Verschärfter Konkurrenzkampf: Der ASV Veitsbronn will den direkten Ligaerhalt - fussballn.de
Artikel vom 16.02.2026 12:00 Uhr
Verschärfter Konkurrenzkampf: Der ASV Veitsbronn will den direkten Ligaerhalt
Der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf überwintert in der Kreisliga Nürnberg knapp über dem Strich und will die Klasse auch auf direktem Wege halten.
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In der Kreisliga Nürnberg überwintert der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf nach einigen personellen Veränderungen mit 19 Punkten auf Rang 12 und damit nur knapp über der Abstiegszone. Damit es am Ende der Saison zum Klassenerhalt reicht, wurde man am Hamesbuck nun noch einmal aktiv und holte unter anderem einen Mann mit Torriecher zurück. Der verschärfte Konkurrenzkampf könnte das entscheidende Puzzlestück werden.
Von Michael Watzinger
Beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf blickt man zur Winterpause bislang auf keine einfache Saison. 19 Punkte aus ebenso vielen Partien unterstreichen die bislang anspruchsvolle Spielzeit, die den neuen Trainer Leo Swierczynski und seine Mannen über den Winter auf Platz 12 und damit nur knapp über dem Strich überwintern lässt. Entsprechend kritisch zeigt sich der Chefcoach auch, wenn es um den bisherigen Saisonverlauf geht: "Man muss unsere Saison aus zwei verschiedenen Gesichtspunkten heraus sehen: Rein von der Punktzahl her betrachtet sind wir mit den 19 Zählern natürlich nicht zufrieden und da haben wir uns auch mehr erhofft. Bedenkt man aber, dass im Sommer mit Rick Bolz, Aleksandar Kovac, den es nach Oesdorf gezogen hat, und Dominik Sollfrank drei Jungs mit reichlich Erfahrung und viel Qualität aufgehört haben, stand bei uns schon ein ganz schöner Umbruch an. Mit Yannik Stutz ist uns im Laufe der Sommervorbereitung dann noch ein weiterer Leistungsträger auf dem Platz weggebrochen, jedoch unterstützt er mich seitdem als Co-Trainer. Wir haben eine sehr junge Truppe, die diese entstandenen Lücken erst einmal füllen musste. Ein paar Jungs sind dabei im Laufe der Runde in wichtige Rollen hineingewachsen und so haben wir uns als Team definitiv entwickelt. Das sehe ich absolut positiv!"

Auf die Dienste von Routinier und Leistungsträger Rick Bolz (in grün) muss der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf seit diesem Sommer verzichten.
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Es fehlt noch der Killerinstinkt

Ähnlich sieht auch Abteilungsleiter Tobias Ultsch die Situation, wenn er auf den bisherigen Saisonverlauf in der Kreisliga blickt: "Wir haben eine sehr junge Truppe, die stellenweise noch deutlich Lehrgeld bezahlen musste. Wir konnten in einigen Partien zeigen, zu was wir an guten Tagen in der Lage sind, haben beispielsweise gegen Tabellenführer Johannis 83 das Spiel bis zur 65. Minute absolut ausgeglichen gestaltet, bevor es hinten raus dann leider noch richtig deutlich wurde. Es gab insgesamt auch kaum ein Spiel, in dem wir wirklich chancenlos waren."

Überhaupt musste die Veitsbronner Rasselbande in der starken Kreisliga zunächst so manchen Rückschlag hinnehmen: "Wenn man sieht, dass wir zum Beispiel gegen Rangierbahnhof ein richtig gutes Spiel machen, eigentlich klar gewinnen müssen, aber am Ende durch einen Konter gar mit 1:2 verlieren und letztlich ohne Punkte vom Feld gehen, dann haben uns in manchen Momenten einfach noch der nötige Killerinstinkt und die Cleverness gefehlt. Im weiteren Verlauf hat man dann aber gemerkt, dass die Mannschaft eine Entwicklung macht: Wir haben zuletzt einen wichtigen Heimsieg gegen Bayern Kickers eingefahren und auch beim 4:2-Erfolg bei Tuspo Nürnberg eine gute Widerstandsfähigkeit gezeigt – das waren sehr wichtige Zeichen", sieht Ultsch die junge Truppe inzwischen auf einem ganz guten Weg.

