Bereits einige Punkte verschenkt: TSV Burgfarrnbach will entspannt zum Klassenerhalt - fussballn.de
Artikel vom 22.01.2026 15:00 Uhr
Bereits einige Punkte verschenkt: TSV Burgfarrnbach will entspannt zum Klassenerhalt
Paul Maier und sein TSV Burgfarrnbach überwintern in der Kreisliga Nürnberg als Aufsteiger auf Platz 10.
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Der TSV Burgfarrnbach überwintert in der Kreisliga Nürnberg mit bislang 21 Punkten auf Rang 10 – keine schlechte Platzierung für einen Aufsteiger. Paul Maier, gemeinsam mit Mario Foth Teil des Spielertrainer-Duos auf der Tulpe, zeigt sich mit der bisherigen Runde auch nicht unzufrieden, sieht bei seinem Team aber auch noch Luft nach oben. Eine gute Vorbereitung soll nun den Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt ebnen.
Von Michael Watzinger
Mit 21 Punkten aus 18 bislang absolvierten Partien überwintert der TSV Burgfarrnach in der Kreisliga Nürnberg auf einem ordentlichen zehnten Tabellenplatz. Keine Frage, für einen Aufsteiger eine durchaus respektable Zwischenbilanz, auch wenn der Bären-Express qualitativ eine schlagkräftige Truppe zu bieten hat, die einige Spieler mit höherklassiger Erfahrung vorweisen kann. Paul Maier, gemeinsam mit Mario Foth im dritten Jahr Spielertrainer auf der Tulpe, zieht ein nicht unzufriedenes Fazit zum Jahreswechsel: „Ich denke, Platz 10 ist für den Moment ganz in Ordnung. Wir hatten gleich zum Saisonstart mit Vatanspor und dem TSV Johannis 83 zwei echte Brocken vor der Brust und in den beiden Spielen reichlich Pech: Gegen Vatanspor – eine unheimlich gute Truppe mit viel Qualität – mussten wir über eine Halbzeit lang in Unterzahl auskommen, was das Geschehen natürlich ordentlich beeinflusst hat. Und gegen Johannis 83 haben wir das Spiel aus meiner Sicht lange Zeit auf Augenhöhe gestaltet, mussten uns am Ende aber unglücklich mit 3:4 geschlagen geben. Dann steht man erst einmal mit null Punkten zu Beginn da. Wir haben uns dann im Verlauf der Runde aber ganz gut gefangen, auch wenn uns bisher so ein wenig die nötige Konstanz gefehlt hat.“

Gegen Liga-Primus TSV Johannis 83 (in grün-weiß) machte der TSV Burgfarrnbach (in blau) am 2. Spieltag zwar eine gute Figur, musste sich aber am Ende unglücklich mit 3:4 geschlagen geben – nach der Auftaktpleite gegen Vatanspor die zweite Niederlage für den Aufsteiger zum Start.
Sportfoto Zink

Die Chancenverwertung als großes Manko

Als großen Makel im Spiel des Bären-Express hat der 29-jährige Angreifer vor allem die fehlende Kaltschnäuzigkeit bei seiner Mannschaft ausgemacht: „Ganz ehrlich, spielerisch konnten wir eigentlich in nahezu jedem Spiel absolut mithalten. Einzig bei der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Altenberg wurden uns an dem Tag die Grenzen aufgezeigt. Ansonsten spielen wir uns recht häufig gute Möglichkeiten heraus, lassen diese aber teils fahrlässig liegen.“

Mario Foth (in schwarz) und der TSV Burgfarrnbach wussten in vielen Partien spielerisch durchaus zu überzeugen, gemessen am Aufwand sprangen für den Aufsteiger bislang aber noch zu wenige Punkte heraus.
fussballn.de / Gitzing

