Artikel vom 11.01.2026 08:00 Uhr
Der ASV Weinzierlein-Wintersdorf (in grün) durfte nicht nur die Herbstmeisterschaft bejubeln.
HALBZEIT-BILANZ In der A-Klasse 6 ruht der Ball bereits seit Ende November und wird ab März wieder auf den Sportplätzen der Region rollen. Die spielfreie Zeit um den Jahreswechsel herum bietet sich daher an, um auf den bisherigen Saisonverlauf mit einigen interessanten Fakten zurückzublicken. Dabei nimmt der ASV Weinzierlein eine Ausnahmestellung in mehrfacher Hinsicht ein.
Die Mannschaft der bisherigen Saison in der A-Klasse 6 stellt zweifelsfrei der ASV Weinzierlein-Wintersdorf, der die Tabelle zur Winterpause mit stolzen 13 Zählern Vorsprung vor der DJK Oberasbach anführt. Dabei musste die Güßregen/Eichner-Truppe in allen 17 Partien seit Saisonbeginn nie das Feld als Verlierer verlassen und belegte dementsprechend nach allen Spieltagen den Platz an der Sonne. Gut in Form präsentierten sich unterdessen auch Gostenhof II und der Hellenic SC Fürth, die sich mit jeweils acht ungeschlagenen Partien im oberen Drittel festbeißen (Gostenhof II) oder aus dem Tabellenkeller befreien konnten (Hellenic). Der DJK Oberasbach gelang das Kunststück, gleich zweimal im bisherigen Rundenverlauf ein halbes Dutzend Mal ohne Pleite auszukommen. Als aktuelle Sorgenkinder gelten derweil die Sportfreunde Fürth und der ATV 1873 Frankonia, die beide seit Mitte September auf einen dreifachen Punktgewinn warten.
Frankonia hat offensiv, Azzurri Südwest II defensiv die Rote Laterne inne
Nimmt man die Individualleistungen näher unter die Lupe, so zeichnet sich ein breites Feld ab, welches seinen Hut für Platz 1 der Torjägerwertung in den Ring werfen darf. Ganz vorne steht mit Maxim Anghelus (Megas Moldova) und Daniel Klier (FC Stein) ein Duo mit 13 Saisontoren, dem Kemal Demirli (Gostenhof II) und Christopher Marr (Zirndorf) mit nur einem Treffer weniger im Nacken sitzen, ehe drei weitere Akteure mit je elf Buden das derzeitige Siegertreppchen komplettieren. Anghelus und Demirli (je vier) mischen auch in der Rangliste der meisten Treffer pro Spiel ganz oben mit, während Demirli-Teamkollege Ibo Karakaya das Führungstrio vervollständigt. Auch bei den besten Offensivreihen der Konkurrenz geht es eng zu, wobei Megas Moldova (56) vor Oberasbach (55) und Gostenhof II (51) das Feld anführt. Eine geringe Anzahl an Torerfolgen haben die 2. Mannschaften des TSV Azzurri Südwest (23), des FC Serbia (24) sowie der DJK Falke (25) zu verzeichnen. Deutlich unterboten wird der Wert aber noch vom ATV 1873 Frankonia, der in 17 Partien nur ein Dutzend Torerfolge verbuchen konnte.
Moldovas Offensivmann Maxim Anghelus (r.) führt die beste Offensive der Liga an.
fussballn.de / Gitzing
Beim Blick auf die Defensivreihen sticht wieder der Primus aus Weinzierlein unangefochten mit starken 12 Gegentreffern heraus, gefolgt vom TSV Altenberg III mit dem Zahlendreher von 21 kassierten Toren. Kein Wunder also, dass mit Denis Tremel (Weinzierlein) und Maximilian Kolb (Altenberg III) die jeweiligen Torhüter der besten Defensivreihen auch die Zu-Null-Spiele für sich verbuchen können. Der mit großem Abstand löchrigste Abwehrverbund ist beim TSV Azzurri Südwest II angesiedelt, der ganze 86-mal den Ball aus dem eigenen Netz fischen musste. Folglich wird die Racoti-Truppe auch bei vier der fünf torreichsten Partien als unterlegene Mannschaft aufgeführt, was mit der hohen Anzahl eingesetzten Spielern (55) und der daraus resultierenden, defensiven Unstimmigkeiten begründet werden kann.
Quintett verdient sich Fairness-Lob - Landkreis-Derbys als Zuschauermagnet
In puncto Fairness ist der viertplatzierten Kreisklassen-Reserve von der Jägerstraße ohne Zeitstrafe und Ampelkarte allerdings ein ordentliches Zeugnis auszustellen und zeigt, dass Abstiegskampf nicht zwangsläufig eine härtere Gangart zu bedeuten hat. Insgesamt bildet das obere Drittel in jenem Ranking eine erfreulich faire Zwischenbilanz ab. Eine Rüge zum Weihnachtsfest mussten sich der Hellenic SC Fürth und Megas Moldova gefallen lassen, die in jener Reihenfolge das Tabellenende zieren.
Der Hellenic SC Fürth um Pavlos Manouilidis (in weiß) ist seit acht Partien ungeschlagen und hätte insofern einen größeren Zuschauerzuspruch verdient.
fussballn.de / Strauch
Beim Zuschauerschnitt dominiert der Fürther Landkreis aufgrund zahlreicher Nachbarschaftsduelle und so kann man in Weinzierlein im Schnitt 72 Schaulustige zu den Heimspielen begrüßen, während Oberasbach (56) und Zirndorf (54) ebenfalls eine gute Kulisse für die Spielklasse vorweisen können. Der geringste Zuspruch wird dem TSV Azzurri Südwest II und dem Hellenic SC Fürth mit durchschnittlich unter 30 Zuschauern zuteil.