
Verbindungen untereinander gab es zum Teil schon länger, wie zwischen Heinloth und Jonas Fries, der als spielender Co-Trainer vom VfB Eichstätt kommt. Beide gingen als Kinder einst gemeinsam in die Schule. Vielmehr kam der Kontakt zum 29-jährigen Regionalliga-Spieler aber über Fabian Schäll zustande, die seit gemeinsamen Tagen im Eichstätter Trikot gut befreundet sind. Der im Nachwuchs des 1. FC Nürnberg ausgebildete Göggelsbucher spielt seit neun Jahren beim VfB, vorwiegend auf der Sechser-Position. "Natürlich fällt es einerseits schwer, nach neun tollen und erfolgreichen Jahren in Eichstätt den Verein zu verlassen, aber ich habe es mir gut überlegt und es fühlt sich richtig für mich an, in Zukunft die ersten Schritte im Trainerbereich zu machen. Darauf freue ich mich", sagt Fries, den man in Großschwarzenlohe schon länger im Visier hatte.
Fabian Schäll sieht sich selbst in der kommenden Saison nicht mehr bei allen Spielen auf dem Platz, sondern in einer Rolle zwischen Spielertrainer und Trainer.
Alexander Rausch
Während Fries auf dem Platz zu finden sein soll, wird das bei Fabian Schäll selbst nicht mehr uneingeschränkt der Fall sein: "Ich werde im September 36 Jahre alt, spiele schon noch gerne, aber ich kann es auch einschätzen, dass ich nicht mehr in allen 34 Spieltagen am Platz stehen werde." Neben Neuzugang Fries hofft man im defensiven Mittelfeld in Zukunft freilich auch wieder auf die Rückkehr von Kapitän Justin Opcin nach dessen überstandener Kreuzbandverletzung.
Nach vielen Jahren im Kleeblatt-Nachwuchs: Marco Ried beendet Trainerpause
Aber auch wenn Schäll spielt, hat man nach dem Bauer-Abschied eine Lösung an der Seitenlinie gefunden. Marco Ried, der nach dem verletzungsbedingt frühen eigenen Karriereende insgesamt knapp 15 Jahre im Nachwuchs der SpVgg Greuther Fürth gecoacht hat, kehrt nach über dreijähriger Pause ins Trainergeschäft zurück.
Marco Ried wird zur kommenden Saison auf die Trainerbank zurückkehren.
Sportfoto Zink
Der gebürtige Fürther ist mit seiner Familie mittlerweile ebenfalls in Hilpoltstein zu Hause und arbeitet hauptberuflich als Grundschullehrer. "Irgendwie hat es schon wieder gejuckt, andererseits bespricht man den Zeitaufwand natürlich auch mit der Familie, aber die Gespräche waren so gut, das Projekt hat mich gereizt. Ich freue mich sehr auf die Arbeit hier", sagt Ried, der seinen Vorgänger Florian Bauer schon seit der gemeinsamen Zeit beim Kleeblatt kennt und schätzt: "Flo hat hier richtig gute Arbeit geleistet. Ich möchte meinen Teil in Zukunft dazu beitragen, es gemeinsam bestmöglich erfolgreich fortzuführen."
Team-Manager Tobias Müller ist ebenfalls glücklich mit der im Verein gefundenen Lösung nach der Bauer-Ära: "Man hat auf Anhieb das Gefühl, dass es gut harmoniert, alle gut miteinander können, auch wenn es unterschiedliche Charaktere sind. Und es wird wieder eine neue DNA unter dem Motto 'even stronger' heranwachsen. Aber klar ist, auch wenn wir uns ligaunabhängig einig sind, dass wir uns alle weiterhin wünschen, dass wir den Klassenerhalt noch packen."