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Artikel veröffentlicht am 20.01.2022 um 08:00 Uhr
Manfred Dedaj verlängert in Stadeln: "Ich brenne für den Verein und die Leute hier!"
Seit 2017 ist Manfred Dedaj Trainer beim FSV Stadeln - und auch im kommenden Spieljahr wird er den Landesligisten vom Kronacher Wald coachen, das steht bereits fest. Ebenso wird ein weiterer Umbruch im Team bevorstehen, in dem Kevin Kreuzer vom Kapitän zum spielenden Co-Trainer befördert wurde.
Von Marco Galuska
Manfred Dedaj geht in seine fünfte Saison und das sechste Jahr als Trainer des FSV Stadeln.
fussballn.de / Oßwald
Das große Ziel der Saison hat der FSV Stadeln schon vor der Winterpause erreicht: Durch die Qualifikation für die Meisterrunde hat das Team von Manfred Dedaj vorzeitig den Klassenerhalt geschafft: "Im Zuge von Corona war es für alle Vereine ein schweres Jahr. Da war es nicht leicht, die Kontakte zu halten - und dann war ja überhaupt nicht sicher, dass nach so einer langen Pause alle noch so richtig mitziehen. Aber das hat gut geklappt und wir sind sehr froh darüber, dass wir mit der Aufstiegsrunde den Klassenerhalt erreicht haben, denn auch wir wissen, was so ein zweites Jahr nach dem Aufstieg bedeutet", blickt der Trainer zurück.

Sieben Abgänge im Winter kompensieren

Die Reischl-Zwillinge Tim und Sven haben in Stadeln aufgehört.
fussballn.de

Langeweile wird in Stadeln mit dem erreichten Ziel für die Restsaison aber sicher nicht aufkommen, denn für Dedaj stellt sich nun die Herausforderung, wieder eine schlagkräftige Truppe zu formen, nachdem es zuletzt einen doch größeren Aderlass gegeben hat. Berufsbedingt stand der Abschied von Angelo Walthier (zum TSV Johannis 83 Nürnberg) schon längere Zeit fest. Auch Stefan Sieder (ASV Veitsbronn) und Mario Gsänger (SV Unterreichenbach) kehrten zu ihren Heimatvereinen zurück. Und zum Jahresbeginn steht nun auch der überraschende Abschied der Worst-Brüder Pascal und Philip sowie der Reischl-Zwillinge Sven und Tim (Ziel noch unbekannt). Über die genaueren Gründe wollen sich Verein und Spieler nicht auslassen. Klar ist jedenfalls, dass die insgesamt sieben Abgänge den Kader vorerst ausdünnen.

Neuzugang Valantis Floros (links) aus Kalchreuth wird von Trainer Manfred Dedaj in Stadeln begrüßt.
FSV Stadeln

Kevin Kreuzer wird spielender Co-Trainer

Auf der Gegenseite steht mit Valantis Floros vom 1. FC Kalchreuth nur ein externer Neuzugang, den die Stadelner schon länger im Auge hatten und der sich nun in der höheren Liga beweisen will. Zudem freut man sich über die Rückkehr von Thomas Müller, der nach Auslandssemester in Amerika wieder im Lande ist und seine in der Ansbacher Jugend nachgewiesenen Qualitäten nun auch beim FSV auf den Rasen bringen möchte.

Den Posten des (spielenden) Co-Trainers, den bislang Pascal Worst ausgefüllt hatte, wird ab sofort der bisherige Kapitän Kevin Kreuzer übernehmen: "Kevin hat sich das verdient. Er ist extrem gereift als Spieler und Person, wird von allen voll akzeptiert und hat mittlerweile auch das Alter dazu, so eine Rolle zu übernehmen", freut sich Dedaj auf die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Schützling.

