Pascal Moll hat im letzten Spiel für den TSV Aubstadt bei der SpVgg Ansbach den Treffer zum 2:2-Endstand erzielt, er steht auch im Derby gegen die Würzburger Kickers wieder im Kader.
Alexander Grober
TSV Aubstadt
Zur Flutlicht-Premiere kommen die Kickers nach Aubstadt
Freitagabend, Flutlicht-Premiere in der NGN-Arena in Aubstadt und als Gast erscheinen die Würzburger Kickers. Fußballherz, was willst du mehr? Der TSV Aubstadt ist Gastgeber zum unterfränkischen Derby und darf dazu sein neues Flutlicht ausprobieren, das als Auflage des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in Aubstadt gebaut werden musste. Am Mittwochabend beim Abschlusstraining wurde die Lichtanlage erstmals ausprobiert, die Mannschaft absolvierte den letzten Test im Stadion. Für TSV-Trainer Claudiu Bozesan ist es natürlich ein ganz besonderes Spiel, denn für ihn geht es gegen seinen Ex-Klub,der bei den Kickers Spieler und von 2013 bis 2020 Trainer im Nachwuchs sowie bei der zweiten Mannschaft war, mit der er von der Bezirksliga bis in die Bayernliga Nord aufgestiegen ist, wird es ein toller Abend. "Ich freue mich natürlich auf dieses Spiel, weil es immer ganz besonders ist, wenn es gegen den Ex-Klub geht", sagt Bozesan. Die Würzburger schätzt Bozesan als sehr stark ein: "Die Kickers haben sich hervorragend verstärkt. Sie haben in der Defensive Zweitliga-Erfahrung und sind auch sonst mit sehr viel Qualität ausgestattet." Die Taktik muss daher lauten: "Wir dürfen ihnen keine Räume geben, müssen sehr kompakt stehen, werden auch leiden müssen. Denn wir treffen als Amateure auf eine sehr starke Profi-Truppe." Auf alle Fälle wird der Rahmen für dieses Nachbarschaftsdull passen. Was in den 90 Minuten auf dem Rasen passiert, dazu müssen auch die Gastgeber aus dem Grabfeld ihren Teil dazu beitragen, damit es mindestens zu einem Teilerfolg reicht. Auf alle Fälle wird eine vier-stellige Zuschauerzahl erwartet.
Es fehlen: Braun (Kreuzbandriss)
Aufgebot letztes Spiel TSV Aubstadt (DJK Vilzing, 29.08.2025):
Vertiei,
Hüttl,
Zelenskiy (80.
Mrozek),
Feser,
Heinze,
Fischer (62.
Volkmuth),
Grimm (86.
Helmer),
Pitter,
Sturm (84.
Hushcha),
Moll (78.
Eckstein),
Nickel /
Walter,
Behr S.,
Trunk,
Weiß
Expertentipp von Dirk Meier
2:2
Marius Uhl wechselte im August 2024 zu den Würzburger Kickers.
FC Würzburger Kickers
Gute Stimmung bei ersatzgeschwächten Kickers
Nach
dem Mannschaftstraining am Mittwochvormittag im Kre-Sportpark auf der
Würzburger Sieboldshöhe, holte sich Marius Uhl noch ein Sonderlob
für seine Leistung für das zurückliegende Spiel bei einem älteren
„Trainingskiebitz“ ab. Der 25-Jährige avancierte bei seiner
Saison-Startelfpremiere mit seinem 1:0-Siegtreffer im Heimspiel der
Würzburger Kickers gegen den VfB Eichstätt zum Matchwinner. Nach
einem Saisonauftakt als Reservespieler, wirkt es als würde der
bodenständige Arbeiter auch mal für kurze Zeit das „Rampenlicht“
genießen. Im kommenden Auswärtsspiel gegen den unterfränkischen
Konkurrenten TSV Aubstadt winkt Uhl der nächste Startelfeinsatz –
wenngleich auf einer anderen Position.
Uhl sieht sich eher im Zentrum der Viererabwehrkette
Mit
der Frage scheint er gerechnet zu haben. „Linksverteidiger oder
Innenverteidiger?“ Beide Positionen kann der ehemalige
Jugendspieler der TSG Hoffenheim begleiten. In der letzten Saison
spielte Uhl bei bei den Kickers meist als Linksverteidiger. Seine
Stärken, gerade im Spielaufbau mit seinem guten Passspiel, könne er
aber am besten als Innenverteidiger ausspielen, denkt der Protagonist
selbst. Gegen Aubstadt winkt ihm ein Platz in der Startelf als
Innenverteidiger neben Ebrahim Farahnak. Routinier und Abwehrchef
Daniel Hägele fehlte unter der Woche erkältet im Training und droht
auszufallen.
