An Defensive und A-Lizenz basteln: Viel Arbeit für Ansbachs Coach Niklas Reutelhuber - fussballn.de
Artikel vom 23.01.2026 14:00 Uhr
An Defensive und A-Lizenz basteln: Viel Arbeit für Ansbachs Coach Niklas Reutelhuber
Es geht wieder so richtig los bei der SpVgg Ansbach und speziell bei Trainer Niklas Reutelhuber.
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Baustellen gibt es beim Regionalligisten SpVgg Ansbach auch im noch jungen Jahr, daran wird auf vielen Ebenen gearbeitet. Im sportlichen Bereich ist vor allem Cheftrainer Niklas Reutelhuber besonders gefordert, um in der laufenden Vorbereitung sein Team für den Restart in gut einem Monat zu präparieren. Parallel bastelt der 26-Jährige an seiner A-Lizenz, die in der Liga verpflichtend ist.
Von Marco Galuska
Seit vergangenem Samstag sind die Regionalliga-Fußballer der SpVgg Ansbach wieder zurück auf dem Trainingsplatz und freilich fällt dann auch immer wieder am Rande der Blick auf das, was sich im Xaver-Bertsch-Sportpark tut. „Die ersten Betonklötze stehen schon“, freut sich auch Niklas Reutelhuber über die infrastrukturelle Entwicklung in Ansbach, die mit dem Neubau der Gegengeraden noch einmal besonders sichtbar werden dürfte. Ansonsten kann der Trainer von einer personell nahezu perfekten Ausgangssituation sprechen, was die weitere Planung angeht. Denn mit Ausnahme ganz weniger Spieler haben die Kicker bei den Nullneunern Verträge, die über diese Saison hinaus verlängert wurden: „Das nimmt uns einigen Druck!

Vorbereitung: viermal gegen Bayernligisten, zweimal gegen Ligarivalen

Langweilig wird es dem 26-jährigen Chefanweiser aber auch so nicht. Denn die 43 Gegentreffer, die sein Team in bisher 19 Partien gefangen hat, sind eindeutig zu viel: „Neben den körperlichen Grundlagen ist das für uns ein absoluter Schwerpunkt in der Vorbereitung. Wir haben die zweitschlechteste Defensivbilanz, da müssen wir uns verbessern“, sagt Reutelhuber, der für die Testspiele auch echte Gradmesser gewählt hat, welche seine Truppe fordern dürften. Viermal geht es zu Hause auf Kunstrasen gegen Bayernligisten (der erste Test steigt schon am Samstag um 14 Uhr gegen den ATSV Erlangen, danach folgen Partien gegen Ingolstadt II (31.1.), Gebenbach (7.2.) und Neumarkt (10.2.)), ehe vor dem Restart, der am 28. Februar beim FC Augsburg II über die Bühne gehen soll, gegen die SpVgg Bayreuth (14.2.) und die Würzburger Kickers (21.2.) gegen zwei Ligarivalen der Feinschliff absolviert wird.

Hahn-Comeback nach langer Leidenszeit

Matthias Hahn ist nach langer Pause wieder am Ball und soll im Verbund mithelfen, dass die Defensivbilanz der Ansbacher wieder aufpoliert wird.
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Erfreulicherweise ist auch Abwehrmann Matthias Hahn (25) wieder voll dabei im Training und konnte seine lange Leidenszeit durch eine Schambeinentzündung hinter sich lassen. „Darüber sind wir sehr froh, denn er hat zuvor konstant gute Leistungen gezeigt“, so Reutelhuber, der auch auf Torwart Jan Mottl (20), dem einzigen Winterneuzugang der Ansbacher, große Stücke hält. „Er war schon im Sommer bei uns im Training, hat sich aber leider verletzt. Wir wollten ihm dann noch eine Chance geben und er hat absolut überzeugt mit seiner Qualität und passt auch als Typ sehr gut in die Mannschaft.“

Nicht mehr mit im Team ist Tom Walker (besser bekannt unter dem Namen Abadjiew), der zumindest die höherklassige Karriere beendet hat. Doch etwas überraschend war der Abgang von Tarkan Ücüncü, der das Angebot vom türkischen Zweitligisten Bandirmaspor angenommen hat. „Takis' Abgang tut schon weh, weil er ein wichtiger Spieler bei uns geworden ist. Andererseits gönnen wir es ihm auch und wollten ihm keine Steine in den Weg legen. Ich bin davon überzeugt, dass wir den Kader dazu haben, der es auffängt.

A-Lizenz-Lehrgang soll weitere Baustelle lösen

Reutelhuber selbst hat in seinem Trainerteam die Leute, die auffangen werden, wenn der Chefcoach bei vier, fünf Einheiten bis zum Sommer fehlen wird. Bis dahin wird auch Co-Trainer Matthias Rascher noch mit an Bord sein, der dann bekanntlich als Cheftrainer zum Landesligisten ASV Burglengenfeld wechseln wird. „Matze ist ein wichtiger Bestandteil bei uns, dessen Abschied mir persönlich schon wehtut, weil wir ihm viel zu verdanken haben im letzten halben Jahr“, sagt Reutelhuber, dessen eigene Absenzen in naher Zukunft aber einen guten Grund haben: Er bekam Anfang Dezember die Bestätigung, dass er zum A-Lizenz-Lehrgang beim DFB zugelassen wurde. Jene Trainerlizenz schreibt der BFV für seine Regionalliga vor. Die Ausnahmegenehmigung lief letztes Jahr aus, weshalb der eigentliche Chefanweiser seit dieser Saison im offiziellen Spielbericht nicht auftauchte. Stattdessen war Horst Diller, der über die Lizenz verfügt, als Ansbacher Trainer aufgeführt. Dies ändert sich mit der Teilnahme am Lehrgang bereits wieder per neuer Ausnahmegenehmigung.

Dankbar ist man bei der SpVgg Ansbach Horst Diller, der über die notwendige Trainerlizenz verfügt und somit im bisherigen Saisonverlauf offiziell als Coach in der Regionalliga geführt wurde. Zum Jahresende will aber Niklas Reutelhuber dann selbst die A-Lizenz in der Tasche haben.
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Die Ausbildung läuft zum Teil online, da müssen die Probanden Aufgaben am Computer lösen. „Das ist schon umfangreich, viel zum Nachdenken, auch über das Trainer-Ich“, so Reutelhubers erster Eindruck zu den ersten Aufgaben. Hinzu kommen insgesamt neun Präsenztreffen, von denen drei am DFB-Campus in Frankfurt und sechs in Grünberg bei Frankfurt stattfinden werden. Dort steht nun von Montag bis Mittwoch das erste von insgesamt neun Treffen an. Im Schnitt einmal pro Monat müssen die Trainer ran, ehe Ende November die Lizenz erfolgreich abgeschlossen werden soll.

Neben Reutelhuber sind mit Thorsten Kirschbaum (Vilzing), Julian Grell (Aubstadt) oder Daniel Adlung (Fürth) auch bekannte Gesichter aus der Regionalliga dabei. Zudem gehört beispielsweise auch Ex-Nationalspieler Lars Stindl zum Kreis der A-Lizenz-Anwärter. „Ich denke, es wird sehr lehrreich und spannend. Ich freue mich drauf“, sagt der Ansbacher Trainer, der mit seiner Lizenz eine weitere Baustelle schließen würde.

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