Kevin Kreuzer (in rot) ist ab sofort spielender Co-Trainer beim FSV Stadeln.
fussballn.de / Oßwald

Blick auf kommende Saison mit neuem Kaderplaner

So wie die Position des Co-Trainers intern geregelt wurde, sollen auch die Abgänge aus den eigenen Reihen ersetzt werden. "Ich bin kein Freund davon, auf Biegen und Brechen jetzt kurzfristig Spieler zu holen. Mir ist lieber, wenn wir mit unserem Kader Vollgas in der Vorbereitung geben. Ich sehe da einige Spieler, die Stammspieler-Potential haben und sich zeigen dürfen. Oliver Mielack hat schon eine klasse Vorrunde gespielt, Nils Böhm ist beispielsweise auch so ein Kandidat, der es drauf hat. Und in der Not hätten wir in der 2. und 3. Mannschaft auch noch jede Menge guter Spieler, die voll zum Verein stehen", sagt Dedaj und betont: "Wir haben ja aktuell auch keinen Druck. Aber ich bitte das nicht falsch zu verstehen: Wir werden jetzt nichts herschenken - so etwas kann ich grundsätzlich nicht!"

Die Meisterrunde will man in Stadeln dennoch begreifen, um sich auch für die kommende Saison vorzubereiten - und zwar im doppelten Sinne: "Wir haben jetzt die Möglichkeit so zu arbeiten, dass wir dann mit der entsprechenden Fitness unterwegs sind. Da kann man sich in der Vorbereitung einiges zurückholen, das nach der langen Pause möglicherweise zum Stand vor zwei Jahren gefehlt hat", so Dedaj, der in den Grundlagen seinen Co-Trainer und Fitnesscoach Alex Weiß vertraut, ehe es dann Anfang Februar auch auf dem Platz wieder losgehen soll. Mit Blick auf das kommende Spieljahr dürfte dann auch der neue Kaderplaner Jürgen "Hennes" Weiß eine gewichtige Rolle spielen. Der früher in der Jugend der SpVgg Ansbach tätige Vater von FSV-Spieler Luis Weiß ist neu im Funktionärsteam der Stadelner. "Er wird seine Kontakte einbringen, Spiele beobachten. Ich kenne ihn schon seit Jahren, hatte Luis Weiß ja schon ab dem siebten Lebensjahr in meiner Fußballschule", freut sich Dedaj auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Stadelns Fußball-Abteilungsleiter Joe Schempp (links) mit dem neuen Kaderplaner Jürgen "Hennes" Weiß.
FSV Stadeln

Trainer geht ins sechste Jahr beim FSV

Vertrauensvoll ist auch der Titel, den Abteilungsleiter Joe Schempp und Manfred Dedaj ihrer Zusammenarbeit geben würden: "Wir sind da im ganz engen Austausch, fast täglich, und liegen auf einer Wellenlänge." Die Entscheidung, dass der 48-jährige Übungsleiter auch in der Saison 2022/23 den FSV Stadeln coachen wird, fiel praktisch schon im vergangenen Herbst. "Ich fühle mich brutal wohl hier, spüre das gegenseitige Vertrauen! Ich brenne für den Verein und die Leute! Und ich habe noch einiges vor, kann mir vorstellen, hier wieder etwas Neues aufzubauen."

Erfolgreiche Saison auch in der Jugend

Die B-Junioren des FSV Stadeln wurden Tabellenerster in der Kreisliga und spielen in der Aufstiegsrunde zur BOL.
FSV Stadeln

Neben dem Erreichen der Aufstiegsrunde der 1. Mannschaft in der Landesliga schafften die FSV-Jugendmannschaften den Aufstieg mit den männlichen C1-Junioren in die Kreisliga sowie die Meisterschaft der C1-Mädels in der Kreisgruppe auf 9er-Kompaktfeld. Einen großen Durchbruch gab es für die B-Jugendlichen. Als fast komplett junger Jahrgang starteten die Jungs in der Kreisliga und mischten diese gehörig auf und nehmen ab März an der Aufstiegsrunde zur Bezirksoberliga teil. Es ist nach dem Aufstieg in die BOL der damaligen A-Jugend im Jahr 2014 das zweite Mal, dass eine FSV-Jugendmannschaft an die Tür zur BOL klopft. Unterm Strich steht ein Aufstieg, zwei Meisterschaften sowie drei Vizemeisterschaften für den FSV-Nachwuchs zum Abschluss des Jahres 2021.

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Sp
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Direkter Vergleich bei Punktgleichheit


Trainerstationen M. Dedaj

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KL
 
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KL
 
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BL
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