Reitmaier sieht den 25-Jährigen als Vorbild
Aktuell
muss Uhl noch auf Ausfälle im stärksten Mannschaftsteil der
Kickers, der Viererabwehrkette hoffen, um nicht die Bank drücken zu
müssen. In der vergangenen Spielzeit stand der Ex-Kapitän des FSV
Hollenbach in 19 seiner 23 Regionalliga-Einsätze für die Kickers
vom Beginn an auf dem Feld. „Für mich ist es eine neue Situation,
dass ich die ersten Spiele nicht gespielt habe. Das braucht man auch
nicht schönreden. Ich bin Fußballer und jeder Fußballer möchte in
die Startelf und auf dem Platz stehen.“ Sein Umgang mit der
Situation war es, „weiter Gas zu geben“, erklärt er. Damit kann
er auch ein Role Model für die Mitspieler sein, die wann auch immer
während der Saison einmal in die zweite Reihe rutschen. „Er ist
ein totaler Mentalitätsspieler“, findet Cheftrainer Reitmaier.
„Marius gibt in jedem Training einhundert Prozent. Das ist total
beeindruckend. Er haut sich in jeden Zweikampf und für die
Teamchemie ist er ein ganz wichtiger Spieler.“
Uhls
Credo, dass die Mannschaft über allem steht, lebt er vor. „Wir
brauchen jeden“, betont er. Gerade ist das kaum zu übersehen. In
der Trainingswoche musste Cheftrainer Marc Reitmaier seinen lädierten
Kader mit Jugendspielen auffüllen. Zwei Tage vor dem Spiel fehlten
im Training neben dem Langzeitverletzten Liam Omore auch Eroll
Zejnullahu (Regenerationspause), Daniel Hägele (erkältet), Batuhan
Gögce (angeschlagen) und Eliot Muteba (aus persönlichen Gründen
verhindert). Allesamt fehlen oder drohen in Aubstadt zu fehlen.
Ebenfalls nicht dabei sein werden, nach ihren Gelb-Roten Karte im
Eichstätt-Spiel Zejnullahu und Tim Kraus.
Qualität der Kickers soll sich trotz der Ausfälle durchsetzen
Trotz
Rumpfkader ist Marius Uhl von den nächsten drei Punkten für seine
Kickers überzeugt. „Es ist ein wichtiges Spiel für uns. Wir
kennen die Umstände in Aubstadt. Wenn wir diese annehmen und alles
reinhauen, bin ich mir sicher, dass sich unsere Qualität durchsetzen
wird.“ Der TSV Aubstadt ist mit einem Sieg, zwei Unentschieden und
einer Niederlage ordentlich in die Saison gestartet.
Der verpasste Aufstieg 2024 ist endlich aus den Köpfen
Der
Trumpf der Kickers könnte gerade der Spirit rundum das Team im
Vergleich zur Vorsaison sein. „Wir sind auf dem Platz, in jedem
Spiel und bei jedem Training, eine eingeschworene Truppe“, erklärt
Uhl. „Es herrscht eine sehr positive Stimmung. Es ist der Verdienst
des Trainers, dass es ihm gelingt jeden mitzunehmen.“ Letzte Saison
stieß der Defensivspezialist, der aus Rott am See im
Landkreis-Schwäbisch-Hall kommt, erst am vierten Spieltag zu den
Kickers. Schnell war man damals im Titelrennen ins Hintertreffen
geraten, erinnert er sich. „Das wollen wir dieses Jahr unbedingt
vermeiden.“ Jetzt bekomme er mit, wie die Stadt und das Umfeld sich
mitreissen lässt, wenn man oben in der Tabelle mitmischt. Die
Altlasten, auch der verpasste Aufstieg 2024 in den Köpfen, sei man
seit diese Sommer losgeworden, denkt er. „Es wird jetzt einfach
nach vorne geblickt, das ist für uns als Mannschaft und den ganzen
Verein hilfreich.“
Aufgebot letztes Spiel Würzburger Kickers (FC Augsburg 2, 29.08.2025):
Hipper,
Kurzweg (83.
Hägele),
Uhl,
Hemmerich,
Farahnak,
Zejnullahu,
Meisel (74.
Hofmann),
Kraus,
Nischalke (61.
Cissé),
Bonga,
Muteba (74.
Schmidt) /
Guttenberger,
Zekiroski,
De Moura Moraes,
Deppner,
Fesser
Expertentipp von Steffen Krapf
1:1