Vereinsmeldung vom 14.06.2026
von Bertram Wagner
Ballfangzaun entlang der Bahnlinie am Hauptsportplatz des FC
Strullendorf

Bild:
Ortstermin am neuen Ballfangzaun beim
FC Strullendorf: Mitarbeiter Wolfgang Müller, ehemaliger Vorstand
Richard Rödel, MdL Holger Dremel, Erster Bürgermeister Wolfgang
Desel und Finanz-Vorstand Jens Müller (v.l.) freuen sich über die
Vollendung dieser unbedingt notwendigen Infrastruktur-Maßnahme.
Foto: Bertram Wagner
Neuer FCS-Ballfangzaun wehrt Bälle
Richtung Bahn ab
Von Bertram Wagner
Ungeachtet des
freiwilligen sportlichen Rückzugs von der Bezirksliga in die
Kreisklasse fand eine unabdingbare Infrastruktur ihr erhofftes Ende.
Nach dem Motto „Was lange währt, wird besonders gut“ konnte im
Beisein des Landtagsabgeordneten Holger Dremel, der letztlich der
entscheidende „Geburtshelfer“ war, und Erstem Bürgermeister
Wolfgang Desel der Ballfangzaun entlang der Bahnlinie am
Hauptsportplatz des FC Strullendorf bei einem Ortstermin „abgenommen“
und begutachtet werden.
Das sichtbare Ergebnis: Ein
feuerverzinkter Stahl-Gitterzaun mit 20 Pfosten und bei einer Höhe
von vier Metern mit einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern.
„Sportvereine sind das Herzstück
unserer Heimat. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich mithelfen
konnte, dass im Rahmen der Fraktionsinitiativen von CSU und Freien
Wählern 42 500 Euro für den Ballfangzaun bereitgestellt werden
konnten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt bei der
Umsetzung ermöglicht haben“, brachte der CSU
Arbeitskreis-Vorsitzende für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und
Sport seine Freude zum Ausdruck.
Schon vor einem Jahrzehnt, also sehr
frühzeitig, beim Planfeststellungsverfahren für die
ICE-Ausbaustrecke Nürnberg-Erfurt hat sich der FC mit den
Verantwortlichen der Bahn auseinandergesetzt. Durch die Erweiterungen
der Gleise ist die Bahn noch enger an den Sportplatz herangerückt
ist – nur noch zehn Meter Abstand. „Es gab kein Spiel ohne dass
die Ersatzspieler Bälle von den Gleisen holen mussten. Manchmal bis
zu zehnmal in einer Begegnung. Die Gefahr durch herumfliegende Bälle
auf die Gleisanlagen ist da, dennoch hat die Bahn den Argumenten des
Vereins aber stets eine Absage erteilt“, berichtet der ehemalige
Vorstand Richard Rödel, der viel Herzblut in diese Maßnahme
gesteckt hat, auch wenn er zunächst verkraften musste, dass die
Unterstützung seitens der Gemeinde nichts bewirken konnte.
Wolfgang Desel hat sich daraufhin mit
seinem Parteikollegen und MdL Holger Dremel in Verbindung gesetzt.
Dieser sprach sich für eine Petition an den Landtag aus und wurde so
letztlich zum „Türöffner“. Im Mai 2025 hat das Bayerische
Staatsministerium des Innern Mittel zur Förderung der Errichtung
eines Ballfangzaunes zur Verfügung gestellt. Der entsprechende
Antrag wurde vom Verein durch Wolfgang Müller über den Bayerischen
Landes-Sportverband gestellt und letztendlich auch abgewickelt.
Zunächst mussten Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und
entfernt werden. Dies geschah mit der hiesigen Firma Thomas Nüßlein
und in Eigenregie. Die Zaunarbeiten nahm die Firma Blumenröder aus
Knetzgau vor.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme
beliefen sich auf 46 500 Euro, die Eigenleistungen lagen bei rund 3
300 Euro. Die Gemeinde hat gemäß den bestehenden Förderrichtlinien
einen Zuschuss von 4 000 Euro genehmigt.
Ob nun Bezirksliga oder Kreisklasse, in
Zukunft müssen die Ersatzspieler sicherlich weniger Richtung Bahn
laufen. Der neue Zaun ist nicht nur optisch gelungen, sondern auch
ein perfekter „Verteidiger“ bei hohen Bällen. Zaun als neues
Abwehr-Bollwerk!
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