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Artikel veröffentlicht am 23.11.2020 um 12:00 Uhr
FIFA will Videobeweis bei Amateuren: Nicht vorstellbar: Breite Ablehnung des VAR light
Die FIFA plant nach übereinstimmenden Medienberichten einen Videobeweis in allen Ligen, also auch im Amateurbereich. Der sogenannte "VAR light" soll damit einer größeren Nutzerbasis zur Verfügung gestellt werden. Wie die Lösung technisch umgesetzt werden soll, ist aber noch offen. In einer Umfrage lehnen die User den Videobeweis im Amateurbereich allerdings ab.
Von Sebastian Baumann
Fußball war bisher ein einfaches Spiel. Aus ist, wenn der Schiedsrichter pfeift, genau wie es nur dann ein Tor gab, wenn dieses eben vom Referee gegeben wurde. Spätestens mit der Einführung des Videobeweises VAR (Video Assistant Referee) und den Videoschiedsrichtern im berühmten Kölner Keller wurden diese Grundsätze aber teilweise auf den Kopf gestellt. Bislang aber nur im Profibereich.

Nun soll der Videobeweis in allen Klassen zum Einsatz kommen, wenn es nach dem Willen des Fußballverbandes geht. Der von der FIFA "VAR light" genannte Videobeweis soll Videoschiedsrichter "für alle Stufen des Fußballs" möglich machen. Die FIFA hat in einer Arbeitsgruppe eine Lösung erarbeitet, in der mögliche Kosten einer weltweiten Einführung, mögliche Qualitätsunterschiede zu Profisystemen und Mindestanforderungen für eine solche Technologie besprochen wurden. Zusätzlich hat sich die Arbeitsgruppe mit einer halbautomatischen Abseitstechnologie beschäftigt für die es sogar schon drei potenzielle Anbieter geben soll. Ob diese Technik dann aber in den Amateursport Einzug halten wird, ist nicht bekannt.

Aktuell wird das VAR-System von 13 Wettbewerbsverbänden eingesetzt.

Umfrageergebnisse zum VAR light.
anpfiff.info

Umfrage: Über 90 Prozent lehnen VAR light ab

In einer Umfrage lehnen die Leser von anpfiff.info und fussballn.de den VAR light mehrheitlich ab. 91,7 Prozent aller Teilnehmer an der Umfrage sind gegen eine Einführung. Dabei sind knapp 40 Prozent der Befragten gegen die Einführung, weil sie sich gar nicht vorstellen können, wie die Technik überhaupt zur Verfügung gestellt werden soll. Filmen dann die Zuschauer oder werden meherere Kameras am Spielfeld aufgestellt. Und wie überprüft dann der Referee die Szene?

28 Prozent der Befragten erwarten sich von einer Einführung eines Videobeweises eine unnötige Verkomplizierung des eigentlich so einfachen Fußballspiels. Wer entscheidet denn dann, ob es einen Videobeweis gibt? Oder bekommt jede Mannschaft dann eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten diese Technik in Anspruch zu nehmen?

23,8 Prozent sehen durch eine Einführung Kosten auf die Vereine zukommen. Allerdings konnte sich auch niemand bis vor wenigen Jahren vorstellen, dass Amateurspiele mit einer automatischen Kamera übertragen werden können. Dies ist mittlerweile möglich - und verursacht je nach Anbieter unterschiedlich hohe Kosten, die der Verein aufzubringen hat.

Umfrage #307

VAR light - sinnvoll oder nicht?

Umfrage: Ist es sinnvoll, auch in den Amateurligen einen Videobeweis einzuführen?
Ja, das macht die Spiele deutlich fairer, weil Fehlentscheidungen wegfallen
Ja, weil es auch in der Bundesliga hervorragend klappt
Nein, weil das Spiel dadurch unnötig kompliziert gemacht wird.
Nein, weil dann wieder Kosten auf die Vereine zukommen.
Nein, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, wie das technisch funktionieren soll.
1 Antwort möglich. Umfrage lief bis 20.11.2020

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Umfrage-Ergebnisse

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Letzte Umfragen

VAR light - sinnvoll oder nicht? (#307)
Ja, das macht die Spiele deutlich fairer, weil Fehlentscheidungen wegfallen
7,5 %
Ja, weil es auch in der Bundesliga hervorragend klappt
0,8 %
Nein, weil das Spiel dadurch unnötig kompliziert gemacht wird.
28,0 %
Nein, weil dann wieder Kosten auf die Vereine zukommen.
23,8 %
Nein, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, wie das technisch funktionieren soll.
39,9 %
642 Teilnehmer. Umfrage seit 20.11. geschlossen.

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