Trotz zweier schmerzhafter Abgänge: Der ASV Fürth will noch einmal angreifen - fussballn.de
Artikel vom 23.02.2026 06:00 Uhr
Trotz zweier schmerzhafter Abgänge: Der ASV Fürth will noch einmal angreifen
ASV Fürth-Coach Alexander Pfarherr will mit seinem Team nach der Winterpause angreifen.
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Spielerisch zählt der ASV Fürth auch in dieser Saison wieder zu den auffälligsten Teams der Kreisliga Nürnberg. Nach wackeligem Start fingen sich die Mannen von der Magazinstraße und arbeiteten sich in der Tabelle Schritt für Schritt nach oben. Zur Winterpause halten Trainer Alexander Pfarherr und sein Team nun gar Kontakt zur Spitze – und wollen trotz zweier schmerzhafter Abgänge noch einmal voll angreifen.
Von Michael Watzinger
Mit 36 Punkten aus 19 Partien überwintert der ASV Fürth in der Kreisliga Nürnberg auf einem guten 4. Tabellenplatz. Die Mannen von der Magazinstraße liegen aktuell sieben Zähler hinter Tabellenführer TSV Johannis 1883 und befinden sich damit während der Spielpause gar noch in Schlagdistanz zur Spitze. Restlos zufrieden zeigt sich Trainer Alexander Pfarherr aber dennoch nicht: "Wir haben uns gerade zum Start und vor allem während der Urlaubszeit recht schwergetan und dort auch ein paar Punkte unnötig liegen lassen. Ansonsten wären wir jetzt wohl ganz vorne mit dabei. Im Anschluss haben wir uns dann aber sehr gut gefangen, sind zwischenzeitlich – auch mit dem nötigen Spielglück in der einen oder anderen Situation – sieben Partien in Folge ungeschlagen geblieben und konnten uns so im weiteren Verlauf weiter nach vorne arbeiten. Deshalb können wir natürlich nicht unzufrieden sein, auch wenn aus meiner Sicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre."

Roman Mersch und der ASV Fürth (in lila) haben sich nach einem zunächst etwas holprigen Start gefangen und befinden sich nun zur Winterpause in der Verfolgergruppe von Spitzenreiter TSV Johannis 83 (in grün-weiß).
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Offensiver Stil mit Schönheitsfehlern

Spielerisch wussten die Fürther auch in dieser Saison bislang wieder zu überzeugen. Der offensiv ausgerichtete Ballbesitzfußball birgt dabei bisweilen aber nach wie vor noch seine Risiken, wie auch Pfarherr weiß: "Wir wollen mutigen Fußball mit viel Ballbesitz spielen. Dabei sind uns allerdings immer wieder auch recht einfache Ballverluste unterlaufen, die dann von unseren Gegnern auch oft konsequent bestraft wurden. Wir spielen bewusst mit einem gewissen Risiko. Allerdings ist die Anzahl unserer Gegentreffer doch noch zu hoch, um ganz vorne mitzumischen. Da haben wir definitiv Luft nach oben." 

Am Spielstil an sich will der ASV-Coach, der selbst mindestens noch eine weitere Saison an der Seitenlinie seiner Mannschaft stehen wird, aber freilich weiter festhalten: "Wir haben in fast jeder Partie gezeigt, dass wir in der Lage sind, uns Chancen herauszuspielen. Wir lassen zwar teilweise noch zu viele davon liegen, aber mit der Art und Weise unserer Auftritte können wir insgesamt durchaus zufrieden sein. Wir werden also sicherlich nicht von unserem Stil abweichen."

Auch wenn nicht alles perfekt lief, am mutigen Spielstil seiner Mannschaft will ASV-Trainer Alexander Pfarherr weiter festhalten. 
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Zwei Abgänge, die wehtun

Zwei Akteure, die in der Vergangenheit ihren Teil zum bislang durchaus erfolgreichen Abschneiden der Fürther beigetragen haben, sind derweil im Winter von Bord gegangen: Steffen Goetz kehrte dabei nach nur einem Jahr zum Landesligisten SV Unterreichenbach zurück, während sich Hakan Aydogdu dem Liga-Konkurrenten SV Türkspor Reichelsdorf anschloss. "Die Jungs werden wir schon vermissen und ihre Abgänge tun uns schon richtig weh – sportlich wie zwischenmenschlich." Die entstandenen Lücken sollen derweil intern geschlossen werden. "Bereits in den bisherigen Testspielen hat sich gezeigt, dass die anderen Jungs im Kader noch einmal enger zusammengerückt sind. Jeder ist bislang mit viel Engagement dabei und auch die bisherigen Auftritte in den Tests stimmen mich absolut positiv. Gemeinsam wollen wir gut aus den Startlöchern kommen und dann schauen, was noch möglich ist." 

Auf die Tore und Dienste von Hakan Aydogdu (l.) und Steffen Goetz (2.v.l.) müssen die Mannen von der Magazinstraße fortan verzichten.
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Der Auftakt wird zeigen, wohin die Reise gehen wird

Mit spielerischer Leichtigkeit will man beim ASV Fürth vielleicht sogar noch einmal oben heranschnuppern. Mit sieben Punkten Rückstand auf die Spitze und einem stattlichen Polster nach unten (19 Zähler) ist die Marschroute für Pfarherr völlig klar: "Nach hinten haben wir inzwischen reichlich Luft, somit haben wir ja jetzt letztlich nichts zu verlieren und wollen auf jeden Fall noch einmal angreifen."

Ob dieses Vorhaben gelingen wird, dürfte freilich auch vom Re-Start abhängig sein. Dann bekommen es die Fürther zunächst mit Burgfarrnbach, Rangierbahnhof, Eibach und Bosna zu tun – und damit vier Teams aus der unteren Tabellenhälfte. „Wenn wir da gut aus den Startlöchern kommen sollten, können wir vielleicht wirklich noch einmal etwas aufschließen. Zumal wir dann anschließend ja direkte Duelle gegen Vatanspor und Johannis 83 haben. Wir wissen aber auch, wie stark und eng die Kreisliga ist, und auch, dass wir wieder von Beginn an gefordert sein werden. Falls wir zu Beginn stolpern sollten, geht die Welt auch nicht unter: Dann spielen wir die Saison sauber zu Ende und schauen, dass wir im kommenden Spieljahr mit zwei, drei Neuzugängen noch ein Stück weiter vorne mit dabei sein können."

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