Artikel vom 28.02.2026 20:30 Uhr
Nach 90 intensiven Minuten stand ein 0:0 im Rosenaustadion zwischen dem FC Augsburg II und der SpVgg Ansbach.
SPIELTAG AKTUELL Fast auf den Tag ein halbes Jahr nach dem letzten Regionalliga-Spiel ohne Gegentor schaffte es die SpVgg Ansbach im ersten Spiel 2026 wieder einmal, die Null zu halten. Mit ein wenig mehr Abschlussglück wäre den Nullneunern beim FC Augsburg II mehr als der torlos errungene Punkt gelungen.
Freilich, das Rosenaustadion in Augsburg hat in seiner langen Geschichte schon ganz andere Spiele erlebt, war es beispielsweise auch der einzige bayerische Austragungsort eines DFB-Pokalendspiels. Das jährt sich bald zum 70. Mal. Ganz so weit musste man dann freilich doch nicht schauen, um den letzten Ansbacher Regionalliga-Auftritt ohne Gegentor zu finden. Nur beim 3:0-Heimsieg gegen Viktoria Aschaffenburg (wo die Nullneuner in 14 Tagen zum Rückspiel gastierten) hatte es geklappt, dass die Null hinten steht. Jener Makel war ein wesentlicher Ansatz in der Wintervorbereitung der Ansbacher, die diesbezüglich mit einem 2:6 im letzten Test bei den Würzburger Kickers ihre Generalprobe ordentlich in den Sand gesetzt hatten. Deutlich mehr Stabilität forderte Coach Niklas Reutelhuber deshalb ein und die von ihm umgebaute Startelf befolgte die Anweisungen.
Ansbach scheitert zweimal am Aluminium
Zunächst aber waren die Fuggerstädter im Vorwärtsgang. Oliver Sorg wirbelte durch die Gäste-Abwehr und prüfte Schiefer im SpVgg-Tor schon nach drei Minuten mit einem allerdings zu unplatzierten Schuss. Die Ansbacher überstanden die druckvollen Anfangsminuten unbeschadet, danach verflachte die Partie, ehe sich die Nullneuner nach rund einer halben Stunde offensiv anmeldeten. Neuzugang Mata verlagerte mit einem klasse Diagonalball auf Nuhanovic, der aus spitzem Winkel den Querbalken traf. Und noch einmal waren die Mittelfranken im Pech, als Manz mit einem satten 20-Meter-Rechtsschuss das Lattenkreuz traf.
Neuzugang Ken Mata (im Vordergrund) war der auffälligste Ansbacher Akteur, hatte aber ebenfalls kein Glück im Abschluss.
SpVgg Ansbach
Neuzugang Mata auffällig, aber ohne Glück im Abschluss
Ansbach hatte das Kommando übernommen und kam auch zum nächsten Hochkaräter nach der Pause, als Matas Flanke beim freistehenden Hayer landete, der aus der Drehung den Ball im Strafraum knapp neben das Tor setzte. Ebenfalls nur Zentimeter fehlten, als Mata in der 62. Minute in den Strafraum lief und seinen Flachschuss am langen Pfosten vorbeisetzte. Die Führung der Reutelhuber-Elf wäre längst verdient gewesen – und lag kurz darauf erneut in der Luft. Über Seefried und Manz wurde Mata freigespielt, dessen Schlenzer aber auf der Linie von einem Augsburger Akteur abgewehrt wurde. Am Ende blieb es somit beim Remis, das aufgrund der Chancen der Ansbacher für den FCA schmeichelhaft war.
Nichtsdestotrotz konnten die Nullneuner die Vorgabe einer stabilen Defensive umsetzen, den Abstand nach unten wahren und auf die gezeigte Leistung aufbauen.