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Artikel veröffentlicht am 25.08.2021 um 12:15 Uhr
Wacker-Coach Peter Morawietz warnt: "Es wird eine sehr schwere Saison für uns!"
Der SV Wacker Nürnberg hat für diese Saison das zuletzt durchaus bewährte Modell des Spielertrainers zumindest vorerst ad acta gelegt und mit Peter Morawietz einen erfahrenen Coach an der Seitenlinie installiert. Im Gespräch mit fussballn.de ordnet der Trainerfuchs die aktuell schwierige Situation der Almer Jungs ein und verrät, welche Faktoren ihn dennoch positiv stimmen.
Von Fabian Strauch
Peter Morawietz gibt als Trainer seit Sommer diesen Jahres die Richtung beim SV Wacker Nürnberg vor.
Christian Günther
Nach dem feststehenden Abschied des Spielertrainer-Duos Michael Linhardt und Cihan Kiymaz begab sich der SV Wacker im Frühjahr 2021 auf Trainersuche und präsentierte mit Peter Morawietz diesmal einen erfahrenen Coach, der - anders als seine Vorgänger auf der Wacker-Alm - ausschließlich von außerhalb des Spielfeldes seine Instruktionen an seine Schützlinge weitergibt. Dass der langjährige Coach nach seiner bewussten Auszeit seit dem Abschied vom SV Henfenfeld im Winter 2018 spürbar wieder auf eine neue Herausforderung brannte, gibt Morawietz unumwunden zu: "Nach einer solch langen Zeit und der Corona-Pause, in der man ja auch keine Spiele ansehen konnte, habe ich gemerkt, dass mir der Fußball schon sehr gefehlt hat."

Peter Morawietz coachte lange den TSV Südwest, nun hat er einige Straßen weiter beim SV Wacker eine neue sportliche Heimat gefunden.
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Durchwachsene Vorbereitung nach riesigem Aderlass

Von Beginn an fühlte sich der langjährige Übungsleiter des TSV Südwest wenige Straßen weiter beim SV Wacker gut aufgehoben, wie man seinen Worten entnehmen kann: "Ich wurde sehr gut im Verein, zu dem der Kontakt beruflich entstand, aufgenommen! Ganz besonders imponiert mir der Zusammenhalt zwischen Jung und Alt, den man beispielsweise an der Bewirtung des Vereinsheims durch alt eingesessene Wackeraner erkennen kann - das hat mich ein wenig an meine Zeit beim ASV Vach zurückerinnert." Nach den ersten positiven Eindrücken ging es dann mit Start der Vorbereitung auf dem grünen Rasen zur Sache, wobei man beim SVW kurz vor Ende des Transferfensters "einen riesigen Aderlass" mit satten neun Abgängen - darunter etliche Stammspieler der Vorsaison - schlucken musste.

"Ich würde unsere Vorbereitung, die auch wegen vieler Urlauber und Verletzungen schwierig zu gestalten war, als durchwachsen bezeichnen. Dennoch haben die Spieler, die im Training waren, durchweg zu einhundert Prozent Gas gegeben und sehr gut mitgezogen", wie der neue Coach einen Mangel an Motivation nach den Trainingseindrücken kategorisch ausschließt. Für den 57-Jährigen war es nach der Pause persönlich "wieder schön, auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs und meinem Co-Trainer Max Winter, mit dem ich mich hervorragend ergänze, arbeiten zu dürfen."

Jonnhy Crespo (rechts) ist einer von neun Abgängen beim SV Wacker und trägt nun das Trikot des Kreisligisten FC Bayern Kickers.
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Beruhigung zum Auftakt - Großer Kampf gegen Worzeldorf

Zum Auftakt in die neue Saison gastierte der TSV Altenberg am Kuhweiherweg, wo Morawietz von seiner Mannschaft direkt zum Einstand "mit enormen Willen und viel Kampf drei Punkte, die zur Beruhigung geführt haben", geschenkt bekam. Eine Woche später gastierte man bei der DJK Oberasbach, gegen die man durch zwei Fehlpässe und einem Torwartfehler in der ersten halben Stunde zum 0:3 einlud. Am Ende hieß es 1:5 aus Sicht der Gäste von der Alm. Am vergangenen Sonntag folgte dann gegen den Tabellenführer aus Worzeldorf über weite Strecken eine richtig gute Reaktion der Almer Jungs - und das, obwohl man bei der 3:5-Pleite arge Personalprobleme zu beklagen hatte. "Wenn man bedenkt, dass wir auf zehn Spieler verzichten mussten, haben wir gegen Worzeldorf eine sehr gute Leistung gezeigt! Erst in der Schlussphase hat uns die Kraft gefehlt, um wie schon nach dem 0:2 und dem 2:3 noch einmal zurückzukommen ", spricht Morawietz insgesamt ein Lob an seine Truppe aus.

Der Einsatz stimmte beim SV Wacker (in blau) lange Zeit gegen das Spitzenteam aus Worzeldorf, dem man erst in der Schlussviertelstunde klein beigeben musste.
Christian Günther

Serbia-Bollwerk vor der Brust auf dem Weg über den Strich

Enorm viel Zeit bleiben Trainer und Spieler nicht, um die Wunden zu lecken. Denn schon am kommenden Sonntag steht das zweite Auswärtsspiel beim FC Serbia für Kapitän Kevin Ott & Co. auf dem Programm. Dabei weiß der Wacker-Coach die bisherigen Leistungen des Gegners einzuordnen: "Sie haben gegen Frankonia und Flügelrad - zwei Gegner, die für mich oben mitspielen werden - unentschieden gespielt und knapp verloren. Außerdem haben sie bisher wenige Gegentore kassiert und sich gut aus der Affäre gezogen. Da werden wir Geduld brauchen, um ihre stabile Defensive zu knacken. Wenn wir an die Leistung gegen Worzeldorf mit viel Laufarbeit und Kampf über die gesamten 90 Minuten anknüpfen, können wir dort punkten." Unabhängig von der kommenden Aufgabe am Sonntag hat Morawietz für die Saison ein klares Ziel inklusive Lösungsansatz parat: "Es wird insgesamt eine sehr schwere Saison für uns, am Ende wollen wir mindestens drei Teams hinter uns lassen! Der gute Zusammenhalt, den ich bisher hier erleben durfte, stimmt mich dafür positiv.

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