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Artikel veröffentlicht am 17.03.2022 um 08:45 Uhr
Landesliga Nordost Abstiegsrunde: Auftakt zur Mission Klassenerhalt
Nach dem Pokalwochenende geht es in der Landesliga Nordost wieder so richtig zur Sache: Der Auftakt zur Abstiegsrunde ist der Startschuss von zehn Partien, verbunden mit der Hoffnung, dass am Ende zumindest Rang fünf herausspringt, um dem Abstiegsgespenst zu entkommen. Der ASV Vach und die SG Quelle Fürth möchten direkt auf ihre Pokalsiege aufbauen, Türkspor Nürnberg muss seine Chancenverwertung verbessern.
Von Marco Galuska
Mit Rückenwind geht der ASV Vach in die Mission Klassenerhalt.
fussballn.de / Oßwald
Vach mit Rückenwind weiter auf dem Vormarsch?

Ein 1:0-Sieg über Münchberg im Nachholspiel aus der Vorrunde und ein 9:8-Erfolg nach Elfmeterschießen im Pokal gegen Großschwarzenlohe, der einiges zu bieten hatte, steht in der Pflichtspielbilanz 2022 des ASV Vach geschrieben. Es war ein Start, wie man ihn sich in Fürth-Mannhof erhofft hatte. "Der Sieg gegen Münchberg war ein ganz wichtiger Baustein! Unser Auftritt gegen Großschwarzenlohe, mit all den Höhen und Tiefen im Spiel, war insgesamt sehr positiv zu bewerten, weil wir auch da gezeigt haben, dass wir mithalten können", lobt ASV-Coach Christoph Nieszery. Neben den Ergebnissen will der Trainer aber auch die "extrem gute Gemeinschaft im Team ohne Reibereien" hervorheben, mit der "die Arbeit sehr viel Spaß macht." Selbst einige langjährige Beobachter beim ASV Vach unterstreichen, dass es in der Vergangenheit sicherlich qualitativ schon bessere Mannschaften im Verein gegeben habe, die Moral im aktuellen Team aber selbst bei Rückschlägen tadellos sei. Personell hat Nieszery zudem nach langer Zeit wieder einige Optionen mehr. Wenn man so möchte, ergibt sich die viel zitierte Qual der Wahl. "Unsere Neuzugänge haben sich top integriert, auch die Umstellung von Luca Pulkrabek als Mittelstürmer und Floran Draws auf die Sechs hat sich bisher ausgezahlt", sagt der Trainer. Am Sonntag im Heimspiel gegen den BSC Woffenbach, zugleich der Start der Abstiegsrunde, könnten die Vacher den Rückenwind mitnehmen und mit einem weiteren Dreier die Position weiter deutlich verbessern. "Wir müssen unsere Leistung bringen, dann bin ich guter Dinge, dass wir auch das Spiel gewinnen können."

Türkspor Nürnberg und die Chancenverwertung

Zu wenig Ertrag aus den vorhandenen Chancen, dennoch kann Trainer Ahmet Dönmez der Vorbereitung mit seinem neuen Team viel Positives abgewinnen.
fussballn.de / Strauch

Nur drei Einheiten auf dem Platz hatte Türkspor Nürnberg in der Vorbereitung vor dem Pokalspiel am vergangenen Wochenende gegen Röslau. Der Auftritt der neu formierten Truppe konnte sich, trotz des unglücklichen Ausscheidens, aber wahrlich sehen lassen. "Spielerisch war das gut, vor allem wenn wir die Umstände der Vorbereitung bedenken. Wir wussten ja nicht genau, wo wir stehen. Positiv war auf alle Fälle, dass wir uns jede Menge Torchancen herausgespielt und fast nichts zugelassen haben. Freilich ist es schade, wenn wir so viele Möglichkeiten nicht reinmachen, aber da hat man bei dem ein oder anderen auch die fehlende Spielpraxis gemerkt", sagt Coach Ahmet Dönmez nach dem unglücklichen Pokal-Aus, das nach einem 1:1 im Elfmeterschießen kam. Der neue Türkspor-Trainer ist indes vor dem Start in die Abstiegsrunde am Sonntag gegen Kickers Selb von der Qualität in der eigenen Truppe überzeugt: "Die Jungs können kicken, das steht außer Frage. Nur werden wir sicher noch zwei, drei Wochen brauchen, um auf ein Level zu kommen, wie ich mir es vorstelle." Um die Qualität von Gegner Selb weiß Dönmez: "Sie haben gute Kicker, stehen auch punktemäßig gut da, können also das Spiel machen. Das sollte uns eigentlich entgegenkommen. Und wir sollten zumindest die Hälfte unserer Chancen diesmal machen."

SG Quelle hofft auf erfolgreichen Start nach holpriger Vorbereitung

Gut fürs Selbstvertrauen: Nach einer sehr holprigen Vorbereitung konnte die SG Quelle Fürth einen 1:0-Sieg im Pokal gegen Stadeln feiern.
fussballn.de / Oßwald

Bis zu 14 Spieler fehlten Coach Serdal Gündogan bei den Trainingseinheiten in der Vorbereitung aus verschiedenen Gründen, zu denen vor allem auch die Pandemie gehört. "Es war insgesamt schon eine sehr holprige Vorbereitung", sagt der Trainer, der jenes Prädikat auch der ersten Halbzeit im Pokalmatch gegen Stadeln (1:0) am vergangenen Samstag zuschreiben würde. "Die zweite Hälfte war dann relativ ordentlich und der Sieg tut unserem Selbstvertrauen auch gut", merkt Gündogan an. Nun geht es beim Auftakt der Abstiegsrunde zum SV Mitterteich, wo die Fürther zuletzt im August 2019 gastierten (und 1:2 unterlagen). Seitdem hat sich einiges verändert, dennoch erinnert sich der Fürther Trainer an die Mentalität im Stiftland und erwartet ein schweres Spiel beim Punktspielstart 2022, bei dem die Hausherren mit dem Rücken zur Wand stehen, wobei Gündogan die Starttabelle nicht überbewerten will. "Der Zeiger wird auf null gestellt! Es ist extrem wichtig, dass man gut aus den Startlöchern kommt, denn es sind letztlich nur zehn Partien in der Runde und doch alles sehr eng, da ist vieles möglich und kann noch viel passieren." So gilt auch das Hauptaugenmerk bei den Dambachern, dass man möglichst die Abstiegsränge weiter hinter sich lässt. "Das hat absolute Priorität in der Runde!"

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Landesliga Nordost - Abstieg



Landesliga Nordost - Abstieg

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8:16
8
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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