Artikel vom 14.11.2025 23:15 Uhr
Das Derby zwischen dem TSV Kornburg (in rot) und dem FSV Stadeln fand am Freitagabend keinen Sieger.
Zum Auftakt des 19. Bayernlia-Spieltags ging das mittelfränkische Derby zwischen dem TSV Kornburg und dem FSV Stadeln über die Bühne. Dabei erwischten die Hausherren mit dem frühen Führungstreffer von Gündling (15.) einen Start nach Maß, den man in der Folge nicht ausbauen konnte. So vermasselten die Gäste durch einen späten Weber-Elfmeter (81.) zum 1:1-Endstand dem Gegner erneut den erhofften zweiten Sieg in Folge.
Was ist nur mit dem TSV Kornburg zu Hause los? Auch gegen den FSV Stadeln reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden, gegen den man in der Vorrunde in Stadeln noch mit 5:2 gewinnen konnte. Dabei lief es für die Gastgeber anfangs gar nicht einmal so schlecht. In der 4. Spielminute zog Jannis Sauer aus 20 Metern einfach mal ab, doch sein Schuss ging knapp am Torpfosten vorbei. Zehn Minuten später überrumpelte ein schneller Konter die Stadelner Abwehr: Bastian Herzner stürmte auf und davon und legte den Ball Moritz Gündling auf, der keine Mühe mehr hatte, zum 1:0 zu vollenden. In der Folgezeit blieben die Kornburger spielbestimmend und ihre Fans rechneten schon mit weiteren Treffern, vor allem in der 37. Minute, als Gündling im Strafraum Christian Kestel bediente, der aber das Leder nicht richtig traf. Die Gäste hatten in der 41. Minute eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, doch Luca Pulkrabek konnte Thorben Hochmuth aus vier Metern nicht bezwingen.
Moritz Gündling (Nr. 19) hatte in dieser Szene wenig Mühe, zur Kornburger Führung einzunetzen.
W. Janz
Gleich nach der Pause wollten es die Kornburger wissen, doch vor allem Kestel ließ gute Torchancen liegen. Je länger die Partie dauerte, umso mehr drängten sich die Stadelner in den Vordergrund und es war schon fast zu erwarten, dass irgendwann auch der Ausgleich fällt. Dazu bedurfte es aber eines Elfmeters, der für Kornburg unglücklich, aber doch regelkonform zustande kam, als Leon Siefert einen Kontakt vom besten Kornburger, Nico Moos, dankend annahm. Marco Weber traf vom Punkt aus in der 80. Spielminute zum verdienten Remis.
FSV-Akteur Marco Weber (l.) behielt vom Punkt die Nerven und markierte den 1:1-Endstand.
W. Janz
Die Heimelf, bei der zu Hause wieder mal alles nur Stückwerk blieb, rannte zwar nochmal an, doch ein Happy End gab es nicht mehr. Es gab kurz vor Ende nochmal eine große Aufregung, als der Stadelner Keeper beim Herauslaufen mit einem Kornburger Stürmer zusammenprallte. Kurios wurde dann die Szene, als der Gäste-Trainer ungebeten von seiner Bank aus in den Strafraum lief, um das Geschehen weiter anzuheizen. Die Kornburger, die jetzt zehn Tage Pause haben, sollten sich mal überlegen, eine andere Platte aufzulegen.