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Artikel veröffentlicht am 10.09.2021 um 22:41 Uhr
1:0 gegen Abtswind: SC Feucht wahrt seinen Heimnimbus
Der 1. SC Feucht hat seinen Heimnimbus in der Bayernliga Nord gewahrt, ist auch im sechsten Spiel im Waldstadion ungeschlagen geblieben. Am Freitagabend besiegte die Truppe von Trainer Florian Schlicker in einem engen Spiel den TSV Abtswind knapp mit 1:0 (0:0). Den Treffer des Tages erzielte kurz nach der Halbzeitpause Tim Ruhrseitz. Es war eine enge Angelegenheit, in der Feucht die etwas abgezocktere Mannschaft war.
Von Dirk Meier

Ganz wichtig war aus Sicht der Feuchter: Vor dem Anpfiff gab Mittelfeldlenker Fabian Klose grünes Licht, er kehrte nach starken Rückenbeschwerden ins Team zurück, was sich letztlich auszahlen sollte. Allerdings fehlte Philipp Spießl. Der hatte am Donnerstagabend noch am Abschlusstraining teilgenommen, klagte am späten Abend aber über Beschwerden in der Wade, wo sich Blut angesammelt hatte, Spießl musste ins Krankenhaus, stand natürlich für das Spiel nicht zur Verfügung. Zudem verletzte sich auch noch Julian Schäf früh: “Ich bin zum Kopfball hochgestiegen und spürte sofort ein stechen im linken Oberschenkel”, für ihn kam Patrick Tekeser (13.) auf’s Feld.

Fabian Klose war der Dreh- und Angelpunkt im Feuchter Spiel und leitete auch den Siegtreffer ein.
Dirk Meier

Die Gäste aus dem Kräuterdorf im Weinlandkreis Kitzingen kamen etwas besser in die Partie und nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Severo Sturm brannte es im Feuchter Strafraum, Klose klärte in höchster Not (14.). Nach und nach kamen die Platzherren besser ins Spiel, verwirrten den TSV immer wieder mit Positionswechseln. Zudem spielte Klose häufig überraschend Pässe in die Spitze, die für Gefahr sorgten. Den ersten gefährlichen Schuss feuerte Tekeser aus 20 Metern ab, den TSV-Keeper Felix Wilms halten konnte (31.). Im Gegenzug musste Andreas Sponsel bei einem Schuss von Sebastian Lorz eingreifen, blieb aber Sieger. Ein toller Angriff, ausgehend von Sponsel, der zu Nico Oltean warf und der mit einem Diagonalpass Klose bediente, leitete der zu Salim Ahmed weiter, der den Tormann prüfte, der mit beiden Fäusten klären konnte (36.). So ging es torlos in die Pause, obwohl es ein munteres Spielchen war.

Im zweiten Teil durfte Marco Weber anstelle von Tamino Gratz beginnen. Feucht erwischte den besseren Start, als Klose auf halbrechts in die Spitze spielte. Der Abwehrspieler orientierte sich zum mitgelaufenen Salim Ahmed, den Ball erwischte aber Tim Ruhrseitz. Der legte die Kugel am heranstürzenden Schlussmann vorbei und schob ins leere Tor zum 1:0 ein (51.). Nun nahm die Partie weiter an Fahrt auf. Nach einer guten Stunde rasselten Feuchts Stephan König und Abtswinds Andreas Bauer mit den Köpfen zusammen. Bauer konnte ohne Probleme weiterspielen, König erlitt eine vier Zentimeter lange Platzwunde, spielte aber mit Turban noch eine Viertelstunde weiter. König wollte das 2:0 einleiten, schickte Tekeser steil. Doch der schoss den Torwart an, anstatt quer zum freistehenden Ahmed abzulegen (77.). Danach ging König vom Feld, der zum Nähen der Wunde ins Krankenhaus gefahren wurde.