Winter-Neuzugänge erhöhen den Konkurrenzkampf

Im Winter konnte der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf nun weitere Neuzugänge unter Dach und Fach bringen. Mit Julian Henke konnte man Hamesbuck dabei auch einen Leistungsträger vergangener Tage zurückbegrüßen – der Angreifer stößt vom FC Herzogenaurach zurück zum ASV. Außerdem entschied sich Angreifer Karim Seif-Eddine vom STV Deutenbach ebenso für einen Wechsel wie ein Altenberger Quartett, bestehend aus Maxim Wieser, Max Knauer, Paolo Genovesi und Dennis-Jamie Schenkel. Nicht mehr mit an Bord ist dagegen Max Bernreuther, den es nach nur einem halben Jahr zurück nach Puschendorf zieht.

Julian Henke ist zurück im Dress des ASV Veitsbronn-Siegelsdorf und war bereits in der Halle schon wieder für seinen alten und neuen Verein in Aktion.
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"Mit Juli Henke ist der Kontakt nie abgerissen. Er hat in Herzogenaurach höherklassige Erfahrung sammeln können und kehrt nun wieder zu uns zurück. Er ist ein Typ, der immer 100 Prozent gibt und mit seiner Erfahrung auch die Jungen führen soll und mit seinem Spiel auf dem Feld auch Räume öffnen kann. Wir sind sehr froh, dass er wieder bei uns ist. Mit Karim kommt ein weiterer Offensivmann, der ein anderes Spielerprofil hat als die anderen Jungs im Kader. Er hat sich super eingefunden und macht seine Sache bislang top. Insgesamt erhöht sich bei uns der Konkurrenzkampf, auch weil ein paar Langzeitverletzte – zum Beispiel unser Peter Schilmeier – wieder zum Team stoßen. Die Jungs aus Altenberg sind alle noch jung und mit Perspektive. Da ist klar abgesprochen, dass sie bei uns reinschnuppern, aber zunächst vor allem auch über unsere 2. Mannschaft Minuten sammeln sollen. Die Restrunde ist sehr kurz und wir haben angesichts der Lage keine Zeit für große Experimente"
, ordnet Swierczynski die Wechselaktivitäten seines ASV im Winter ein.

Trainer Leo Swierczynski kann sich beim ASV Veitsbronn über einige Winterneuzugänge freuen, die den internen Konkurrenzkampf erhöhen.
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Das Ziel ist der direkte Klassenerhalt

Für die anstehenden Aufgaben sieht man sich in Veitsbronn nun gut gerüstet. Dabei sind sich die Verantwortlichen einig, dass am Ende der, wenn irgend möglich, direkte Klassenerhalt stehen soll. Als durchaus richtungsweisend dürfte sich dabei der Re-Start erweisen, schließlich bekommt es die Swierczynski-Truppe gleich zum Start mit Eyüp Sultan, Burgfarrnbach, Rangierbahnhof und Eibach zu tun – allesamt direkte Kontrahenten im Kampf um den Ligaerhalt. "Das sind für uns natürlich extrem wichtige Partien. Wir haben die Chance, mit guten Ergebnissen ein gewisses Polster aufzubauen. Andererseits kann sich durch einen Fehlstart unsere Lage natürlich erschweren. Die Mannschaft weiß um die Wichtigkeit dieser Partien und ich traue ihr auch absolut zu, unser großes Ziel, den Klassenerhalt, in die Tat umzusetzen – auch wenn wir wissen, wie schwierig das wird und auch, dass uns jede Menge Arbeit bevorsteht. Die Jungs machen aber einen fleißigen und total motivierten Eindruck und hauen sich voll rein. Das sind gute Voraussetzungen", wirft Abteilungsleiter Ultsch einen Blick auf die Zeit nach der Winterpause voraus.

Zweifelsohne stehen dem ASV Veitsbronn-Siegelsdorf gleich zum Jahresauftakt spannende Wochen bevor.

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