Als Beispiel nimmt Maier dabei die drei Punkteteilungen in Serie gegen Veitsbronn, Tuspo Nürnberg und den Post SV her. „Unser Abteilungsleiter, Holger Schraml, hat während dieser Spiele ein wenig Statistik geführt: Wir haben uns dabei ein Chancenverhältnis von 24:3 herausgespielt, letztendlich aber mit 0:0 und zweimal 1:1 jeweils die Zähler geteilt! Das alleine zeigt schon, dass wir einiges liegengelassen haben. Mit unserer Spielweise sind Mario und ich sehr zufrieden, denn gerade bis zum gegnerischen Strafraum sieht es oft richtig gut aus. Wir haben uns allerdings insgesamt viel zu selten belohnt und aus meiner Sicht schon gut und gerne acht, neun Punkte relativ leichtfertig liegenlassen. Das merkt man dann natürlich auch im Tabellenbild und da müssen wir uns dringend verbessern“, führt Maier weiter aus.

An guten Gelegenheiten mangelte es beim Bären-Express in dieser Spielzeit bisher selten, bei der Chancenauswertung drückt aus Sicht von Trainer Paul Maier aber gewaltig der Schuh.
Oliver Rustler

Ziel ist der vorzeitige Klassenerhalt

Am Klassenerhalt zweifelt der ehrgeizige Spielertrainer derweil nicht. Maier selbst hat dafür bereits einen Fahrplan vor Augen: „Wir haben gesehen, dass wir gerade spielerisch absolut mithalten können und wissen, woran wir arbeiten müssen. Es wird wichtig sein, gerade die kämpferische Komponente noch besser anzunehmen, mit der uns gerade die Teams aus der hinteren Tabellenregion bislang begegnet sind. Wir wollen und werden in der Vorbereitung Gas geben und die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde schaffen. Wir haben noch zwölf Spiele vor der Brust, damit sind noch 36 Punkte zu holen. Wir sind uns sicher, dass wir unsere Zähler sammeln werden. Ziel ist es, frühzeitig die Liga zu halten und den Blick dann sogar schon ein wenig vorauswerfen zu können. Wir gehen Mitte Februar für vier Tage ins Trainingslager nach Tschechien, wo fünf bis sechs Einheiten und ein Testspiel geplant sind. Hier wollen wir uns den Feinschliff holen, um gut aus den Startlöchern zu kommen.“

Paul Maier (am Ball) ist vom vorzeitigen Klassenerhalt seiner Mannschaft fest überzeugt.
fussballn.de

Kein großer Fan von Winter-Transfers


Die Mission Klassenerhalt wird der Bären-Express dabei in nahezu unveränderter Konstellation in Angriff nehmen. Schließlich ist es auf der Tulpe in Sachen Winterwechsel ruhig zugegangen: Mit Anthony Alvarado konnte immerhin ein neues Gesicht an Bord begrüßt werden. Der 24-Jährige wechselt vom FSV Stadeln II nach Burgfarrnbach, während weitere Veränderungen ausblieben. Für Coach Maier selbst überhaupt kein Problem, wie er zu Protokoll gibt: „Ich bin eigentlich ohnehin kein großer Freund von Winterwechseln! Es ist ja auch wichtig, dass die Vereine ein Stück weit Planungssicherheit haben. Die Jungs sind alle volljährig und damit alt genug, um ihre Entscheidungen am Saisonanfang zu treffen. Ich persönlich finde, dass man sich daher, wenn möglich, auch an die gegebene Zusage gegenüber Verein und Mannschaft halten sollte. Manchmal muss man sich auch einfach mal durchbeißen! Ich weiß, dass das viele anders sehen, aber ich persönlich bräuchte das Winter-Wechselfenster eigentlich gar nicht und bin selbst zum Beispiel auch noch nie im Winter gewechselt. Mit Anthony haben wir nun dennoch einen interessanten Spieler dazugewinnen können, der charakterlich sehr gut in die Mannschaft passt, einen guten rechten Fuß hat und vielseitig einsetzbar ist. Er wird uns mit Sicherheit auf unserem angestrebten Weg weiterhelfen.“

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27:37
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Tabellenverlauf Burgfarrnbach


Erg.-Verteilung Burgfarrnbach

Siege (S)
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Remis (R)
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33,3 %
Niederlagen (N)
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