Stephan König spielte zunächst mit Turban weiter, ging dann aber doch vom Platz.
Dirk Meier

Abtswind gab in den Schlussminuten noch einmal Gas, aber Feucht hielt in den Zweikämpfen aggressiv dagegen. Dennoch hatten die Unterfranken noch Chancen durch Lukas Huscher, dessen Schuss geblockt wurde und dadurch leichte Beute für Sponsel war (86.). Mit einem Volleyschuss probierte es Sturm von halblinks, aber das Spielgerät zischte am langen Pfosten vorbei (88.). Es folgte eine sechsminütige Nachspielzeit, die der SC aber relativ souverän überstand und so den vierten Heimsieg feiern konnte.

Das war ganz wichtig heute, dass wir gewonnen haben. Es war ein Dreier aus der Kategorie Arbeitssieg. Beide Mannschaften haben sich über 90 Minuten weitestgehend neutralisiert, Wir hatten einen Tick mehr vom Spiel und die beste Chance des Spieles, die zum Siegtreffer geführt hat. In Summe war es, auch wenn Abtswind gut mitgespielt hat, ein verdienter Erfolg für uns, mit dem wir uns weiter in der oberen Tabellenhälfte etablieren können”, zog Feuchts Trainer dementsprechend ein positives Fazit. Am kommenden Sonntag steht die nächste – auch machbare Aufgabe – beim TSV Karlburg an, Spielbeginn ist im Landkreis Main-Spessart erst um 17 Uhr.

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11. Spieltag Bayernliga Nord



Tabelle Bayernliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
10
27:11
25
3
10
30:12
23
4
10
23:7
22
5
10
20:10
21
6
11
16:15
20
7
11
19:14
18
8
11
15:13
17
10
11
15:22
13
12
10
13:17
12
13
10
9:13
11
14
10
18:27
10
15
11
12:29
7
16
10
10:26
5
18
10
8:27
4
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Stenogramm Bayernliga Nord

Tore: 0:1 Landeck (29., Sener S.), 0:2 Strohmenger (90., Dietz F.)
Gelbe Karten: Gehret (57.), Schoppel (78.) / Weiß (31.), Sener S. (74.), Müller (87.)
Zuschauer: 500 | Schiedsrichter: Christopher Knauer (SpVgg Isling)
ATSV Erlangen: Kraut 2,0, Tischler Pat. 2,6, Woleman 2,4, Marx 2,2, Janz O. 2,9, Kracun 1,8 (83. Fischer M.), Ayvaz 2,0 (61. Uluca 3,0), Markert 2,5 (78. Lawson), Visnjic 2,7 (61. Mandelkow 2,8), Geyer 2,0, Piller 1,4 (83. Ort) / Döring, Glaß
DJK Don Bosco Bamberg: Glos 1,5, Pfeiffer 2,8, Littke 3,0 (85. Köhn L.), Schneider 3,1, Hümmer 2,7, Pfänder 3,3 (28. Hörnes P. 3,2), Allgaier 2,5, Wunder N. 3,2, Baumgärtner 2,9 (74. Eckstein 3,2), Rosiwal 2,7, Sperlein 3,7 (64. Trawally 2,7) / Stöcklein, Strobler, Gittel
Tore: 1:0 Ayvaz (30., Kracun), 1:1 Allgaier, Handelfmeter (42.), 2:1 Geyer (45., Kracun)
Gelbe Karten: Kracun - Foulspiel (10.), Janz O. - Handspiel (41.), Markert - Halten/Trikotziehen (60.) / Pfeiffer - Foulspiel (39.)
Zuschauer: 140 | Schiedsrichter: Patrick Krettek 1,7
Tore: 1:0 Ruhrseitz (51., Klose)
Gelbe Karten: Spielbühler - Foulspiel (11.), Weber - Foulspiel (55.), König S. (78.), Betsi Mbetssi (88.), Ruhrseitz (90.+6) / Bauer (16.)
Zuschauer: 248 | Schiedsrichter: Thomas Ehrnsperger (SV Vilshofen)

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