Diesmal ohne Marc Reitmaier an der Seitenlinie. Im letzten Spiel sah der 42-Jährige in Buchbach die Rote Karte.
FC Würzburger Kickers
Kickers ohne Coach und Kapitän daheim gegen starken Aufsteiger
Nach
dem Unentschieden vergangenen Spieltag beim letztjährigen
Vizemeister TSV Buchbach, möchten die Kickers im Heimspiel gegen
Aufsteiger VfB Eichstätt wieder einen Sieg einfahren. Dabei wird
Cheftrainer Marc Reitmaier, nach seiner Roten Karte in Buchbach, die
90 Minuten von der Tribüne aus verfolgen müssen.
Der
Blick und der Platz im Stadion wird kein ungewohnter für den
42-Jährigen sein. In den letzten Jahren war er ein Stammgast auf der
Haupttribüne in der Akon-Arena als Zuschauer und Beobachter bei den
Spielen der Würzburger Kickers. Seit Sommer ist Reitmaier der neue
Cheftrainer der „Rothosen“. In der Partie des 4. Spieltags muss
er seine erste Strafe in seiner Trainer-Karriere absitzen. Fehlen
wird ebenso Kapitän Peter Kurzweg, der in 64. Minute im Spiel gegen
Buchbach die Gelb-Rote-Karte sah. Reitmaiers Rote Karte folgte
übrigens als Reaktion auf den Platzverweis, als er seine
Coaching-Zone verlassen hatte und dafür vom Unparteiischen Stefan
Treiber harsch sanktioniert wurde.
Im
Spiel in Buchbach übernahmen Co-Trainer Jannik Feidel und
Athletiktrainer Alban Ramaj nach Reitmaiers unfreiwilligen Gang auf
die Tribüne das Coaching von der Seitenlinie aus. Die Strafe für
den Cheftrainer beinhaltet eine Kontaktsperre mit seiner Mannschaft
ab 30 Minuten vor dem Spiel bis 30 Minuten nach dem Spiel. Das Duo
Feidel/Ramaj wird auch gegen Eichstätt in die Bresche springen. „Das
ist jetzt einmalig“, betont Reitmaier, der die Gemengelage nüchtern
betrachtet. „Die Besprechung vor dem Spiel werde ich ganz normal
handhaben, die zielgerichtete Vorbereitung natürlich auch.“
Während des Spiels vertraut er seinen Assistenten. Auf
Einwechslungen, taktische Änderungen und Ähnliches darf der
gesperrte Cheftrainer während der 90 Minuten keinen Einfluss nehmen.
„Wir sind perfekt abgestimmt und haben einen klaren Matchplan, der
dann von den Beiden umgesetzt wird“, erklärt Reitmaier.
Starker Start des Aufsteigers
Auf
die Kickers wartet mit Aufsteiger Eichstätt keine einfache Aufgabe.
Die Oberbayern haben stolze sechs Punkte nach drei Spielen auf dem
Konto, also nur einen weniger als die Kickers. Nach der
Auftaktniederlage gegen Mitaufsteiger FC Memmingen (1:2), siegte die
Mannschaft um Trainer Dominik Betz, der letztes Jahr noch den
mittelfränkischen Siebtligisten FC Greding coachte, gegen den TSV
Schwaben Augsburg (4:1) und der SpVgg Hankofen (2:0).
Eichstätt verpasste 2024 den Regionalliga-Aufstieg dank der Kickers
Beide
Vereine, die letztmals in der Saison 2022/23 aufeinandertrafen, haben
eine kuriose Verbindung. Denn nicht nur im Lager der Kickers hingen
die Kinnladen am 2. Juni 2024 gewaltig weit unten, nach der
Relegationsniederlage gegen Hannover 96 II und dem damit verpassten
Drittliga-Aufstieg der Unterfranken. Der Nichtaufstieg der Kickers
hatte auch unmittelbare Folgen für den VfB Eichstätt, der – im
Falle des Kickers-Aufstiegs – den freigewordenen Platz in der
Regionalliga Bayern eingenommen hätte. Daraus wurde nichts, die
Kickers spielten eine desolate nächste Regionalliga-Saison und der
VfB Eichstätt ein Jahr länger in der Bayernliga Nord, in der dann
als Meister dann aber wirklich der Aufstieg anstand.
Betz-Team reist selbstbewusst an den Dalle
Bei
der Rückkehr in der Regionalliga, zeigt sich der VfB bestens
aufgelegt. Die Aufstiegseuphorie möchte sich die Betz-Elf auch am
Samstag beim haushohen Favoriten zunutze machen. „In Würzburg gibt
es genauso drei Zähler zu holen wie in jeder anderen Partie auch.
Und mit diesem klaren Ziel fahren wir dort hin“, sagte VfB-Trainer
Betz im Donaukurier. „Natürlich gibt es Mannschaften, die mehr auf
unserer Augenhöhe sind. Aber jedes Spie geht bei Null zu Null los.
Und diese Chance wollen wir nutzen – auch gegen so eine Mannschaft
wie die Kickers.“
Kapitän Kurzweg fehlt gesperrt
Unterschätzen
werden die Würzburger Kickers den Gegner nicht, lässt Reitmaier
schon vor dem Spiel unmissverständlich verlauten. „Wir haben sie
beobachtet und gesehen, dass eine gute Mannschaft sind“, erklärt
Reitmaier. „Nichtsdestotrotz haben wir Heimspiel und wollen ab der
ersten Minute hohes Tempo gehen, um am Ende das Spiel auch für uns
zu gestalten.“ Dabei nicht mitwirken wird der Gelb-Rot-gesperrte
Peter Kurzweg, für den voraussichtlich Marius Uhl als
Linksverteidiger in die Startelf rutschen wird. Fraglich sind
außerdem die Einsätze der beiden angeschlagenen Maximilian Feser
und Batuhan Gögce. Sicher fehlen wird Neuzugang Liam Omore, der
weiterhin verletzt ist.
Es fehlen: Omore (verletzt)
Aufgebot letztes Spiel Würzburger Kickers (FC Augsburg 2, 29.08.2025):
Hipper,
Kurzweg (83.
Hägele),
Uhl,
Hemmerich,
Farahnak,
Zejnullahu,
Meisel (74.
Hofmann),
Kraus,
Nischalke (61.
Cissé),
Bonga,
Muteba (74.
Schmidt) /
Guttenberger,
Zekiroski,
De Moura Moraes,
Deppner,
Fesser
Expertentipp von Steffen Krapf
4:1